Dienstag, Februar 20, 2007

Sr. Gabriella Borgarino (Vinzentinerin, Dienerin Gottes)

Sr. Gabriella Borgarino wurde am 2. September 1880 in Boves (Cuneo, Italien) geboren und trat im Mai 1902 bei den Töchtern der Nächstenliebe (Figlie della Carità) ein, wurde dem Dienste der Armen in Angera (Varese) zugeteilt bis 1906 und dann in Lugano (Schweiz) bis 1919. Hernach wurde sie nach Grugliasco versetzt und 1931 nach Luserna (Turin), um den alten Schwestern beizustehen. In Luserna verschied sie selig im Herrn am 1. Januar 1949. Dort ruhen ihre sterblichen Überreste im Hause der Immaculata.

Aus den Schriften der außerordentlich begnadeten Sr. Gabriella Borgarino:

1. - «Am 4. Sonntag nach Epiphanie war ich zur Danksagung in die Kapelle gegangen, als ich ganz plötzlich nicht mehr den hl. Tabernakel sah, sondern Jesus in sitzender Stellung.
Er war so schön, so graziös, daß ich instinktiv hinlief und mich auf die Knie warf, seine anbetungswürdigen Knie umfaßte und ihm aus ganzem Herzen sagte: "Mein geliebter Jesus, ich liebe Dich so sehr; und wie sehr wünsche ich, daß alle Gechöpfe Dich liebten und Dich kännten! Mein Jesus, ich erbitte von Dir die Gnade, daß ich, wenn ich im Paradies sein werde, Deine Göttliche Vorsehung für alle anflehen darf, da alle die Vorsehung, sowohl geistig wie sittlich wie materiell nötig haben».
2. - Während einer anderen Erscheinung sagte Jesus zu ihr: «Am 17. September 1936 ließ ich dich in der Hand den kostbaren Zettel sehen mit der Anrufung als Aufschrift: "Göttliche Vorsehung des Herzens Jesu, sorge Du dafür." ("Provvidenza Divina del Cuore di Gesù, Provvedeteci"). Ich empfahl dir, es überall zu verbreiten. Wenn man diese kostbare Anrufung mit liebendem Vertrauen und Hochachtung gegenüber meinem heiligsten Namen sagt, wird man viele Gnaden erlangen..."».
3. - Der Oberin schrieb sie: "Jesus sagte mir, daß die kostbare Anrufung, mit liebendem Vertrauen und bei ehrfürchtiger Nennung seines Heiligsten Namens Jesus gesagt, in den Seelen jenes hervorbringe, was der wohltuende Regen dieser Tage bewirkt: er läßt die Erde grünen und macht sie fähig, Früchte und anderes zu tragen. Und er fügte hinzu: "Gib acht: wo die wertvolle Anrufung nach und nach eintritt, verändert sie selbst die Herzen und die Meinungen. Ich wünsche, daß sie genehmigt (approbiert) und geschätzt werde um des großen Wertes meines Heiligsten Namens willen"».

Dem Stoßgebet "Göttliche Vorsehung..." wurde von Kardinal M. Fossati, Erzbischof von Turin, am 19.7.1944 ein Ablaß von 300 Tagen verliehen.

Siehe auch die italienische Version!

Samstag, Februar 03, 2007

Unsere Liebe Frau vom Heiligsten Herzen Jesu

Weihegebet

Ich werfe mich dir zu Füßen, o Unsere Liebe Frau vom Heiligsten Herzen Jesu, du Mutter der Barmherzigkeit, du Pforte des Himmels und Ausspenderin aller Gnaden und Gaben Gottes.
Du bist die jungfräuliche Gebieterin, die Schatzmeisterin des Herzens Jesu, die Zuflucht der Sünder, die Trösterin der Betrübten, die Retterin aller; so sei denn auch mir Zuflucht, Trösterin und Retterin. Man nennt dich das Vertrauen der Gerechten, die Hoffnung der Verzweifelnden, die Stärke der Schwachen, den Frieden sturmbewegter Herzen, deshalb wende ich meinen flehenden Blick zu dir, o Unsere Liebe Frau vom Heiligsten Herzen Jesu, und stelle mich für immer unter deinen mütterlichen und mächtigen Schutz. Ich weihe dir heute meinen Geist mit all seinen Gedanken, mein Herz mit all seiner Liebe und seinen Neigungen, kurz, meine ganze Person.
O mildeste Mutter, komme mir zu Hilfe und halte fern von mir die Fallstricke Satans; gib, daß ich hienieden Gott liebe, treu ihm diene, und daß ich so glücklich sei, in seiner heiligen Liebe zu sterben und mit ihm und dir in seiner Glorie ewig zu herrschen. Amen.

Mit kirchlicher Genehmigung.

Donnerstag, Februar 01, 2007

Weiheakt an das Heiligste Herz Jesu

verfaßt von der ehrwürdigen Schwester Maria vom göttlichen Herzen, Ordensfrau vom Guten Hirten in Porto, geborene Gräfin Droste zu Vischering.

Mein liebenswürdigster Jesus, ich opfere mich heute von neuem und ohne Vorbehalt Deinem göttlichen Herzen auf. Ich weihe Dir meinen Leib mit allen seinen Sinnen, meine Seele mit allen ihren Fähigkeiten und mich ganz und gar mit allem, was ich bin und habe. Dir opfere ich alle meine Gedanken, meine Worte und Werke auf, alle meine Leiden und Mühen, alle meine Hoffnungen, Tröstungen und Freuden, ganz besonders aber weihe ich Dir dieses mein armes Herz, damit es nur Dich allein liebe und sich als Opfer in den Flammen Deiner Liebe verzehre. Nimm, o Jesus, mein liebeswürdigster Bräutigam, mein sehnliches Verlangen gnädig auf, Dein göttliches Herz zu trösten und Dir für immer anzugehören. Nimm in solcher Weise Besitz von mir, daß ich von nun an keine andere Freiheit mehr habe, als Dich zu lieben, und kein anderes Leben, als für Dich zu leiden und zu sterben. Auf Dich setze ich mein unbegrenztes Vertrauen und von Deiner unendlichen Barmherzigkeit erhoffe ich die Verzeihung meiner Sünden. In Deine Hände lege ich alle meine Sorgen und namentlich jene um mein ewiges Heil. Ich verspreche Dir, Dich zu lieben und zu ehren bis zum letzten Augenblick meines Lebens und die Verehrung Deines heiligsten Herzens, so viel ich nur immer kann, zu verbreiten. Verfüge über mich, o Jesus, nach Deinem Wohlgefallen; ich verlange keinen anderen Lohn als Deine größere Ehre und Deine heilige Liebe.Verleihe mir die Gnade, daß ich in Deinem göttlichen Herzen meine Wohnung finde, darin will ich alle Tage meines Lebens zubringen. Schlage auch Du in meinem Herzen Deine Wohnung und Deine Ruhestätte auf, damit wir so innerlich vereinigt bleiben, bis ich Dich eines Tages loben, lieben und die ganze Ewigkeit dort oben im Himmel besitzen könne, wo ich für immer die unendlichen Erbarmungen Deines heiligsten Herzens besingen werde.


Seine Heiligkeit Papst Leo XIII. hat unter dem 11. Dezember 1902 allen, die vorstehendes Gebet verichten, einen Ablaß von 300 Tagen bewilligt, der einmal im Tage gewonnen werden kann. Derselbe ist auch den armen Seelen zuwendbar.

Schwester Maria vom göttlichen Herzen

war zu Münster in Westfalen am 8. September 1863 im Erbdrostenhof geboren, trat 1888 in den Orden vom Guten Hirten ein, kam später nach Lissabon und wurde schließlich Oberin des Klosters in Porto, wo sie bis zu ihrem seligen Ende Armut, Leiden und Arbeiten im Übermaß ertrug, dafür aber mit außerordentlichen Gnaden von Gott getröstet wurde. Als eben die Glocken das Herz-Jesu-Fest des Jahres 1899 (8. Juni) einläuteten, das durch die Weihe der Menschheit an das göttliche Herz des Erlösers für immer denkwürdig geworden, ging ihre edle Seele zum himmlischen Bräutigam, für den sie hienieden sich gänzlich zum Opfer dargebracht. Allgemein pries man ihre großen Tugenden, die heroische Geduld und Freudigkeit des Herzens inmitten der größten und peinvollsten Leiden, den glühenden Seeleneifer für die Bekehrung der Sünder und ihre unbegrenzte Liebe zum göttlichen Herzen Jesu. "Die Liebe zu diesem heiligsten Herzen", so sagt sie selbst, "ist ohne Opfergeist nur leere Einbildung". Diese ihre Andacht zum heiligsten Herzen in innigster Verbindung mit dem sakramentalen Geheimnis des Altars war für sie die Zentralsonne ihres reichen geistlichen Lebens. Die Weihe der ganzen Menschheit an das göttliche Herz Jesu im Jahre 1899 durch Leo XIII. geschah auf ihre Anregung - und mit Recht redete man voll Bewunderung von ihr als von einer zweiten seligen Margareta Maria Alacoque, der der Herr die Geheimnisse seines heiligsten Herzens anvertraute - zum Heile vieler Seelen.

Imprimatur. Friburgi Br., 6. Februarii 1907. Friedr. Justus Knecht, ep. Neben, vic. cap. - Abbildung Kunstverlag Beuron.

Mittwoch, Januar 10, 2007

Worte Jesu an Dich!

Ich kenne dein Elend, die Kämpfe, die Drangsale, die Schwächen deines Leibes. Ich weiß um deine Feigheit, deine Sünden, und trotzdem sage Ich dir: "Gib Mir dein Herz, liebe Mich, so wie du bist!"
Wenn du darauf wartest, ein Engel zu werden, um dich der Liebe hinzugeben, wirst du Mich nie lieben. - Wenn du auch feige bist in der Erfüllung deiner Pflichten und in der Übung der Tugenden, wenn du auch oftmals in jene Sünden zurückfällst, die du nicht mehr begehen möchtest, Ich erlaube dir nicht, Mich nicht zu lieben. Liebe Mich, so wie du bist!
In jedem Augenblick und in welcher Situation du dich auch befindest, im Eifer oder in der Trockenheit, in Treue oder Untreue, liebe Mich, so wie du bist!
Ich will die Liebe deines armen Herzens. Wenn du wartest, bis du vollkommen bist, wirst du Mich nie lieben...
Könnte ich nicht vielleicht aus jedem Sandkörnchen einen Seraph machen, strahlend von Reinheit, Edelmut und Liebe? Bin Ich nicht der Allmächtige?
Und wenn es Mir gefällt, jene wunderbaren Wesen im Nichts zu belassen und die armselige Liebe deines Herzens zu bevorzugen, bin Ich nicht immer der Herr Meiner Liebe?
Mein Kind, laß Mich dich lieben, Ich will dein Herz.
Sicherlich will Ich dich mit der Zeit umwandeln, doch heute, liebe Mich, so wie du bist!
Und Ich wünsche, daß du dasselbe tust; Ich will aus der Tiefe des Elends die Liebe aufsteigen sehen. - Ich liebe in dir auch deine Schwäche, Ich liebe die Liebe der Armen und Armseligen. Ich will, daß aus den Elenden unaufhörlich der große Ruf aufsteige:

"JESUS, ICH LIEBE DICH!"

