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Freitag, Oktober 21, 2011

Heilig-Blut-Litanei

HEILIG-BLUT-RELIQUIAR
seit 925 auf der Insel Reichenau, in barocker Fassung von 1738/46.
Foto und Druck: Beuroner Kunstverlag, D-88631 Beuron.
Herr, erbarme Dich - Herr, erbarme Dich.
Christus, erbarme Dich - Christus, erbarme Dich.
Herr, erbarme Dich - Herr, erbarme Dich.
Christus, höre uns - Christus, erhöre uns.
Gott Vater im Himmel - erbarme Dich unser.
Gott Sohn, Erlöser der Welt -
Gott Heiliger Geist -
Heiliger dreifaltiger Gott -

O heiliges Blut Christi - reinige uns.
O edles Blut Christi -
O gebenedeites Blut Christi -
O unschuldiges Blut Christi -
O verdienstliches Blut Christi -
O gnadenreiches Blut Christi -
O seligmachendes Blut Christi -

Sei uns gnädig - verschone uns, o Jesus.
Sie uns gnädig - erhöre uns, o Jesus.

Von allem Bösen - erlöse uns, o Jesus.
Von den Versuchungen durch den Teufel -
Von allen Sünden -
Von den wohlverdienten Strafen -
Von Hunger, Krieg und Krankheit -
Von einem plötzlichen Tode -
Von der ewigen Verdammnis -

Durch Dein heiliges Blut, das Du am Ölberg vergossen hast -
- das Du bei Deiner schmerzlichen Geißelung vergossen hast -
- das Du bei Deiner Dornenkrönung vergossen hast -
- das Du bei Deiner Kreuztragung vergossen hast -
- das Du bei Deiner Annagelung vergossen hast -
- das Du am heiligen Kreuz vergossen hast -
- das Du bei der Durchbohrung Deines Herzens vergossen hast -

Durch all Dein heiliges Blut, das Du aus unendlicher Liebe für uns vergossen hast -
Durch Dein heiliges Blut, das täglich in der heiligen Messe aufgeopfert wird -

Wir armen Sünder - wir bitten Dich, erhöre uns.
Dass Dein heiliges Blut für uns um Barmherzigkeit rufe -
- uns nicht verloren gehe -
- uns von aller Schuld befreie -
- uns zu wahrer Buße führe -
- uns zu Deinem heiligen Dienst und Lob erhalte -
- uns im wahren Glauben befestige -
- uns in der Hoffnung zukünftiger Glorie stärke -
- uns zur Gegenliebe ermuntere -

Dass Dein heiliges Fleisch und Blut uns in unserer Sterbestunde zur Wegzehrung in die Ewigkeit zuteil werde -
Dass Dein heiliges Blut uns zum ewigen Leben bezeichne -
Lamm Gottes, Du nimmst hinweg die Sünde der Welt - verschone uns, o Jesus.
- erhöre uns, o Jesus.
- erbarme Dich unser, o Jesus.
Christus Jesus, höre uns - Christus Jesus, erhöre uns.

  1. O Christi Wunden rot,
    Hilf' in der letzten Not,
    mein Trost im bittern Tod.
  2. Bei euch, wann's Herz schon bricht,
    der Mund auch nicht mehr spricht,
    stirbt doch die Seele nicht.
  3. O Füße, Hände, Seit',
    mein Trost im letzten Streit.
     
  4. Pfand meiner Seligkeit.
  1. O mein Heiland, welche Pein / hast am Kreuze Du erduldet; / für uns Sünder trat'st Du ein, / littest das, was wir verschuldet.
  2. Deinen letzten Tropfen Blut / seh' ich auf die Erde rinnen: / Heiland, es geschah für uns, / uns den Himmel zu gewinnen.
  3. Welches Menschen Herz vermag / solche Liebe zu ermessen? 7 Deines bitt'ren Leidens Qual, / wer vermag sie zu vergessen?
  4. Unsre Schuld hast Du getilgt, / Allen steht der Himmel offen. / Dass er unser Anteil sei, / lass uns glauben, lieben, hoffen.
WER CHRISTI BLVET EIFRIG EHRT, WIRDT VON GOTTES LAMB GWIS ERHÖRT
EXPERTO F. A. K. D. CREDE - EX VOTO

Mittwoch, September 19, 2007

Der heiliger Michael, der erste Verteidiger des Königtums Christi

Archangel MichaelO glorreicher Fürst der himmlischen Heerscharen, heiliger Erzengel Michael, schlage heute mit dem Heer der heiligen Engel die Schlachten des Herrn, wie du gegen Luzifer und die abtrünnigen Engel siegreich gekämpft hast!
O unbesiegter Fürst, eile dem Volke Gottes zu Hilfe gegen den Ansturm der verworfenen Geister und verleihe uns den Sieg! Bringe vor das Angesicht des Allerhöchsten unsere Gebete, auf dass die Erbarmungen des Herrn uns bald zuvorkommen! Bemächtige dich des Drachen, der alten Schlange, die der Teufel und Satan ist, und stoße ihn gefesselt in den Abgrund zurück, damit er nicht mehr die Völker verführe! Amen. (Papst Leo XIII.)

Maria, Königin vom Siege

Heere Königin des Himmels, Herrin der Engel, du hast von Gott die Macht und die Sendung erhalten, den Kopf Satans zu zertreten, wir bitten dich demütig, sende die himmlischen Heerscharen, damit sie unter deinem Befehl die höllischen Geister verfolgen, sie überall bekämpfen, ihre Verwegenheit zuschanden machen und sie in den Abgrund der Hölle hinabschleudern!
Wer ist wie Gott?
O gute und zärtliche Mutter, du wirst immer unsere Liebe und unsere Hoffnung sein!
O heere Mutter, sende die heiligen Engel, dass sie mich beschützen und weit von mir treiben den grausamen Feind!
Heilige Engel und Erzengel, verteidigt uns, beschützet uns! (500 Tage Ablass (345))

Blut Christi, rette uns!

Ewiger Vater, erweise uns Barmherzigkeit um des Blutes Deines eingeborenen Sohnes willen! Erweise uns Barmherzigkeit, wir beschwören Dich darum!
Starker Gott, heiliger Gott, unsterblicher Gott, habe Mitleid mit uns und mit der ganzen Welt!
Jesus, göttlicher Erlöser, sei uns barmherzig!
Barmherzigkeit für uns und für die ganze Welt!
Gnade und Barmherzigkeit, mein Jesus! Barmherzigkeit, mein Jesus, in der gegenwärtigen Not!
Bedecke uns mit Deinem kostbaren Blut! Mein Jesus, Barmherzigkeit!

Gegen den Abfall vom Glauben

Jesus, unser Heiland und Erlöser, Sohn des lebendigen Gottes, wir knien hier vor Dir, wir leisten Dir Abbitte und wollen Dir Ersatz bieten für alle Lästerungen Deines heiligen Namens, für alle Unbilden, die Dir im Heiligsten Sakrament zugefügt werden, für alle Verunehrungen Deiner unbefleckten, jungfräulichen Mutter, für alle Verleumdungen und Schmähungen Deiner Braut, der heiligen römisch-katholischen Kirche.
Jesus, Du hast gesagt: "Um was ihr den Vater in Meinem Namen bitten werdet, das wird Er euch geben." Wir bitten und flehen für unsere Brüder, die in Gefahr zur Sünde sind: Bewahre sie vor den Lockungen zum Abfall vom wahren Glauben; rette, die schon am Rande des Abgrundes stehen; gib allen Licht und Erkenntnis der Wahrheit, Mut und Kraft zum Kampf wider das Böse, Beharrlichkeit im Glauben und eine werktätige Liebe! Darum bitten wir in Deinem Namen, gütiger Jesus, Gott den Vater. Mit ihm lebst und herrschest Du in der Einheit des Heiligen Geistes von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

500 Tage Ablass einmal am Tag. Vollkommener Ablass unter den gewöhnlichen Bedingungen, wenn man das Gebet einen ganzen Monat lang jeden Tag betet. (100)

Mit kirchlicher Druckerlaubnis. Druckerei des Johannesbundes, Leutesdorf am Rhein

Freitag, Juni 29, 2007

Psalmen aus dem Festoffizium vom kostbaren Blute (2)

Psalm 63: Das kostbare Blut unsere Zuflucht vor den Feinden unserer Seele

  1. Höre, o Gott, meine Stimme, ich klage Dir meine Not:

  2. vor Feindesschrecken bewahre mein Leben.