Ich will einzig und allein den Gesang deines Herzens; Ich brauche nicht deine Weisheit und nicht deine Talente. Eines nur ist Mir wichtig - dich mit Liebe arbeiten zu sehen.
Es sind nicht deine Tugenden, die Ich wünsche. Wenn Ich dir solche geben sollte, du bist so schwach, daß dieselben nur deine Eigenliebe nähren würden - doch kümmere dich nicht darum.
Ich hätte dich zu großen Dingen bestimmen können, nein, du wirst der unnütze Knecht sein. Ich werde dir sogar das Wenige nehmen, das du hast, weil Ich dich nur für die Liebe erschaffen habe.
Heute stehe Ich an der Pforte deines Herzens, wie ein Bettler, Ich der König der Könige! Ich klopfe an und warte. Beeile dich, Mir zu öffnen. Berufe dich nicht auf dein Elend. Wenn du deine Dürftigkeit vollkommen kenntest, würdest du vor Schmerz sterben.
Was Mein Herz verwunden würde, wäre - zu sehen, daß du an Mir zweifelst und es an Vertrauen zu Mir fehlen ließest.
Ich will, daß du an Mich denkst, in jeder Stunde des Tages und der Nacht. Ich will, daß du auch die unbedeutendste Handlung aus Liebe zu mir tust. Ich rechne auf dich, daß du Mir Freude schenkst. Kümmere dich nicht darum, daß du keine Tugenden besitzest. Ich werde dir die Meinigen geben. Wenn du zu leiden haben wirst, werde Ich dir Kraft geben. Wenn du Mir deine Liebe schenkst, werde Ich dir soviel geben, daß du zu lieben verstehst -weit mehr, als du erträumen kannst.

Denke jedoch daran, Mich so zu lieben wie du bist!

Ich habe dir Meine Mutter gegeben. Lasse alles, gar alles durch Ihr so reines Herz hindurchgehen. Was auch kommen mag, warte ja nicht darauf, heilig zu werden, um dich der Liebe hinzugeben, du würdest Mich nie lieben und nun gehe, gehe und liebe mich!

(Aus "Ecce Mater Tua" Nr. 268)

Gerettet wird nur durch die Liebe

In den dreißiger Jahren des vergangenen Jahrhunderts machte der Herr der opferbereiten Kapuzinerin Consolata Betrone aus Oberitalien (Moncallieri TO) ein großes Gnadenangebot. ER lehrte sie den Liebesakt: "Jesus, Maria! Ich liebe Euch, rettet Seelen! Dieser Liebesakt, so sagte ihr der Heiland, dient zur Vervollkommnung der eigenen Seelen, denn nur die Liebe hat eine rettende Macht. "Bedenke", so belehrte der Heiland die staunende Schwester, "ein Akt der Liebe kann über die ewige Seligkeit einer Seele entscheiden. Darum verliere keineZeit! Jeder Liebesakt ist eine Seele!" Auch die liebe Gottesmutter ermunterte sie: "Erst im Himmel wirst du den Wert und den Segen des Liebesaktes erkennen."

Im Frühjahr 1973 wurde in einem neuen Gnadenerweis noch ein Zusatz empfohlen: Rettet Priesterseelen und die Gottgeweihten.
Sogar den hl. Josef darf man mit hineinnehmen und alles vertausendfachen. Darum betet ohne Unterlaß und zu jeder freien Minute:
"Jesus, Maria und Josef, ich liebe Euch! Rettet die Priester, rettet die Gottgeweihten, und rettet die Seelen! Ich liebe Euch mit der großen Bitte, diesen Liebesakt mit jedem Atemzug und mit jedem Pulsschlag tausendmal wiederholen zu dürfen."

Verlag F. Färber, Postfach, D-8858 Neuburg/Donau

Dienstag, Januar 09, 2007

Heiliger Bruder Klaus von Flüe, bitte für uns!

Geboren am 21. März 1417 - gestorben am 21. März 1487 - seliggesprochen 1669 - heiliggesprochen durch den Friedenspapst Pius XII. am 15. Mai 1947.

Gebet zum hl. Bruder Klaus

Heiliger Friedensstifter und Landesvater Bruder Klaus, stehe am Throne des allmächtigen Gottes für uns alle ein: erbitte der Jugend deines Volkes Reinheit und Gottesfurcht, den Eltern Arbeitsfreude, Opfermut und Erzieherweisheit, den Vorgesetzten und Behörden Gerechtigkeit und Glaubenstreue, dem ganzen Volke Eintracht, Nächstenliebe und Frieden.
Du, heiliger Beter, Opferer, Büßer und Friedensmahner, sprich uns vor Gottes Angesicht das Gebet deiner und unserer täglichen Hingabe vor:
Mein Herr und mein Gott, nimm alles von mir, was mich hindert zu dir.
Mein Herr und mein Gott, gib alles mir, was mich fördert zu dir.
Mein Herr und mein Gott, nimm mich mir und gib mich ganz zu eigen dir.
Amen.

Freitag, Januar 05, 2007

Gebet des Kardinals Peter von Berulle

O heilige Jungfrau, Mutter Gottes, Königin der Menschen und der Engel, Wunder des Himmels und der Erde! Dich verehre ich auf jede mir mögliche Weise; ich verehre dich so, wie ich es nach Gottes Willen zu tun vermag, wie deine Vorzüge es verdienen und wie dein einziger Sohn, unser Herr Jesus Christus, dich auf Erden und im Himmel verehrt wissen will. Dir schenke ich meine Seele und mein Leben; dir will ich allezeit angehören, dir in der Zeit und Ewigkeit huldigen. Dich, o Mutter der Gnade und der Barmherzigkeit, wähle ich zur Mutter meiner Seele, weil es Gott selbst gefiel, dich zu seiner Mutter zu erwählen. O Königin der Menschen und der Engel! Ich erkenne dich als meine Gebieterin, um die Abhängigkeit zu ehren, die Jesus Christus, mein Erlöser und mein Gott, gegen dich, als gegen seine Mutter beobachtete; aus eben dieser Ursache gebe ich dir über meine Seele und über mein Leben alle und jede Vollmacht, welche ich nach Gott dir geben kann. O heilige Jungfrau! Sieh auf mich als auf eine dir angehörige Sache herab, und um deiner Güte willen behandle mich als deinen Diener, als einen Gegenstand deiner Erbarmungen. Quelle des Lebens und der Gnade! Zuflucht der Sünder! Zu dir fliehe ich, damit ich sowohl von der Sünde befreit, als vor dem ewigen Tode bewahrt werden möge. Möchte ich stets deines Schutzes mich erfreuen, und an deinen Vorzügen Anteil nehmen können. Möchte ich durch deine Größe, durch deine Macht und durch deine heiligsten Rechte auf mein ganzes Wesen das erhalten, was ich wegen meiner Vergehungen zu erhalten nicht würdig bin. O daß doch die letzte Stunde meines Lebens, von welcher meine Ewigkeit abhängt, deinen Händen anvertraut sei, damit ich dadurch jenen höchstseligen Augenblick, in welchem Gott die menschliche Natur annahm und du Mutter Gottes wurdest, würdig ehren möge. Amen.

Samstag, Dezember 30, 2006

Symbolik der Vesper

Die Vesper ist das abendliche Lobgebet der Kirche, im besondern Dank für den Erlösungstag. Als heilsgeschichtlichen Hintergrund dürfen wir an das letzte Abendmahl denken; dadurch wird die Hore mit der Eucharistie verbunden, als deren letzte Danksagung sie aufgefaßt werden kann. Der Höhepunkt der Vesper liegt im Magnifikat, dem Dankgebet der Kirche für die Christuseinwohnung, wie es das Dankgebet Mariens für die göttliche Mutterwürde war.

Das Bild: Unten wird das letzte Abendmahl (12 Brote, Henkelkelch) angedeutet. Im Hauptteil sehen wir das apokalyptische Gotteslamm mit sonnenartiger Aureole auf einem Altar, zu dessen Seiten eine Frau in Gebetsstellung und ein räuchernder Engel stehen. Die Frau ist die Kirche, die das Magnifikat für die Erlösungsgnaden des Lammes singt, indes der Engel der Kirche im Bilde des Weihrauchs "das abendliche Gebet zu Gott emporbringt" (siehe Incens des Altares). Die Frau ist aber ebenso die Gottesmutter, der eben der Engel Gabriel die Botschaft gibt. Die brennende Lampe kennzeichnet die Vesper als Abendgottesdienst, zu dem in alter Zeit das Licht geweiht wurde.

Mittwoch, Dezember 13, 2006

HELVETIA CATHOLICA

HELVETIA CATHOLICA

In diesem Blog sind unter anderem auch viele GEBETE enthalten. Es lohnt sich, die Einträge durchzuschauen!

Ecce Agnus Dei - Seht das Lamm Gottes!


"Er verstummt wie ein Lamm vor dem, der es scheert, und thut Seinen Mund nicht auf!" (Isaias 53, 7)

O Gottes Lamm, aus lauter Liebe
In Leid versenkt für uns're Schuld,
Du trägst und sühnst aus freiem Triebe
Der Menschheit Fluch mit viel Geduld!
Du schweigst, und öffnest kaum zur Klage, -
Nur zum Verzeih'n, - den blassen Mund; -
O mache uns an jedem Tage
Die Größe Deiner Gnade kund,
Verschone uns, o Herr!

O Gottes Lamm und guter Hirte
Zu Deiner Heerde Trost und Heil,
Im Sakrament uns stets bewirthe,
Gieb dort an jedem Gut uns Teil!
Tränk' uns aus Deines Blutes Bronnen,
Nähr' uns - auf ewig grüner Flur -
Mit jenem Brot, dess' volle Wonnen
Ein reines Herz verkostet nur!
Erhöre uns, o Herr!

O Gottes Lamm, das du bezwungen
Am Kreuz der Hölle Reich und Macht,
Nun ist der Tod in Sieg verschlungen,
Dein Osterlicht auch uns einst lacht!
Wir folgen froh der Siegesfahne,
Die wir in Deiner Rechten schau'n;
O hilf, daß sie den Weg uns bahne
Zu Deines Reiches Friedensau'n!
Erbarme dich unser, o Herr!

Cordula Peregrina, (C. Wöhler).

Mit bischöflicher Approbation

Montag, Dezember 11, 2006

Pater Reus erlebt die heilige Wandlung - Hic est calix sanguinis mei

Pater Johann Baptist Reus SJAus dem Tagebuch von P. Johann Reus:

Bei Beginn der heiligen Wandlung merkte ich plötzlich, daß der liebe Heiland vom Kreuz unmittelbar vor mir war. Doch achtete ich weiter nicht darauf. Es könnte ja schließlich eine Täuschung sein. Aber nach der Anbetung der heiligen Hostie nahm ich zweifellos den lieben Heiland am Kreuz wahr. Sobald ich die ersten Worte sprach: Hic est... fielen Tropfen des heiligen Blutes aus der heiligen Seitenwunde in meinen Kelch. Als ich fortfuhr: calix sanguinis mei, floß das heilige Blut strömend hernieder in den Kelch hinein. Heilige tröstliche Wahrheit! Das Blut Jesu Christi, des Sohnes Gottes fließt wirklich, wenn auch unter einem Schleier verborgen, unter meiner Hand auf dem Altar. Welche Gnade für mich, daß er für mich den geheimnisvollen Schleier weggezogen und die Wirklichkeit mir zu zeigen sich gewürdigt hat!
Als ich das Pater noster zu beten begann, sah ich in der heiligen Hostie die Allerheiligste Dreifaltigkeit. Der Dreieinige Gott ist ja unser Vater. In der heiligen Hostie ist Vater und Heiliger Geist in Einheit des Wesens mit dem ewigen Sohn, Jesus Christus, gegenwärtig. Ich mußte Zeichnung machen und dies schreiben. 17. Januar 1940

"Wenn ich nicht... dann glaube ich nicht!"

"Der moderne Mensch" will oder kann nicht glauben, was er nicht sehen, hören, zerlegen kann. -- MARIA, die Mutter unseres Heiles, hat uns in La Salette, Lourdes, Fatima und anderen Gnadenorten erschütternd die Wirklichkeit der Glaubens- und Gnadenwelt vor Augen gestellt. Sie setzt ihre aufrüttelnden Bemühungen um die stolzen Zweifler des Atomzeitalters, denen die klaren Worte Christi nicht genügen, fort -- sogar unter Tränen.

P. Johannes Reus SJ (geboren 1868 in Pottenstein/Ofr. -- gestorben 1947 in Sao Leopoldo/Brasilien), ein Priester, der gegen alles Mystische einen tiefen Widerwillen hatte, der sich mit allen Kräften immer wieder gegen Erscheinungen und private Offenbarungen wehrte, bekam von der Gottesmutter eine Sendung wie der "ungläubige Thomas": 35 Jahre - von 1912 bis 1947 - "mußte" P. Reus in tausendfachen Visionen und Ekstasen für uns "den Finger in den Ort der Nägel und die Hand in die Seitenwunde des Herrn legen", d.h. mit Aug' und Ohr, mit Leib und Seele mußte er am Altar das Wunder der Menschwerdung Christi, seinen Opfertod am Kreuze, die Herrlichkeit des verklärten Siegers, das Ausströmen des Blutsegens Christi über Menschheit und Kosmos, den Glanz des himmlischen Hofstaates, die universale Gnadenvermittlung durch Maria schauen und erleben. Auch die Welt der Dämonen und das Ungeheuer SÜNDE schaute er und "wie täglich Tausende von Sündern in die Hölle stürzen".
Alle Menschen, die ehrlich die Wahrheit suchen, werden durch P. Reus auf viele Zweifel und Fragen über umstrittene Glaubenswahrheiten, über kirchliche Autorität, über das Problem "Priester heute" (Coelibat usw.) Antwort empfangen.
Priester und Laien, die trotz ehrlichstem Bemühen in ihrem Ringen um die Nachfolge Christi an sich selbst immer wieder schwere Enttäuschungen erleben, die in ihren priesterlichen und apostolischen Bemühungen nur geringe Erfolge oder bedrückende Mißerfolge erleben, werden in der Lebensgeschichte von P. Reus viel Trost und neue Ermutigung erfahren. P. Reus hatte viele Demütigungen erlebt, - "harte Schläge", aber er hat sich immer wieder durchgerungen, die Mißerfolge nicht bloß in völliger Unterwürfigkeit unter die Oberen anzunehmen, sondern mit Dank und Liebe. Ohne sich außergewöhnliche Sympathien zu erwerben, starb er am 30. Juli 1947 und - "mit seinem Tod setzt schlagartig eine gewaltige Verehrung ein. Der Zustrom zu seinem Grab ist unvergleichlich. 24 Jahre nach seinem Tod bekundeten über 100.000 Menschen, daß sie in außergewöhnlicher Weise auf seine Anrufung hin erhört worden seien. Eine gewaltige, prächtige Kirche, 3000 Menschen fassend, konnte neben seinem Grab erbaut und ausgetattet werden, ausschließlich aus Gaben, die aus Dankbarkeit für Hilfe durch P. Reus gespendet wurden." Immerzu werden neue Gebetserhörungen gemeldet.

GEBETSNOVENE ZUM DIENER GOTTES P. JOHANNES BAPTIST REUS
(Nur für den Privatgebrauch)

O Gott, der Du in Deiner unendlichen Güte und Barmherzigkeit Deinem demütigen Diener Johannes ein so glühendes Verlangen nach Heiligkeit eingeflößt und ihn mit so vielen und außerordentlichen Gnaden überhäuft hast, wir bitten Dich inständig: Schenke uns die Gnade, Deinen treuen Diener nachzuahmen in der vollständigen Hingabe ans heiligste Herz Jesu, in der Liebe zum Kreuze, in der Hochschätzung der heiligen Messe, im vertrauten Umgang mit dem eucharistischen Heiland, in der kindlichen Verehrung des Unbefleckten Herzens der Gottesmutter und im eifrigen Wirken für die Priester- und Ordensberufe.
O Gott, Du ehrest die Dich ehren. Sieh, das Leben Deines Dieners Johannes war ganz Deiner Liebe und Ehre geweiht. Erhöre gnädig unsere Bitten, die wir zu seiner Verherrlichung auf Erden zu Dir emporsenden und gewähre uns auf seine Fürbitte die Gnade..., um die wir Dich anflehen. Durch Christus, unseren Herrn. Amen. -- Jesus, Maria, Josef! -- Heiligstes Herz Jesu, ich vertraue auf Dich! -- Süßestes Herz Mariä, sei meine Retttung! -- Heiligstes Herz Jesu, zu uns komme Dein Reich!
O Maria, ohne Makel der Erbsünde empfangen, bitte für uns, die wir zu Dir unsere Zuflucht nehmen!

Lesen Sie das Buch von Pfarrer Alfons Maria Weigl, Oberroning, mit dem Titel "DAS GRÖSSTE IST DIE LIEBE". Ein "hochaktuelles", "tiefinnerliches, "ungemein ansprechendes" und "frohmachendes Buch gerade für unsere Zeit". Dessen 1. Auflage war 1971 herausgekommen.

Montag, November 20, 2006

Ich bin dein Gott!

Ich bin dein Gott und bin bei dir,
Sag! hast du nicht genug an mir,
Und willst du mehr noch auf der Welt
als was mein göttlich Herz enthält?
Ich bin dein Gott und bleib dir treu,
Auch wenn ich dir mein Kreuz verleih',
Und drückt es dich auch noch so schwer;
Bin ich bei dir, was willst du mehr?

Ich bin dein Gott, geb auf dich acht,
Hab dein von Ewigkeit gedacht,
Schrieb deinen Namen tief mir ein,
Daß nimmer ich vergesse dein.
Ich bin dein Gott und leite hier
Dich so, wie es am besten dir,
Und kannst du jetzt auch nicht versteh'n,
Einst wirst du es in Klarheit seh'n.

Ich bin dein Gott, der treu dich liebt,
Weiß alles was dein Herz betrübt,
Seh jeden Blick, hör jedes Wort,
So dir begegnet fort und fort,
Ich bin's, der alles läßt gescheh'n,
Ich hab dies Los für dich erseh'n.
Du harre aus und bleibe treu,
Bis dir mein Herz den Lohn verleih'.

Ich bin dein Gott, bist du allein,
So will ich dir Gesellschaft sein.
Hat man kein liebes Wort für dich,
So komm zu mir, besuche mich.
Will sein dein Alles im Altar,
Sieh' deiner wart ich immerdar.
Will dir ersetzen tausendmal,
Was du entbehrst im Tränental!

Ich bin dein Gott, was willst du mehr?
Hab guten Mut, nichts sei dir schwer;
Denn wer mein göttlich Herz besitzt,
Hat alles, was ihm ewig nützt,
Die Welt vergeht, es fliegt die Zeit.
Die Menschenkinder sind von heut, -
Und alles nimmt dir einst der Tod,
Nur eines bleibt dir, ich dein Gott!

Mit kirchl. Genehmigung Erzb. Ordinariat Salzburg
Herz-Jesu-Mission, 9494 Schaan (FL)

Samstag, Oktober 28, 2006

Rettet die Sünder! - SOS-Rufe tönen durchs Land - Seelen in Not!