  3. Schütze mich vor dem Bund der Bösen, vor dem Wüten der Übeltäter,

  4. die ihre Zunge schärfen gleich einem Schwert, giftige Worte wie Pfeile schnellen;

  5. die aus dem Hinterhalt den Schuldlosen treffen, unvermutet ihn treffen und niemand scheun.

  6. Entschlossen sind sie zu bösem Werk, beraten sich, wie sie heimlich die Schlinge legen; rühmen sich. "Niemand wird uns sehn".

  7. Verbrechen denken sie aus; die sie erdacht, ihre Pläne, verbergen sie, ein Abgrund ist eines jeden Sinn und Herz.

  8. Gott aber trifft sie mit seinen Pfeilen, plötzlich sind sie mit Wunden geschlagen.

  9. Unheil bringt über sie ihre eigene Zunge; alle, welche sie sehen, schütteln das Haupt.

  10. Jedermann schaudert, rühmt Gottes Tun und wägt im Herzen, was Er gefügt.

  11. Der Redliche freut sich im Herrn, er nimmt seine Zuflucht bei Ihm, und alle gerechten Herzen dürfen sich rühmen.

Psalm 73: Das kostbare Blut unsere Sühne und unser Fürsprecher in aller Bedrängnis.



  1. Gott, warum hast Du uns so ganz verstoßen? Warum entbrennt Dein Zorn gegen die Herde Deiner Flur?

  2. Gedenke Deiner Gemeinde, die Du vor Alters begründet, des Volkes, das Du zum Eigentum Dir erkauft, des Sion, auf welchem Du Deinen Thron errichtet hast.

  3. Lenke den Schritt zu den ewigen Trümmern; alles haben die Feinde verwüstet im Heiligtum!

  4. Der Widersacher Gebrüll ist am Ort Deiner Feier erschallt, und ihre Zeichen haben sie aufgerichtet als Siegesmale.

  5. Wie solche waren sie, die im dichten Wald ihre Äxte schwingen;

  6. mit Hammer und Beil zerschlugen sie all seine Tore.

  7. Sie übergaben den Flammen Dein Heiligtum, und schändeten bis auf den Grund Deines Namens Wohnung.

  8. Sie sprachen in ihrem Herzen. "wir wollen sie alle vernichten; zu Boden brennen die heiligen Stätten Gottes im Land!"

  9. Wir sehen unsere Zeichen nicht mehr, ein Prophet ist nirgends, und keiner unter uns weiß, wie lange noch?

  10. Wie lange darf der Feind noch schmähen, o Gott? Darf der Widersacher in Ewigkeit Deinen Namen lästern?

  11. Warum ziehest Du Deine Hand von uns ab, hältst Deine Rechte in Deinem Busen zurück?

  12. Und doch ist Gott mein König von altersher, der Taten des Heils vollbringt inmitten des Landes.

  13. Mit Deiner Macht hast Du das Meer zerspalten, in den Wassern die Häupter der Drachen zermalmt.

  14. Leviathans Häupter hast Du zerschmettert, ihn zur Speise gegeben den Ungeheuern der See.

  15. Hast Quellen und Bäche aus der Erde geschlagen und immerfließende Ströme versiegen lassen.

  16. Der Tag ist Dein, und Dein ist die Nacht, dem Mond und der Sonne hast du die Orte gewiesen.

  17. Du hast der Erde all ihre Grenzen gesetzt, hast Sommer und Winter werden lassen.

  18. Gedenke, Herr: der Feind hat Dir Schmach getan. Ein Volk ohne Einsicht hat Deinen Namen gelästert.

  19. Gib Deine Taube nicht dem Geier preis, und Deiner Armen Leben laß nicht für immer vergessen sein.

  20. Blicke auf Deinen Bund: voll von Gewalt sind Winkel und Felder des Landes.

  21. Laß nicht beschämt den Wehrlosen von Dir gehen, preisen sollen der Arme und Machtlose Deinen Namen.

  22. Erhebe Dich, Gott, und führ Deine Sache; gedenke der Schmach, die der Mann ohne Einsicht Dir täglich tut.

  23. Vergiß nicht das Wutgeschrei Deiner Feinde, dringt doch der Sturm der Empörer noch immer zu Dir hinauf.

Psalm 87: Das kostbare Blut selbst in ein Meer von Leid versenkt, richtet auf die Trostlosen und Vezweifelten.