"Mein Sohn, meine Kinder, mein Gatte stehen der Kirche fern, glauben nichts mehr, gehen nicht mehr zu den hl. Sakramenten. - Wie furchtbar, wenn sie verlorengehen würden, wenn sie ewig verstoßen würden vom barmherzigen Gott! Helfet mir, diese Sünder zu retten!"
Was soll man tun? Durch Predigten und Katechesen erreicht man sie nicht, ebenso nicht durch andere äußere Mittel. Das Gebet allein kann sie retten.
In priesterlicher Sorge wurde im Jahre 1936 ein Kreuzzug zur Bekehrung der Sünder gegründet, dem sich fast 3 Millionen Gläuige anschlossen, die da beten, opfern und leiden zur Rettung jener, die am Abgrunde des Verderbens stehen. Viele heilige Messen werden in dieser Meinung gefeiert, und ebenso viele Gebete und Andachtsübungen steigen empor zu der Mutter der Barmherzigkeit um Gnade und Erbarmen für die armen Sünder.
"Betet und opfert viel für die armen Sünder, denn viele gehen verloren, weil niemand sich ihrer erbarmt" (Muttergottes in Fatima).
Katholischer Christ! Vielleicht ist in Deiner Familie, Verwandtschaft oder Bekanntschaft auch eine arme, verirrte Seele. Verstoß sie nicht! Sie muß wieder heimkommen zum Guten Hirten. Bete auch Du das nachstehende Gebet möglichst oft. Keine Seele darf verlorengehen!
"Maria, gib, daß kein's verlorengeht. Um das ein edles Herz in Sorge fleht!" (P. Thaddäus Ballsieper)

GEBET FÜR DIE ARMEN SÜNDER

O Herz Mariä, Du Thron der Barmherzigkeit, Du Zuflucht der Sünder, Du Hort der Irrenden! Siehe, voll Vertrauen auf Deine mütterliche Liebe und Macht Deiner Fürsprache wende ich mich an Dich, um Dir diese irrende, von Gott durch die Sünde getrennte Seeele N. N. besonders zu empfehlen. Die Unglückliche! Sie ist umnachtet von der Sünde und wird ewig zugrundgehen, wenn Du ihr nicht die Erbarmungen Gottes erflehst. O mütterliches, mitleidvolles Herz Mariä! So viel Sünder und irrende Menschen haben durch Dich Gnade und Erbarmen gefunden. Verstoße auch diesen unglücklichen Menschen nicht, sondern ziehe ihn liebevoll und erbarmend an dich. Opfere für ihn dem ewigen Vater das kostbare Blut Deines Sohnes auf, damit er die Augen öffne und den Abgrund sehe, dem er entgegengeht; flöße ihm Reue über seine Sünden ein, damit er umkehre und ein neues Leben beginne; entzünde ihn mit göttlicher Liebe, damit er sein Herz losreiße von den sündhaften Freuden der Welt und nur in Gott sein Glück suche. O Mutter der Gnade und Barmherzigkeit, zeige die Güte und Macht deines unbefleckten Herzens, indem Du dieses irrende Schäflein zur Herde Deines Sohnes zurückführst. Heimgekehrt aus der Gottesferne und gewaschen mit dem Blute Jesu Christi soll es dereinst Dich und die Erbarmungen Gottes preisen in alle Ewigkeit. Amen.
O Maria, Zuflucht der Sünder, rette die Sünder! (dreimal)
Mutter der Barmherzigkeit, bitte für sie!
Süßes Herz Mariä, sei meine Rettung!
Heiliger Schächer Dismas, lege Fürsprache ein für sie!
Heiliger Andreas Corsini, Du Eiferer der Seelen, bitte für sie!
Heilige Maria Magdalena von Pazzis, Du Rettungsboot der Sünder, bitte für sie!

Mit kirchlicher Druckerlaubnis und der Ordensoberen (P. Thaddäus Ballsieper, Fürth)

Montag, September 25, 2006

Litanei zur hl. Maria Magdalena

Wie sie in der Wallfahrtskirche zu St. Maximin in Südfrankreich und Sainte Baume gebetet wird.
(Für den Privatgebrauch)

Herr, erbarme dich unser!
Christus, erbarme dich unser!
Herr, erbarme dich unser!
Christus, höre uns!
Christus, erhöre uns!
Gott Vater vom Himmel, erbarme dich unser!
Gott Sohn, Erlöser der Welt, erbarme dich unser!
Gott Heiliger Geist, erbarme dich unser!
Heilige Dreifaltigkeit, ein einiger Gott, erbarme dich unser!
Heilige Maria, Mutter Gottes, bitte für uns!
Heilige Maria Magdalena, bitte für uns!
Du Vorbild der Büßenden, bitte für uns!
Du brachtest Jesus deine Alabastervase voll duftenden Salböles, bitte für uns!
Du wuschest mit deinen Tränen Jesus die Füße, bitte für uns!
Du bedecktest Jesus die Füße mit Küssen heiliger Liebe, bitte für uns!
Dir wurden viele Sünden vergeben, bitte für uns!
Du wurdest aus trübem Erdenlehm umgewandelt in einen klaren Kristall, bitte für uns!
Du Edelstein, der aus dem Schmutz der Straße in das Licht der Sonne gerückt ward, bitte für uns!
Du wurdest umgeformt zu einem Gefäß der Herrlichkeit, bitte für uns!
Du schimmernde Perle, bitte für uns!
Du Flammenzeichen für Länder und Völker, bitte für uns!
Du vom Eifer der Liebe Entbrannte, bitte für uns!
Du Wohlgefallen des Herrn, bitte für uns!
Du Kleinod des Herzens Jesu, bitte für uns!
Du hast den besten Teil erwählt, bitte für uns!
Du erwirktest durch dein Bitten die Auferweckung deines Bruders Lazarus, der schon vier Tage lang im Grabe lag, bitte für uns!
Du hieltest in Treue aus beim gekreuzigten Herrn, bitte für uns!
Du starke Frau, bitte für uns!
Du bliebst beim Grabe auch nach dem Weggang der Jünger, bitte für uns!
Du warst die Erste unter den Jüngern, die den Herrn nach seiner Auferstehung sehen durfte, bitte für uns!
Dir zeichnete der Herr die Stirn mit seiner verklärten Hand, bitte für uns!
Du Apostolin der Apostel, bitte für uns!
Du lebtest von Wundern umgeben viele Jahre in schauriger Bergeseinsamkeit, bitte für uns!
Du wurdest von heiligen Englen sieben mal des Tages zu den Himmeln erhoben, bitte für uns!
Du besondere Schutzherrin des Predigerordens, bitte für uns!
Du liebreiche Fürsprecherin der reuigen Sünder, bitte für uns!
Du Braut des himmlischen Königs, bitte für uns!
Daß wir es verdienen, mit dir, große Heilige, der beseligenden Gegenwart Gottes uns ewig zu erfreuen, bitte für uns!
Lamm Gottes, du nimmst hinweg die Sünden der Welt, verschone uns, o Herr!
Lamm Gottes, du nimmst hinweg die Sünden der Welt, erhöre uns, o Herr!
Lamm Gottes, du nimsmt hinweg die Sünden der Welt, erbarme dich unser!
V. Bitte für uns, o heilige Maria Magdalena,
R. Auf daß wir würdig werden der Verheißungen Christi!
Lasset uns beten! Gewähre uns, gütigster Vater! Wie die heilige Maria Magdalena unsern Herrn Jesus Christus über alles geliebt und dadurch die Vergebung ihrer Sünden gefunden hat: so möge sie bei deiner Barmherzigkeit es uns erwirken, daß wir zur ewigen Glückseligkeit gelangen. Durch denselben Jesus Christus, unsern Herrn. Amen.


Lieder

1. Erbarmend sich von deinem Thron, * auf uns, o Gottes einz'ger Sohn, * der du beglückst nach Reu' und Schmerz, * der Magdalena büßend Herz.
2. Sie bringt dem Herrn das Herz nun dar, * das durch die Sünd' verloren war; * gereinigt glänzt in Gottes Reich * die schönste Perl' der Sonne gleich.
3. O Gott, der uns're Wunden heilt, * der wahren Büßern Gnad' erteilt, * durch Magdalenä Tränenflut * erstick in uns die Sündenglut!
4. Du Mutter, welche Gott gebar, * o führ' uns doch aus der Gefahr, * aus diesem Meer der Bitterkeit * zum Port der ew'gen Sicherheit!
5. Dir, Gott der Langmut und Geduld, * sei Dank für deine Güt' und Huld, * der du den Sündern Gnad' erzeigst * und ewige Belohnung reichst!
1. Magdalena, lehr' uns büßen, * lehr' uns wahren Reueschmerz * die du einst zu Jesu Füßen * ausgeweint dein sündig' Herz.
2. Einst warst du der Welt ergeben, * ihrem Trug und ihrer Lust, * dann erweckte neues Leben * Jesu Wort in deiner Brust.
3. Als den Heiland du gefunden * und sein mildes Wort gehört, * war der eitle Schein geschwunden, * der bis dahin dich betört.
4. Himmelsglück und Himmelsfrieden * hat dein Heiland dir verlieh'n. * Eitle Welt, sei jetzt gemieden, * du willst ihre Freuden flieh'n.
5. Büßend hast du überwunden, * was die Welt an Reiz dir bot, * und als Lohn dafür gefunden * Seligkeit bei deinem Gott.
6. Als Patronin wir dich ehren, * schauen bittend zu dir hin. * Lenk', um Gottes Ruhm zu mehren, * auch zur Buße unsern Sinn.
7. Sei Bekehrerin der Sünder * durch dein Beispiel groß und schön, * schütze uns als deine Kinder, * bis auch wir zum Himmel geh'n.
8. Magdalena, lehr' uns büßen, * lehr' uns wahren Reueschmerz, * daß auch wir zu Jesu Füßen * finden Ruh' für unser Herz.
Mit kirchlicher Druckerlaubnis
Buchdruckerei August Lax, Hildesheim

Donnerstag, September 21, 2006

Das Herz-Mariä-Skapulier - Das Grüne Skapulier

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Von Rev. Macdonald, C.Ss.R.

Wir leben im Zeitalter Mariens. Unzählige Zeichen beweisen uns, daß sie von den Gefilden des Himmels niedergekommen ist, um uns ein neues Bethlehem zu geben, einen neugeborenen Christus in den Menschenherzen. - Deutschland, Italien, Portugal und Frankreich sind besonders durch ihre gütige Gegenwart gesegnet worden. Von allen Seiten wrid in wunderbaren Beweisen ihre Gegenwart unter uns bezeugt. Maria geht über unsere Erde.
Zwar hat das Bild von heute eine dunkle Seite - das Dunkel des Tieres, des Satans. Er weiß wohl, was die Ankunft Mariens für sein Reich bedeutet. Gott allein kennt die Tätigkeit der Hölle, ihre Wut, mit der sie sich bemüht, aus der Welt ein Narrenhaus des Hasses zu machen. - Satan hatte gehofft, diese Welt zu erobern, die Seelen von den durchbohrten Händen Christi loszureißen. - Aber da kam Lourdes, dann Fatima und heute neigt sich die Gottesmutter über das Krankenlager einer siechen Welt. Jahrelang ist es Satan gelungen, die Verehrung des Unbefleckten Herzens zu verbergen. Wie gut verbarg er die Wunder von Fatima, obwohl die Macht Unserer Lieben Frau aufleuchtete am Himmel vor 50.000 Menschen.
Pater Macdonald bekam das Grüne Skapulier. Ich sehe es als meine Aufgabe, meine Schuld an Maria abzutragen durch die Verbreitung einer wahren und innigen Liebe zu ihrem Unbefleckten Herzen.
Vor sieben Jahren lag ich an einem Lungenleiden schwer krank im Hospital. Ich bekam Blutbrechen und die Ärzte entschlossen sich als Letztes zu einer Operation. Da trat eine Schwester in mein Zimmer. - "Pater, haben Sie einen großen Glauben an die Mutter Gottes, besonders an ihr Unbeflecktes Herz? Ja! Dann können Sie geheilt werden." - "Wie, Schwester?" - "Durch das Grüne Skapulier." - "Was ist das?" - Da erzählt die Schwester: "Vor vier Jahren wurde ich an Krebs operiert. Das Leiden war so weit fortgeschritten, daß nicht mehr zu helfen war, und man mich fortschickte, um zu sterben. Ich betete zu Unserer Lieben Frau vom Grünen Skapulier. Ich wartete müde auf das Sterben und - kam zurück zum Leben. Ich bin geheilt. Pater, wünschen Sie, daß ich Ihnen ein Skapulier gebe?" - "Bitte, Schwester!" - Dann legte sie mir eines um. - Ein großes Vertrauen überkam mich. Mein Zustand besserte sich. Zwei Tage später fragte man mich im Röntgenraum, wann das Blutbrechen aufgehört hätte. Als ich erwiderte, daß es ein paar Tage her sei, war großes Erstaunen. "Sie haben eine Wunde, die schon seit einem halben Jahr verheilt ist, sonst ist nichts da."
Heute sind sogar die Narben verschwunden; kein Wunder, wenn ich von einer unbezahlbaren Schuld an das Unbefleckte Herz Mariä spreche. - Seitdem habe ich alles getan, was in meiner Macht steht, um die Verehrung zu fördern. Zu meinem Erstaunen und zu meiner großen Freude haben alle, zu denen ich vom Grünen Skapulier sprach, noch mehr Eifer gezeigt als ich. - Im Mai bat ich den Rektor von St. Patrick in Toronto um die Erlaubnis, davon in den Mittwochandachten sprechen zu dürfen. Ich hatte etwa 1000 Skapuliere dabei, aber niemand glaubte, daß mehr als 30 verlangt würden. Am ersten Morgen waren bereits alle verteilt. - Den Rest des Tages war ich von allen Seiten belagert, man verlangte immer noch mehr. - Der Geist in Toronto übertrifft heute alles. 10.000 und noch mehr Marienapostel dort sind zu wenig. Mehr als 25 Priester sind in unser Kloster gekommen, um Skapuliere zu erbitten. Ich bin in den Straßen und auf der Bahn von ganz Fremden angehalten worden, die fragten, wo man dieses Skapulier bekäme. Montreal hat einen ähnlichen Eifer gezeigt. Ich bin betroffen, ich weiß keine Erklärung dafür. Sicher war der Erfolg nicht der kleinen Predigt zu verdanken, die ich hielt; ich glaube, daß die Erklärung zu suchen ist in dem kurzen Wort: "Sie will, daß ihr Herz geliebt werde." - Jene, welche am Anfang skeptisch waren, sind heute die größten Verehrer des Grünen Skapuliers. Es ist etwas Unschätzbares geworden. Gerne sprechen alle das schöne Gebet, welches wir von den Lippen Mariens lernten: "Unbeflecktes Herz Mariä, bitte für uns, jetzt und in der Stunde unseres Todes." - Troronto erfährt heute die Liebe dieses Herzens. - Viele Gunsterweise könnten aufgezählt werden. - Ein Mann, der sich Jahre hindurch geweigert hatte, einen Priester zu sehen, blieb unzugänglich auch auf dem Sterbebett. Einer seiner Angehörigen brachte das Grüne Skapulier in sein Zimmer, sprach zweimal das Gebet - und der Kranke verlangte den Priester. - Ein anderer Kranker, ein ausgesprochener Feind aller Religion, wurde beim Anblick eines Priesters schon wütend. Er bekam ein Grünes Skapulier. Elf Tage später, vom Mittagessen aufstehend, zog er sich in ein anliegendes Zimmer zurück, fiel auf die Knie, nahm sein Skapulier, küßte es und vergoß reichliche Tränen. - Er versprach, innerhalb einer Woche zum Beichten zu gehen. Doch schon am nächsten Tag empfing er die hl. Sakramente. - Ein Mädchen, das sittlich verkommen war, empfing ein Skapuleir, in einigen Tagen setzte seine Bekehrung ein. - Ein griechischer Schismatiker wurde durch das Skapulier bekehrt und auch von häßlichem Aussatz befreit. - Viele ähnliche Beispiele könnten angeführt werden. - Ich muß hinzufügen, daß die besondere Macht dieses Skapuliers in der Bekehrung der Seelen besteht. Maria will ihrem Sohne in den Herzen der Menschen eine neue Geburt geben. Obgleich auch viele Heilungen, wie die meine, erfolgt sind, wiederhole ich, Mariens größter Wunsch ist, daß ihr Sohn in den Seelen geboren werde.

EIN GESCHENK MARIENS

Das Grüne Skapulier ist wie die Wunderbare Medaille eine Gabe unserer gebenedeiten Mutter an die Töchter der Barmherzigen Liebe vom hl. Vinzenz von Paul. - Die Geschichte des Skapuliers ist die Geschichte der Schwester Justine Bisqueyburu. Früh Waise geworden, wurde sie von einem reichen Verwandten angenommen, welcher ihr sein Vermögen hinterließ. Ihr größter Freudentag war der 2. November 1839, als sie in das Noviziat der Vicentinerinnen in Paris eintrat. - Ihre Ordensschwestern können Ihnen besser als ich die Geschichte der Schwester Justine erzählen, die jedem, dem sie begegnete, Liebe und Eifer einflößte, die Vertraute des Hl. Vaters Pius IX. war in den dunklen Tagen, die seiner Einschließung in den Vatikan vorausgingen. - Sie können Ihnen sagen, welch große Anstrengungen sie machte, um ihre Identität zu verbergen; wie das Geheimnis enthüllt wurde, wie das Grüne Skapulier seinen Weg auf den Schreibtisch Pius XI. fand.
Sie werden Ihnen die Beschreibung der Gottesmutter wiederholen, wie sie in himmlischer Schönheit vor der jungen Novizin stand und immer wieder kam, bis das Skapulier gefertigt und verteilt wurde; wie sie der jungen Schwester sagte, daß das Skapulier von jedem Priester geweiht werden könne, daß es von den Personen getragen oder in der Wohnung aufbewahrt werden dürfe und die einzige Verpflichtung sei, einmal im Tag zu beten:

Unbeflecktes Herz Mariä, bitte für uns, jetzt und in der Stunde unseres Todes.

Am 28. Januar 1840, während ihrer ersten Exerzitien, wurde Schwester Justine einer himmlischen Erscheinung gewürdigt. Unsere Liebe Frau erschien ihr, gekleidet in ein langes weißes Gewand und einen blauen Mantel. Von ihrem Herzen gingen glänzende Strahlen aus. Mit der Hoheit ihrer Haltung vereinigte sich der blendende Glanz himmlischer Schönheit. Die junge Schwester von Bewunderung und Furcht ergirffen, konnte kaum einen Ausruf des Erstaunens unterdrücken. - Dieselbe Erscheinung wiederholte sich vier oder fünf mal während ihres Noviziates an den Hauptfesten der Allerseligsten Jungfrau. Diese Gunst schien keinen anderen Zweck zu haben, als in der jungen Schwester die innigste Liebe zur Unbefleckten Mutter zu mehren . - Nach der Einkleidung wurde Schwester Justine nach Blangy geschickt und kurz nach ihrer Ankunft, am 8. September, dem Geburtsfest Unserer Lieben Frau, wurde sie während des Gebetes wieder der Erscheinung der lieben Gottesmutter gewürdigt. In der rechten Hand hielt sie ihr Herz, von Flammen (der Liebe) umgeben, in der linken das Grüne Skapulier. - Eine Stimme gab der Schwester die Erklärung. Sie verstand, daß dies neue Skapulier zur Bekehrung der Ungläubigen beitragen und ihnen eine glückselige Sterbestunde erlangen würde und daß es sofort mit Vertrauen verbreitet werden solle. Aus verschiedenen Gründen verschob sich die Ausführung lange, worüber sich die Allerseligste Jungfrau in mehreren Erscheinungen zwischen 1840 und 1846 bei Schwester Justine beklagte. Nachdem die Hindernisse beseitigt waren, wurde das Skapulier verbreitet und brachte wunderbare Bekehrungen und auch körperliche Heilungen hervor. Der Gebrauch des Skapuliers wurde von der Allerseligsten Jungfrau selbst angegeben. - Es genügt, daß es von einem Priester geweiht und von dem, für den es bestimmt ist, getragen oder in der Wohnung aufbewahrt wird. - Das Gebet: Unbeflecktes Herz Mariä, bitte für uns, jetzt und in der Stunde unseres Todes, soll täglich gebetet werden von dem, der es trägt oder von dem, der es gibt. - Möge das Skapulier überall verteilt werden. Obgleich wunderbare Gnaden an dasselbe geknüpft sind, so stehen dieselben doch im Verhältnis zu dem Vertrauen, das dem Unbefleckten Herzen Mariä entgegengebracht wird, wie die Gnadenstrahlen von verschiedener Länge andeuteten, die bei der letzten Erscheinung aus den Händen der Gottesmutter hervorbrachen.
Das Grüne Skapulier, oder Herz-Mariä-Skapulier, wurde zweimal approbiert von Papst Pius IX. im Jahre 1863 und noch einmal im Jahre 1870, als er sagte: "Schreiben Sie diesen guten Schwestern, daß Ich sie bevollmächtige, es anzufertigen und zu verbreiten."

(Nach dem englischen Text "The Green Scapular")
Imprimatur: Francis P. Keough, D.D., Archbishop of Baltimore

Montag, September 18, 2006

O Unbeflecktes Herz Mariä, sei immer meine Rettung Du!

Dich grüße ich in meinen Sorgen,
Maria, liebste Mutter mein.
O laß mich ganz in Dir geborgen
und eins mit Deinem Herzen sein.
Du bist mir Zuversicht und Hoffnung;
Du gibst mir Frieden, gibst mir Ruh -
O Unbeflecktes Herz Mariä,
sei immer meine Rettung Du!