  1. Herr, mein Gott, ich rufe den Tag hindurch,

  2. und in den Nächten klag ich vor Dir.

  3. Laß mein Gebet zu Dir gelangen, neig meinem Rufen Dein Ohr.

  4. Mit Leiden ist meine Seele gesättigt, mein Leben naht sich dem Totenreich.

  5. Schon zähl ich zu jenen, die in die Grube steigen, und wie ein Mann der Schatten bin ich geworden.

  6. Unter den Toten ist mir das Lager bereitet, wie den Gefallnen, welche im Grabe liegen, deren Du nicht mehr gedenkst, die keinen Teil mehr an Deiner Sorge haben.

  7. Du hast mich in die Tiefe des Abgrunds versenkt, hinab in den finsteren Schlund.

  8. Dein Grimm lastet auf mir, all Deine Fluten lässest Du niederstürzen auf mich.

  9. Du hast meine Freunde von mir getrennt, und mich ihnen zum Abscheu gemacht; ich bin im Kerker und kann nicht hinaus.

  10. Mir werden vor Elend die Augen blind; an jedem Tage, o Herr, ruf ich zu Dir, strecke zu Dir meine Hände aus.

  11. Willst Du vielleicht an den Toten Wunder tun? Sollen die Schatten erstehn und Dein Lob verkünden?

  12. Soll man im Grab von Deiner Güte erzählen, von Deiner Treue im Totenreich?

  13. Sollen der Finsternis Deine Wunder offenbar werden, und dem Land des Vergessens Deine Gnade?

  14. So ruf ich den, Herr, zu Dir, am frühen Morgen kommt mein Gebet vor Dich.

  15. Warum doch stößt Du, o Herr, meine Seele zurück? Warum verbirgst Du vor mir Dein Angesicht?

  16. Ich bin voll Elend, vom Tode bedroht seit Kindesjahren; ich hab Deine Schrecken getragen, und meine Kraft schwand hin.

  17. Die Gluten Deines Zorns sind über mich hingegangen; vernichtet haben mich Deine Schrecken.

  18. Immer umgeben sie mich wie Wassers Flut, dringen alle rings auf mich ein.

  19. Du hast mir den Freund und Vertrauten genommen und Hausgenosse ist mir die Finsternis.

Psalm 93: Das kostbare Blut bei allem Wüten der Gottlosen unsere Zuversicht.



  1. Gott der Vergeltung, Herr, Gott der Vergeltung, erscheine!

  2. Erhebe Dich, Richter der Erde, und gib den Stolzen, was sie verdienen.

  3. Wie lang noch sollen die Gottlosen, Herr, wie lange die Frevler sich rühmen?

  4. Wie lang sollen geifern, vermessen reden und übermütig sich brüsten, die Ruchloses tun?

  5. Dein Volk zertreten sie, Herr, Dein Erbe bedrücken sie.

  6. Witwe und Fremdling verderben sie, nehmen den Waisen das Leben,

  7. und sprechen dabei: "der Herr sieht's nicht, nichts merkt Israels Gott!"

  8. Versteht doch, ihr Toren im Volk; ihr Unvernünftigen, kommt ihr denn nicht zur Erkenntnis?

  9. Er, der das Ohr gepflanzt hat, sollte nicht hören? Oder nicht sehn, der das Auge gebildet?

  10. Er, der die Völker belehrt, sollte nicht strafen können, der den Menschen Erkenntnis verleiht?

  11. Wahrlich, der Herr kennt der Menschen Gedanken; nichtig sind sie.

  12. Selig der Mann, den Du belehrest, o Herr, ihn unterweisest in Deinem Gesetz,

  13. daß er Ruhe finde in schlimmen Tagen, bis dem Frevler die Grube gegraben wird.

  14. Der Herr verstößt nicht sein Volk, sein Erbe verläßt Er nicht;

  15. nein, zur Gerechtigkeit kehren die Richter zurück, und alle redlichen Herzen folgen ihr nach.