Zu Dir komm ich in allen Stunden,
in allen Kämpfen, jeder Not,
Sei Schutz und Heil für alle Wunden,
wenn Sünde mich und List bedroht,
Dir kann ich alles anvertrauen,
was mir begegnet immerzu -
O Unbeflecktes Herz Mariä,
sei immer meine Rettung Du!

Mit Dir nur will ich weitergehen
und durch die Mutterliebe Dein
die Liebe Christi mehr verstehen.
Maria, laß mich nicht allein!
Ich bitte Dich von ganzem Herzen,
ich flehe innig ohne Ruh:
O Unbeflecktes Herz Mariä,
sei immer meine Rettung Du!

Ob helle Freude füllt die Seele,
ob mich bedrückt ein tiefer Schmerz -
nur Dir ich alles anempfehle,
nur Dir schenk ich mein ganzes Herz.
Wohl nichts kann zeigen mir hienieden
den Weg zum Herrn so klar wie Du.
O Unbeflecktes Herz Mariä,
sei immer meine Rettung Du!

Du bist mein Stern, wenn's dunkelt,
Du bist des Tages Sonne mir,
Du bist der Turm, der weithin funkelt,
Du bist mein Hort, mein Schutzpanier.
Ich bin Dein Kind - Du meine Mutter.
Ich schau in allem Dir nur zu -
O Unbeflecktes Herz Mariä,
sei immer meine Rettung Du!

O lehre mich das Fiat sagen
und zu den Menschen - treu und still -
des Heilands Liebe weitertragen
mit Dir stets so, wie Gott es will!
In allem, was ich denke, rede,
in allem, was ich fortan tu -
O Unbeflecktes Herz Mariä,
sei immer meine Rettung Du!

Dir schenk ich alles, was ich habe,
Dir weihe ich mein ganzes Sein.
O nimm die kindlich kleine Gabe,
mach sie von jedem Makel rein!
Und trage sie zum Throne Gottes,
leg auch Dein Mutterwort hinzu -
O Unbeflecktes Herz Mariä,
sei immer meine Rettung Du!

Nimm hin auch alle meine Lieben!
Bewahre sie in Deiner Hut!
Laß alle Zeit sie eingeschrieben
in Deinem Herzen mild und gut!
Und wenn ich um die Seelen bange,
bring Du die Hilfe, Trost und Ruh -
O Unbeflecktes Herz Mariä,
sei immer meine Rettung Du!

Laß sühnend mich mit Dir verweilen,
anbetend vor dem höchsten Gut,
daß kranke Seelen wieder heilen,
umsonst nicht floß des Heilands Blut.
Vermittlerin von allen Gnaden,
gib meiner Schwachheit Kraft hinzu -
O Unbeflecktes Herz Mariä,
sei immer meine Rettung Du!

So nimm denn all mein Streben, Ringen,
und lasse mich mit Dir allein
das Böse in der Welt bezwingen
und Mittler Deiner Güte sein.
Bis mein Herz in Deinem jubelt
dereinst dem Herzen Jesu zu.
Dir, Herr und Gott, sei Ruhm und Ehre,
mein höchstes Glück bist ewig Du!
Amen.

Montag, September 04, 2006

Neuntägige Andacht zu Ehren des hl. Judas Thaddäus

Vorbereitungsgebet

O heiliger Judas Thaddäus, du Apostel und Blutsverwandter Jesu, Mariä und Josephs, ich grüße dich durch das heiligste Herz Jesu; durch dieses Herz lobe und danke ich Gott für alle Gnaden, die er dir erteilt hat. Durch dieses Herz bitte ich dich demütig und ergeben, blicke mitleidsvoll auf mich herab, verschmähe mein armes Gebet nicht und laß mein Vertrauen nicht zuschanden werden. Dir hat Gott die Gnade verliehen, den Notleidenden in den hoffnungslosesten Anliegen durch deine mächtige Fürbitte zu Hilfe zu kommen. O komme mir zu Hilfe, damit ich die Erbarmungen Gottes preisen kann. Mein Leben lang will ich dir dankbar sein und dein eifriger Verehrer bleiben, bis ich dir im Himmel danken kann.

Litanei zum heiligen Judas Thaddäus
(Zum Privatgebrauch)

Herr, erbarme dich unser!
Christus, erbarme dich unser!
Herr, erbarme dich unser!
Christus, höre uns! - Christus, erhöre uns!
Gott Vater im Himmel, erbarme dich unser!
Gott Heiliger Geist, erbarme dich unser!
Heiligste Dreifaltigkeit, ein einiger Gott, erbarme dich unser!
Heilige Maria, bitte für uns!
Heilige Gottesgebärerin, (* bitte für uns!)
Heilige Jungfrau aller Jungfrauen, *
Du Königin aller Heiligen, *
Heiliger Judas Thaddäus, *
Du wahrer Blutsverwandter Jesu, Mariä und Josefs, *
Du glorwürdiger Apostel, *
Du standhafter Apostel, *
Du ruhmreicher Apostel, *
Du wahrer Nachfolger Jesu, *
Du Liebhaber der heiligen Armut, *
Du Muster der Demut, *
Du Vorbild der Geduld, *
Du Lilie der Keuschheit, *
Du Flamme der göttlichen Liebe, *
Du Stern der Heiligkeit, *
Du Gefäß der göttlichen Gnade, *
Du Zeuge des Glaubens, *
Du großer Wundertäter, *
Du Schrecken der Hölle, *
Du Säule der Kirche, *
Du Tröster der Betrübten, *
Du Zuflucht der Sünder, *
Du Helfer der Notleidenden, *
Du mächtiger Fürbitter, *
Du besonderer Patron in hoffnungslosen Anliegen, *
Du liebreicher Helfer und Beschützer aller deiner Verehrer, *
Jesus Christus, erbarme dich unser,
Durch die Verdienste des heiligen Judas Thaddäus, (** wir bitten dich, erhöre uns!)
Durch seine Demut und Geduld, **
Durch seine Predigten und Lehren, **
Durch seine Wunderwerke, **
Durch seinen glorreichen Martyrertod, **
O du Lamm Gottes, das du hinwegnimmst die Sünden der Welt, verschone uns, o Herr!
O du Lamm Gottes, das du hinwegnimmst die Sünden der Welt, erhöre uns, o Herr!
O du Lamm Gottes, das du hinwegnimmst die Sünden der Welt, erbarme dich unser, o Herr!
Christus, höre uns! - Christus, erhöre uns!

Lasset uns beten!
Deine Majestät, o allmächtiger, barmherziger Gott und Heiland, flehen wir demütig an, die wir den heiligen Judas Thaddäus, deinen auserwählten Apostel und Blutsverwandten mit inniger Andacht verehren, daß wir durch seine herrlichen Verdienste und hilfreiche Fürbitte die Gnade deines göttlichen Segens empfangen mögen. Amen.

(Wie es der hl. Gertrud geoffenbart worden ist, macht es den Heiligen große Freude, wenn wir an ihrer Statt Gott loben und danken für ihre Gnaden und Vorzüge. Die hl. Gertrud sah im Himmel viele mit den Verdiensten des hl. Bernhard geziert; sie wunderte sich sehr, da doch diese Personen auf Erden nie solche Werke getan hatten; aber es wurde ihr kundgetan, daß man der Verdienste der Heiligen teilhaftig werde, wenn man für sie Gott lobt und dankt für ihre Gnaden. Darum sollen die Verehrer des hl. Judas Thaddäus die nachstehende Danksagungsandacht recht oft und mit Andacht verrichten, der Heilige wird es ihnen reichlich lohnen.)

Lob und Danksagung

O mildreichster Herr Jesus Christus, in Vereinigung mit dem unaussprechlichen himmlischen Lobe, mit welchem die allerheiligste Dreifaltigkeit sich selber lobt und welches von ihr ausfließt auf deine gebenedeite Menschheit, auf Maria, alle Engel und Heiligen, lobe, preise und benedeie ich dich und sage dir Dank für alle Gnaden und Vorzüge, die du deinem auserwählten Apostel und Blutsverwandten Judas Thaddäus verliehen hast. Ich bitte dich, du wollest mir, um seiner Verdienste willen, deine Gnade verleihen und mir auf seine Fürbitte in allen Nöten zu Hilfe kommen, besonders aber in der Todesstunde mich stärken und schützen gegen die Wut meiner Feinde. Amen. Drei Vater unser, Ave maria, Ehre sei, usw.

Das heilige Meßopfer zu Ehren des heiligen Judas Thaddäus

(Nichts bereitet den Heiligen eine größere Freude, als wenn wir zu ihrer Ehre das heilige Meßopfer darbringen. Man kann in schweren Anliegen 9 heilige Messen zu seiner Ehre lesen lassen, oder 9 heiligen Messen beiwohnen. Der hl. Anselm behauptet, "eine einzige Messe im Leben andächtig anhören, nützt mehr, als soviel hinterlassen, daß nach dem Tode tausend gelesen werden." Nach dem Tode ist nichts mehr freiwillig. Ich will eine sehr kräftige Aufopferung beifügen, welche man bei jeder hl. Messe, die man zu Ehren des hl. Apostels anhört, nach der Wandlung ein oder mehrermale andächtig beten kann.)

Aufoperung

O ewiger Vater, ich opfere dir dieses heilige Opfer auf zu deiner höchsten Verherrlichung mit solcher Liebe, Demut und Andacht, mit solcher Meinung und Stärkung, zum nämlichen Ziele wie es dir dein lieber Sohn, der ewige Hohepriester, Jesus Christus, selber aufopfert, besonders zur größeren Glorie und Freude des heiligen Judas Thaddäus, zur Danksagung für alle ihm verliehenen Gnaden und für seine Glorie, für meine zeitlichen und ewigen Bedürfnisse. Amen.

Tägliches Gebet zum heiligen Judas Thaddäus

O heiliger Judas Thaddäus, ich grüße dich durch das heiligste Herz Jesu, ich erinnere dich an jene Wonne, die dein Herz empfunden, als dich Jesus mit den andern Aposteln das heilige Vater unser lehrte; durch diese Süßigkeit bitte ich dich, erlange mir die Gnade, Jesus treu anzuhangen bis ans Ende. Vater unser usw.