  16. Wer erhebt sich für mich gegen die Übeltäter, steht für mich wider jene, die Ruchloses tun?

  17. Hülfe der Herr mir nicht, bald würd' meine Seele am Orte des Schweigens wohnen.

  18. Doch wenn ich denke: "es wankt mein Fuß", stützt mich, o Herr, Deine Gnade.

  19. Wenn die Ängste in meinem Herzen sich mehren, macht Dein Trost meine Seele froh.

  20. Kann das Gericht des Unrechts Gemeinschaft haben mit Dir, das unter dem Schein des Gesetzes Plagen schafft?

  21. Mögen sie nur des Gerechten Seele bedrängen, schuldig sprechen schuldloses Blut;

  22. ganz gewiß ist der Herr mir ein Schutz, Fels der Zuflucht ist mir mein Gott.

  23. Ihre Untat vergilt Er ihnen, durch ihre eigne Bosheit verdirbt Er sie; ja, es verdirbt sie der Herr, unser Gott.

Samstag, Juni 23, 2007

Psalmen aus dem Festoffizium vom kostbaren Blute (1)

Zum Bild: die Königin des Kostbaren Blutes - the Queen of the Most Precious Blood

Psalm 2: Das kostbare Blut ist das Blut Christkönigs, von Gott eingesetzt. Seine Würde, seine Macht, seine Feinde.

  1. Was toben die Heiden und was ersinnen die Völker nichtige Pläne?

  2. Die Herrscher der Erde erheben sich, die Fürsten tun sich zusammen wider den Herrn und seinen Gesalbten:

  3. "Wir wollen ihre Fesseln zerreißen, und ihre Schlingen von uns werfen!"

  4. Er aber lacht, der in den Himmeln wohnt; es spottet ihrer der Herr.

  5. Dann spricht Er zu ihnen in seinem Zorn, in seinem Grimme verstört Er sie:

  6. "Ich habe Meinen König gesetzt über den Sion, Meinen heiligen Berg!"

  7. So künde ich denn die Satzung des Herrn. Der Herr hat zu mir gesprochen: "Mein Sohn bist du. Ich habe dich heute gezeugt.

  8. Fordere von mir, und Ich gebe die Völker dir zum Erbe, die Grenzen der Erde dir zum Besitz.

  9. Mit eisernem Stabe regierst du sie, schlägst sie in Scherben wie Töpfergeschirr."

  10. Ihr Könige, nehmt also Einsicht an; laßt euch belehren, die ihr die Erde lenkt.

  11. Dienet dem Herr in Furcht und frohlocket Ihm,

  12. bebend huldiget Ihm; daß Er nicht zürne, und ihr auf eurem Wege verderbet, wenn sein Zorn jählings entbrennt. Selig alle, welche zu Ihm ihre Zuflucht nehmen!

Psalm 3: In aller Not und Trübsal vertraue auf das kostbare Blut.

  1. Herr, wie sind ihrer viele, die mich bedrängen.

  2. Viele, die feindlich sich gegen mich erheben!

  3. Viele, die von mir sagen: "Heil ist in Gott nicht mehr für ihn"!

  4. Und dennoch bist Du, o Herr, mein Schild, bist meine Ehre, richtest mein Haupt empor!

  5. Ich habe mit meiner Stimme zum Herrn gerufen, Er hat mich von seinem heiligen Berge erhört.

  6. Ich lege mich nieder, und schlafe ein, und steh wieder auf, weil der Herr mich hält.

  7. Ich fürchte nicht tausendzähliges Volk, wenn es mich feindlich umringt.

  8. Erhebe Dich, Herr, errette mich, Du mein Gott! Immer noch hast Du allen das Antlitz zerschlagen, welche sich je gegen mich gestellt, hast den Bösen die Zähne zerschmettert.

  9. Beim Herrn ist das Heil: Dein Segen komme über Dein Volk!


Psalm 15: Das kostbare Blut unsere Würde, unsere Freude, unser Trost, unsere Hilfe.

  1. Bewahre mich, Gott, ich flüchte zu Dir.

  2. Ich spreche zum Herrn. "Mein Herr bist Du. Nirgends ist Glück für mich, als nur mit Dir!"

  3. Wie herrlich hat Er erfüllt, was ich für die Frommen in seinem Lande ersehnt!

  4. Leid über Leiden bürden sich auf, die fremden Göttern folgen. Das Blut iher Opfer werd ich nicht spenden, noch ihre Namen auf meine Lippen nehmen.