Mit kirchlicher Druckbewilligung

Freitag, September 01, 2006

Gebet zum hl. Apostel Judas Thaddäus in schweren Anliegen

O heiliger Judas Thaddäus, du Verwandter Jesu Christi, du glorreicher Apostel und Martyrer, herrlich an Tugenden und Wundern, ein getreuer schneller Fürsprecher aller derjenigen, die dich ehren und auf dich vertrauen, du bist ein großer Patron und Helfer in schweren Anliegen. Deshalb komme ich zu dir und flehe zu dir aus tiefstem Herzensgrunde, komme mir zu Hilfe, mit deiner mächtigen Fürsprache; denn du hast von Gott das Vorrecht erhalten, denjenigen mit augenscheinlicher Hilfe beizustehen, welche fast an aller Hoffnung verzweifeln. Blicke herab auf mich; mein Leben ist ein Leben des Kreuzes, meine Tage sind Tage der Trübsal und mein Herz ist ein Meer von Bitterkeit. Alle meine Pfade sind mit Dornen bestreut, und kaum ein Augenblick vergeht, der nicht Zeuge meiner Tränen und Seufzer wäre; dazu kommt noch, daß mein Geist oft in düstere Gedanken versenkt ist. Unruhe, Kleinmut, Mißtrauen, ja manchmal selbst eine Art Verzweiflung wollen sich meiner Seele bemächtigen. Die Vorsehung scheint meinen Augen entschwunden und der Glaube ist wie wankend in meinem Herzen. In diese Gedanken versenkt, sehe ich mich wie von einer schwarzen Wolke umgeben. Du kannst mich nicht in dieser traurigen Lage lassen. Ich gehe nicht von dir, bis du mich erhört hast. Eile mir doch zu Hilfe. Ich will dir mein Leben lang dankbar sein, dich als meinen besonderen Patron verehren, ich will Gott für deine Gnaden danken und deineVerehrung nach Kräften befördern. Amen.

Donnerstag, August 31, 2006

Der heilige Judas Thaddäus - ein großer Helfer in schweren Anliegen

Seine Geschichte nach der Überlieferung

Der heilige Judas Thaddäus war ein Apostel und Verwandter Jesu Christi; er war nämlich der Sohn des Alphäus oder Kleophas; letzterer war ein Bruder des heiligen Joseph, des Nährvaters Jesu Christi, und ein sehr treuer Jünger des Herrn, einer von den zweien, denen unser Herr und Heiland nach seiner Auferstehung auf dem Wege von Jerusalem nach Emmaus erschienen ist und die Schrift erklärte. Kleophas wurde später wegen seines offenen und freien Bekenntnisses der Auferstehung Christi von den Juden ermordet und hat somit die Martyrerkrone erhalten. Die Mutter unseres Apostels hieß Maria Kleophä und wird im Evangelium eine Schwester der Mutter Jesu genannt, was soviel als Verwandte derselben bezeichnet. Diese stand unter dem Kreuze Jesu und war nach seinem Tode um seinen hochheiligen Leib sehr besorgt. Ihr heiliger Leib ruht zu Verulis und leuchtete durch große Wunder. Somit war der heilige Judas von mütterlicher Seite und von Seite des heiligen Joseph mit Christus verwandt. Er wurde von seinen Eltern mit größter Sorgfalt zu einem frommen und unschuldsvollen Jüngling erzogen, der mit dem göttlichen Heiland in seiner Kindheit Umgang hatte. Und daher mag es wohl kommen, daß, während von den andern Aposteln manches Tadelnswerte erzählt wird, doch beim heiligen Judas Thaddäus und seinen Brüdern keine derartigen Erwähnungen zu finden sind. Die große Demut des Heiligen leuchtet besonders aus seinen Sendschreiben hervor. Weit entfernt, sich einen Anverwandten Christi zu nennen, was er doch war, nennt er sich einen Diener Jesu Christi. Er hatte einen großen Eifer für die Lehre Jesu Christi und für das Heil der Seelen. Er predigte unter unzähligen Leiden und Verfolgungen in Judäa, Samaria, Idumäa, besonders aber in Mesopotamien, wo er, wie erzählt wird, die wilden und unbändigen Völker, welche eine Natur wie Tiere hatten, zu bessern Sitten anleitete und sie dem Glauben des Herrn unterwarf. Nach dem heiligen Paulinus hat er sogar Afrika durchwandert. Unzählige Seelen habe er vom göttlichen Eifer entflammt, auf seinen vielen Wanderungen dem Heiland zugeführt und eine große Wundermacht besessen. Dadurch steigerte sich der Haß der Ungläubigen, und er fand den Martertod, indem er mit Keulen erschlagen wurde. Sein heiliger Leib wurde nach Rom gebracht, wo er in der Peterskirche verehrt wird; Papst Paul III. verlieh durch ein Breve vom 22. September 1548 allen einen vollkommenen Ablaß, welche an seinem Feste sein Grab besuchen. Dasselbe wird gefeiert am 28. Oktober.

Ein großer Helfer in schweren Anliegen

Von den frühesten Zeiten an hat der heilige Judas Thaddäus als der Nothelfer in ganz besonders verzweifelten Anliegen gegolten, und die tausendfache Erfahrung hat es gezeigt, daß Andachten um die Fürbitte des Heiligen eine ganz auffallend wunderbare Erhörung in solchen Anliegen gefunden haben, wo nach menschlichem Ermessen jede Hoffnung ausgeschlossen schien.
Wie in den Geschichten der heiligen Brigitta, von ihr selbst aufgezeichnet, uns mitgeteilt wird, hat der göttliche Heiland sie angewiesen, sich mit großem Vertrauen an den heiligen Judas Thaddäus zu wenden, und es scheint, schreibt ein Geistesmann dazu, daß der Heiland die Ehre dieses heiligen Apostels, welche unter dem gleichlautenden Namen des Verräters gelitten hat, dadurch wieder herstellen will, daß er denjenigen, welche in äußerster Bedrängnis schmachten, öfters nur dann Hilfe zu teil werden läßt, wenn sie sich an die Fürbitte des heiligen Judas Thaddäus wenden. Ja, diejenigen, welche die Ehre dieses heiligen Apostels angreifen, sind schon empfindlich gestraft worden. Eine Frau zog durch das Los den heiligen Judas Thaddäus; er gefiel ihr nicht, warf ihn weg, wonach ihr in der Nacht der heilige Apostel mit blitzstrahlendem Antlitz erschienen sei und zu ihr gesprochen habe: So bin ich dir denn zu gering und der verachtete Judas? Die Strafe folgte auf dem Fuß, sie wurde gichtbrüchig und ein ganzes Jahr ans Bett gefesselt. Der heilige Thaddäus hat einer frommen Frau geoffenbart, Gott habe es so angeordnet, daß er seinen Gnadenbeistand denjenigen verleihen wolle, welche in verzweifelter Not und Verlassenheit ihre Zuflucht zu ihm nehmen.
Ein kirchlicher Schriftsteller bezeugt, "daß unter den Verehrern des heiligen Judas wenige gefunden werden, welche nicht in ihren Krankheiten, in den schwersten Anfechtungen, in den tiefsten bösen Gewohnheiten, ja sogar in Verzweiflung, in Ängsten und Betrübnissen, Elend, Verleumdung, Armut und selbst in Umständen, wo überhaupt keine Hilfe mehr möglich schien, eben an diesem heiligen Apostel die augenscheinliche Hilfe gefunden haben." Ein leuchtendes Beispiel zur Verehrung dieses heiligen Apostels hat uns der große heilige Bernhard von Clairvaux gegeben, welcher in seinem ganzen Leben eine Reliquie dieses heiligen Apostels hochverehrte und beim Sterben anordnete, daß man ihm dieselbe nach dem Tode auf die Brust lege und mit ins Grab gebe, damit, wie er sagte, er auch im Tode nicht ganz ohne jenen sei, an welchem er in seinem Leben einen starken Beschützer seiner Reinigkeit und einen großen Helfer in allen Anliegen gefunden habe.
Zu Sankt Märgen, im badischen Schwarzwald, ist eine Wallfahrt, zum heiligen Judas Thaddäus, eine große Kapelle mit drei Altären, welche ihm geweiht ist. Zur Sommerszeit kommen viele Pilger von nah und fern, besonders von Freiburg her. Auch Priester kommen, um daselbst das heilige Meßopfer darzubringen, um dem heiligen Apostel zu danken, oder bei ihm Hilfe zu suchen. Bevor die Kapelle restauriert war, sah man viele Votivgeschenke an den Wänden. Unter den neueren Votivtafeln sieht man Priester und Volk dem Heiligen danken für seine Hilfe. Dieses soll alle Schwerheimgesuchten mit Vertrauen zu diesem heiligen Apostel erfüllen: denn das Wunderwirkende beim Gebet ist das Vertrauen, sagt die gottselige Katharina Emmerich. Man kann auch zu Ehren dieses heiligen Apostels Novenen halten, eine oder mehrere heilige Messen lesen lassen, zu seiner Ehre fasten und andere gute Werke tun, auch seine ihm geweihten Kirchen und Kapellen besuchen.