  5. Der Herr ist mein Erbe und Kelch: Du hältst meine Lose in Deiner Hand.

  6. Auf liebliches Land ist mir die Meßschnur gefallen, und meines Erbes bin ich überaus froh.

  7. Ich preise den Herrn, daß Er mich beraten, daß auch zur Nacht mein Herz mich ermahnt.

  8. Ich halte mir immer den Herrn vor Augen; Er steht mir zur Rechten, so wanke ich nicht.

  9. Des freut sich mein Herz, meine Seele frohlockt, und ohne Sorgen ruht auch mein Leib.

  10. Du läßt meine Seele nicht in der Unterwelt und duldest nicht, daß Dein Frommer Verwesung schaue.

  11. Du zeigst mir den Weg zum Leben, und Fülle der Freuden bei Dir, und Wonne zu Deiner Rechten für alle Zeit.

Psalm 22: Die Gnadenfülle des kostbare Blutes, der gute Hirt unserer Seele.
  1. Der Herr ist mein Hirt, nichts kann mir fehlen;

  2. Er läßt mich rasten auf grüner Au. Er führt mich zur Ruh an lebendige Wasser

  3. gewährt meiner Seele Erquickung. Auf rechten Wegen leitet Er mich, um seines Namens willen.

  4. Und müßte ich gehn in dunkler Schlucht, ich fürchte kein Unheil: du bist bei mir. Dein Stock und Dein Stab, sie geben mir Zuversicht.

  5. Den Tisch bereitest Du mir ins Angesicht denen, die mich bedrängen. Du salbest mit Öl mein Haupt, und übervoll ist mein Becher.

  6. Die Huld und die Gnade gehen mir nach durch all meines Lebens Tage, und wohnen darf ich im Hause des Herrn durch lange und lange Zeit.

Psalm 29: Preis und Dank für die verzeihende Huld des kosbaren Blutes.
  1. Preisen will ich dich Herr, denn Du hast mich befreit,

  2. hast meinen Feinden keinen Triumph über mich gewährt.

  3. Herr, mein Gott, ich rief zu Dir, und Du hast mich geheilt.

  4. Herr, Du hast aus der Unterwelt meine Seele herausgeführt, mich gerettet aus denen, welche zur Grube fahren.

  5. Singet dem Herrn, ihr seine Frommen, dankt seinem heiligen Namen.

  6. Denn einen Augenblick nur währet sein Zorn, doch seine Güte ein Leben lang. Abends kehren die Tränen ein, Jubel aber am Morgen.

  7. In meiner Sicherheit hatt' ich bei mir gesprochen. "Ewig wanke ich nicht!"

  8. Doch Deine Huld allein, o Herr, hatte mir Ehre und Macht gegeben: als Du Dein Angesicht mir entzogst, ward ich verstört.

  9. Also rief ich denn, Herr, zu Dir, meines Gottes Barmherzigkeit flehte ich an:

  10. "Welchen Nutzen bringt denn mein Blut, und daß ich niederstiege ins Grab? Wird wohl der Staub Dich preisen, oder das Lob Deiner Treue verkünden?

  11. Höhre, Herr, und erbarme Dich meiner, wolle, o Herr, mein Helfer sein!"

  12. Da hast Du mein Weinen in Freudengesang verwandelt, hast mir das Trauergewand gelöst und mich gegürtet mit Fröhlichkeit,

  13. daß meine Seele Dir singe und nicht mehr schweige: Herr, mein Gott, in Ewigkeit sollst Du gepriesen sein!

Freitag, Juni 08, 2007

Begrüßungen des Kostbaren Blutes

(können abwechselnd gebetet werden)

Das Kostbare Blut Christi

Kostbares Blut

  • Auf dich schaute die Heiligste Dreifaltigkeit von Ewigkeit her mit sehnendem Verlangen.
  • Du wurdest in der Zeit bereitet als Sühneopfer für die Ehre Gottes und das Heil der Menschen.
  • Du wuchsest aus dem reinsten Blut des unbefleckten Herzens Mariä.
  • Du wurdest der Lösepreis für unsere Seelen.
  • Du hast uns von der Hölle erlöst.
  • Du hast uns den Himmel wieder geöffnet.
  • Du hilfst uns auf dem Himmelsweg.
  • Noch immer bist du bei uns im allerheiligsten Sakrament des Altars.
  • Du schauest vom Himmel hernieder auf uns, deine Brüder und Schwestern.
  • Du lebest immerfort, um für uns zu bitten.
  • Du willst unsere Freude und unser Lohn im Himmel sein.
  • Du flehst für die Welt um Gnade und Erbarmen.

Kostbares Blut

  • Du bist unser Leben.
  • Du bist unser Licht.
  • Du bist unsere Hoffnung.
  • Du bist unsere Liebe.
  • Du bist unsere Kraft.
  • Du bist unsere Zuflucht.
  • Du bist unser Führer.
  • Du bist unser Trost.
  • Du bist unsere Zuversicht im Sterben.
  • Du bist unsere Wonne in der Ewigkeit.

Kostbares Blut

  • Gib, daß wir dich immer besser erkennen.
  • Gib, daß wir dir immer dankbarer dienen.
  • Gib, daß wir dir immer treuer anhangen.
  • Gib, daß wir nie von dir getrennt werden.
  • Gib, daß wir von Gott Gnade und Erbamen erlangen.
  • Gib, daß die Lauen erwärmt, die Sünder bekehrt werden, die Guten beharrlich bleiben.
  • Gib, daß die Kirche dich zu allen Völkern bringe.
  • Gib, daß alle Menschen aus deinen heilbringenden Quellen schöpfen.
Aus: Rettet die Welt durch das kostbare Blut, von Theodor Temming, Pfarrer i.R., Köln, 1953, Verlag F. Schmitt, Siegburg