Ein guter Rat in schweren Anliegen

Denjenigen, welche zu diesem heiligen Apostel Zuflucht nehmen, wird es von unaussprechlichem Nutzen sein, wenn sie zu seiner Ehre ein rechtes Almosen geben oder sonst ein Werk der Barmherzigkeit verrichten. Denn nichts sichert uns so sehr die Hilfe Gottes und die Fürbitte der Heiligen als Werke der Barmherzigkeit. Was für große und wunderbare Gnaden erfleht nicht der heilige Antonius, wenn sie ihm Brot für die Armen versprechen; selig sind die Barmherzigen, denn sie werden Barmherzigkeit erlangen. Mit dem Maße, mit dem ihr ausmesset, wird euch eingemessen werden. Die größte Wirksamkeit, um etwas von Gott zu erflehen, hat das Gebet, wenn ihm Werke der Barmherzigkeit zu Hilfe kommen, sagt der heilige Leo. Der heilige Gregor von Nazianz schreibt: "Die Barmherzigen haben den Schlüssel zu den Gnadenschätzen Gottes." Lèfre, ein frommer Priester, sagt: Es sind alle Gattungen von Menschen zu mir gekommen, in den verzweiflungsvollsten Lagen; oft haben alle Mittel fehl geschlagen, sie aufzurichten, bis ich Ihnen gesagt: "Übet Barmherzigkeit!" Und wenn sie diese Mahnung befolgten, wurde ihnen geholfen. Den Barmherzigen hilft Gott in jeder Not. Diesen Lohn verheißt die Heilige Schrift bei Isaias: "Wenn du aufschließest dem Hungrigen dein Herz und eine bekümmerte Seele sättigest, so wird aufstrahlen in Fisnternis dein Licht und wird dein Dunkel dem Mittag gleich sein 8 Is. 58, 10); das heißt mit andern Worten: Wenn der barmherzige Mensch in Not und Drangsale gerät, so daß von keiner Seite ein Strahl des Lichtes oder der geringsten Hoffnung erscheint, dann wird er von Gott heimgesucht und getröstet, so daß die Finsternis seiner Drangsale plötzlich ins Licht des Glückes sich verwandelt und in hellen Mittag. Sehr oft sind unsere Leiden heilsame Strafen für unsere Sünden, wenn wir jedoch Gott durch Almosen versöhnen, so nimmt er diese Strafen hinweg oder lindert sie wenigstens.
Wohl kein Liebeswerk wird in der Heiligen Schrift mehr gepriesen und eindringlicher empfohlen als das Almosengeben. Das Almosengeben gehört zu jenen Werken, welche am besten geeignet sind, der göttlichen Gerechtigkeit Genugtuung zu leisten. Ein Engel vom Himmel sagte einstens, daß Almosen vom Tode rette, die Sünde tilge und uns Gnade bei Gott erwirke (Tob. 12,9). Der Heilige Geist bestätigt diesen Ausspruch des Engels, indem er spricht: "Das Almosen vernichtet die Sünden, wie das Wasser das Feuer löscht." (Eccl. 3, 32.) "Öffnet den Armen eure Hand, damit euer Sühnopfer vollkommen sei." Der heilige Petrus sagt, die Barmherzigkeit sei ein Vorhang, der über unsere Sünden gezogen wird. Der göttliche Heiland spricht im Evangelium: "Gebet Almosen, und siehe, alles ist rein für euch." (Luk. 11. 41.) Als der Prophet Daniel dem gottlosen König von Babylon die Strafgerichte verkündete, gab er ihm den Rat, seine Sünden durch Almosen und Werke der Barmherzigkeit zu büßen. Ein Geisteslehrer schreibt: "Wenn die Armen nicht wären, würden nicht so viele und schwere Sünden verziehen werden. Die Armen sind Ärzte für unsere Seelenwunden. Wir könnnen den Armen niemals so viel geben, als wir von ihnen empfangen, denn für das Stück Brot, das wir ihnen reichen, stellen sie uns eine Eintrittskarte für den Himmel aus." "Gib den Armen und empfange das Paradies", sagt der heilige Methodius. Darum müssen wir die Armen lieben. Hören wir den heiligen Vinzenz von Paul: "Wer vermag die große Liebe des Sohnes Gottes zu den Armen zu ermessen! Er selbst wählte den Stand der Armut, er wollte der Vater der Armen sein und erklärte ausdrücklich, daß er alles, was man seinen Armen tun werde, so ansehe, als sei es ihm selbst getan. Es geziemt sich also, die Armen mit besonderer Liebe zu lieben, indem wir Christus in ihnen erblicken und sie so hoch achten, als Christus sie achtet."
Wir sind alle Bettler vor Gott. Alles, was wir besitzen, ist ein Almosen, das wir von Gott empfangen haben, und glücklich sind wir, wenn uns Gott als seine Bettler anerkennt, denn dann bekommen wir mehr. "Damit aber Gott seine Bettler anerkennt" sagt der heilige Augustin, müssen wir die unsrigen anerkennen, d. h. Werke der Barmherzigkeit üben." Eine der herrlichsten Vollkommenheiten Gottes ist seine unendliche Barmherzigkeit; wenn nun diese erhabene Tugend der Barmherzigkeit eine Seele schmückt, so wacht Gott über sie wie eine Mutter; er schickt ihr wenn es notwendig ist, Legionen seiner Engel zu Hilfe und gewährt ihr Gnade in Hülle und Fülle. Der unendlich barmherzige Gott liebt alle, welche er mit dem Mantel der Barmherzigkeit geschmückt sieht; in diesen erblickt er seine rechtmäßigen Kinder und Geschöpfe, die ihm ähnlich sind. Es ist etwas Großes und Herrliches, Gott in seiner unendlichen Barmherzigkeit ähnlich zu sein. Daher kommt es, daß barmherzige Menschen oft einen so guten Tod haben, auch wenn es große Sünder waren. Es ist eine von vielen Heiligen und Gelehrten ausgesprochene Erfahrung, daß Sünder, welche gern Almosen geben, nicht unbußfertig aus diesem Leben scheiden. Ein Heiliger sagt: "Nie habe ich einen barmherzigen Menschen mit einem bösen Tod endigen sehen." Viele würden vor Verzweiflung und Selbstmord bewahrt bleiben, wenn sie Werke der Barmherzigkeit verrichten würden. Der schon erwähnte Priester Lèfre forderte einmal in einer Abendpredigt den unglücklichsten seiner Zuhörer auf, ein Werk der Barmherzigkeit zu verrichten mit der Verheißung, Gott werde helfen; am andern Morgen kam ein großer Herr zu ihm und sprach: "Ich bin gestern Abend der Unglücklichste gewesen in Ihrer Predigt (dann zeigte er ihm den Strick, den erbei sich hatte, um seinem Leben ein Ende zu machen), ich folgte ihrem Rate und warf jene Geldrolle in den Teller der Armen, und ich fühlte mich wie umgewandelt; jetzt will ich aber beichten, dann werde ich wieder glücklich werden." O wie viele Reiche gibt es, die sehr unglücklich sind, trotz ihres Reichtums! Diese sollen reichlich Almosen geben, dann werden sie glücklich werden, aber keine Almosen, wo der Geiz daranhängt.
Die allerseligste Jungfrau, die ja so mächtig ist, kann die Unbarmherzigen nicht retten. Die heilige Brigitta flehte einmal zur Mutter Gottes sehr anhaltend für einen sterbenden Sünder, aber er ging verloren; da fragte sie die seligste Jungfrau, warum sie diese Seele nicht gerett habe, und erhielt zurAntwort: "Ich habe in ihrem Leben nichts gefunden, das ich hätte Gott darbringen können." Legen wir die Werke der Barmherigkeit in die Hände Mariens, und sie wird uns die wunderbasten Gnaden erflehen. Wer Barmherzigkeit säet, erntet Wunder. Man gebe sich Mühe, daß sterbende Sünder ein Werk der Barmherzigkeit zu Ehren Mariä verrichten, und wunderbarste Bekehrung kann oft stattfinden. Unzählige Seelen würden so noch gertettet werden. Am letzten Gerichtstage wird der Heiland die Barmherzigen gnädig richten. Er sagte einmal zur heiligen Katharina von Siena, dort werde er kein Werk der Barmherzigkeit verborgen halten. Ein Gericht ohne Barmherzigkeit wird über den ergehen, der keine Barmherzigkeit geübt hat. Wie die Heiligen lehrten, ist sie die große Befreierin der Seelen von der Hölle. Ganz besonders ist das Missionsalmosen zu emfehlen und Gott sehr wohlgefällig, weil es die Rettung der Seelen in sich schließt. Papst Leo XIII. hat sehr zu diesem Almosen aufgefordert. Mit Vorliebe sollen wir jenen Missionshäusern zu Hilfe kommen, welche Jünglinge zu Priestern und Missionären heranbilden. Kardinal Manning sagt: Unter allen Gott dem Herrn wohlgefälligen Werken ist das beste die Erziehung und Bildung eines Priesters, dieses göttlichen Instrumentes für eine Menge von Seelen." Auch lehrt es die Erfahrung, welch' große Gnaden Gott denen gewährt, welche den armen Seelen zu Hilfe kommen. Die seligste Jungfrau selbst hat in einer Erscheinung dem Pater Alphons von Corteste den Rat erteilt, in schweren Versuchungen den Armen Seelen zu Hilfe zu kommen, um frei zu werden. Zeitliches und ewiges Glück ist in unsere Hände gelegt, wenn wir barmherzig sind.

Freitag, August 25, 2006

Ablaß-Gebet zum hl. Apostel Judas Thaddäus

(Eignet sich auch für eine Novene)
"Er wird uns immer helfen, wenn wir ihn immer anrufen!" (St. Klemens
Maria Hofbauer.)


Glorreicher heiliger Judas Thaddäus, um jener erhabenen Vorzüge willen, die dich so sehr adelten in deinem Leben, die Verwandtschaft mit unserm Herrn Jesus Christus und das Apostolat, um jener Glorie willen, die du jetzt im Himmel genießest als Sohn deiner Mühen und deines Martertums, erlange uns vom Geber jeden guten Gabe alle die geistlichen und zeitlichen Gnaden, die wir bedürfen, um von jenen göttlichen Lehren heilsamen Gebrauch zu machen, welche du uns in deinem Briefe hinterlassen hast. Ja erwirke es uns, daß wir das Gebäude der Vollkommenheit auf dem Fundament des Glaubens errichten durch eifriges Gebet und die Hilfe der Gnade des hl. Geistes, daß wir uns treu und standhaft erhalten in der Liebe Gottes, im Vertrauen auf die göttliche Barmherzigkeit für das ewige Leben, daß wir mit jedem zweckmäßigen Mitel darnach streben, den Irrenden zu helfen, um so den Ruhm, die Majestät, die Herrschaft und Macht dessen zu verherrlichen, der uns vor der Sünde bewahren, rein erhalten und mit Freude erfüllen kann bei der Ankunft unseres Herrn und Heilandes Jesus Christus. Amen.

Ablaß: 300 Tage, einmal täglich. (Pius X. 17. Aug. 1908.)
Drei Ave Maria.
In aller Trübsal, Angst und Not!
Komm uns zu Hilfe, o heiliger Judas Thaddäus!

Imprimatur. Fuldae, 22. August 1917. Arenhold, Vic. gen.

Gebet des Hl. Franziskus zur Allerseligsten Jungfrau

Gegrüßt seist Du, hehre Herrin, heiligste Königin, Mutter Gottes, Maria! Du wurdest erwählt vom himmlischen Vater, der Dich weihte mit seinem heiligsten geliebten Sohn und dem Hl. Geist, um Jungfrau zu sein in Ewigkeit. In Dir ist und war immer die Fülle der Gnaden und jegliches Heil. Gegrüßt, Du Tempel, Du Tabernakel, Du Wohnung, Du Kleidung des Allerhöchsten. Gegrüßt, Du Tochter und Magd des himmlischen Vaters und Königs. - Du Mutter unseres heiligsten Herrn Jesus Christus. Du Braut des Heiligen Geistes! Heiliger Erzengel Michael, und alle Engel des Himmels und alle Heiligen, bittet für uns Deinen geliebten Sohn, unseren Herrn und Meister, der mit dem Vater und dem Hl. Geist lebt und regiert in Ewigkeit. Amen.

Wir gewähren 200 Tage Ablaß. - Bonav. Card. Cerretti, Päpstl. Delegat der Basilika - Santa Maria degli Angeli - Umbria, Italia