Montag, Juli 17, 2006

Die Erzbruderschaft vom Kostbaren Blut Jesu Christi

Erzbruderschaft und Privilegium

Um eine Andacht den Gläubigen beliebt und besonders verdienstlich zu machen, pflegt unsere liebe Mutter, die katholische Kirche, Bruderschaften zu errichten und dieselben mit Ablässen und besonderen Privilegien zu versehen. Dies geschah auch in Bezug auf die Andacht zum kostbaren Blute.
Um die Wichtigkeit dieser Erzburderschaft würdig hervorzuheben und doch nicht zu übertreiben, mag es angebracht sein, einfach wiederzugeben, was Beringer S.J. in seinem weit bekannten Buche "Die Ablässe" über den Ursprung, Zweck und Vorteil dieser Erzbruderschaft schreibt und dann das außerordentliche Privilegium, welches den Mitgliedern derselben verliehen ist, etwas näher zu erläutern.
"Der traurige Anblick all des zeitlichen und geistigen Elendes, das die französische Revolutions- und Eroberungskriege über Europa brachten, sowie der Gedanke an die Heilsgefahren so vieler unsterblicher Seelen, deren jede um den unendlichen Preis des kostbaren Blutes Jesu erkauft ist, bewog im Anfange des 19. Jahrhunderts, am 8. Dezember 1808, den frommen Priester Franz Albertini, der 1819 als Bischof von Terracina im Rufe der Heiligkeit starb, an der Kirche St. Nicola in Carcere zu Rom einen Verein zu gründen, dessen Mitglieder sich besonders bestreben sollten, oft an das Leiden Jesu Christi zu denken und dem himmlischen Vater dessen kostbares Blut aufzuopfern zur Sühne für ihre eigenen Sünden, für die Anliegen der heiligen Kirche, zur Bekehrung der Sünder und zur Hilfe und zum Troste der armen Seelen im Fegfeuer.
Papst Pius VII., selbst ein eifriger Verehrer des kostbaren Blutes, ließ den Verein durch den Kardinalvikar am 27. Februar 1809 kanonisch errichten, beschenkte ihn durch Breve vom 22. September 1815 mit vielen Ablässen und erhob ihn durch ein weiteres Breve vom 26. September desselben Jahres zur Erzbruderschaft.
Um Mitlglied dieser Erzbruderschaft zu sein, wird nichts anderes gefordert, als daß man sich durch einen bevollmächtigten Priester einschreiben lasse. Ein besonderes oder tägliches sog. Bruderschaftsgebet ist nicht vorgeschrieben.
Ein großer Beförderer dieser jetzt weitverbreiteten Andacht und Bruderschaft, welche so recht für Priester paßt, die das kostbare Blut täglich genießen und dessen Fruchtbarmachung in den Seelen als ihre Lebensaufgabe erkennen, war der Gründer der Missionshäuser vom kostbaren Blut, der im Dezember 1904 selig gesprochene Kaspar del Bufalo; er hatte den frommen Albertini zum geistlichen Leiter gehabt." (Soweit Beringer.)
Pius IX. hatte das Fest zu Ehren des kostbaren Blutes eingesetzt und auf die ganze Kirche ausgedehnt zur Dankbarkeit für seine wunderbare Befreiung aus der Verbannung zu Gaeta. Um den beständigen Revolutionen in Rom zu entgehen, hatte er sich aus seiner eigenen Stadt flüchten und in dieser kleinen Hafenstadt am Tyrrhenischen Meere Zuflucht nehmen müssen. Alldort litt Pius große Mühsale, sowohl dem Leibe wie besonders der Seele nach. Zu dieser Zeit trat Merlini, der dritte Generalobere der Missionsväter vom kostbaren Blute vor ihn. Mit entsprechender Demut, aber wie auf Befehl Gottes, machte er dem Papste folgenden Vorschlag: "Ihre Heiligkeit, wenn Sie wünschen, Ihren Staat wieder zu erhalten und nach Rom zurückzukehren, dann müssen Sie sich durch ein Gelübde verpflichten, das Fest zu Ehren des kostbaren Blutes auf die ganze Erde auszudehnen." - Bis dahin wurde nämlich dieses Fest nur von den Mitgliedern der Erzbruderschaft und der Kongregation gefeiert, obwohl es schon viele Jahre und an vielen Orten, besonders in Italien, bekannt war.
Ehe der Heilige Vater beistimmte, verlangte er Zeit, um zu beten und darüber nachzudenken. Pater Merlini kehrte nach Benevent zurück, wo er sich damals aufhielt und flehte in eifrigem Gebet zu Gott, daß sich sein heiliger Wille bald zeigen möchte. - Durch eine Erscheinung versichert, daß seine Bitte erhört sei, schrieb er zu wiederholten Malen an Msgr. Stella, den päpstlichen Sekretär, daß er den Heiligen Vater an den ihm gemachen Vorschlag erinnern möchte.
Nach einiger Zeit ließ Pius IX. durch besagten Monsignore dem Pater Merlini in einem Brief, datiert vom 30. Juni 1849, antworten: "Nach eifrigem Gebet und Betrachtung finde ich es nicht für gut (nur) zu geloben, was Sie von mir verlangt haben, ich will es (im Gegenteil) sogleich tun aus eigenem Antrieb." (Dieser Brief befindet sich zur Stunde im Archiv der Väter vom kostbaren Blute (C.PP.S.) zu Rom. Siehe "Mese del Sangue Prezioso" von P. Nicola Pagliuca C.PP.S.) Und o Wunder! An dem Tage, an dem der Heilige Vater diesen seinen Entschluß bekannt machte, drangen die Franzosen, die zur Verteidigung des Heiligen Stuhles gekommen waren, in die Stadt Rom ein. Die Revolutionäre, indem sie die Nutzlosigkeit einsahen, die Stadt länger zu halten, ergaben sich den folgenden Tag, ohne weiteres Blutvergießen. - Und das zu einer Zeit, da nicht die geringste menschliche Hoffnung bestand, daß Pius IX. Rom je wieder sehen werde, da im Gegenteil ernstlich zu befürchten war, daß die Heilige Stadt in die Hände der Freimaurer und Feinde der Kirche fallen und die katholische Religion aus Rom und so weit wie möglich aus Italien verbannt würde. -
Jener 30. Juni, ein Samstag, war der Vorabend des Festes des kostbaren Blutes, so daß zur Zeit der ersten Vesper des Festes die Bestürmung der Stadt ganz aufhörte und jener unselige Krieg sein Ende fand.
Pius IX., eingedenk seines Entschlusses und zur Dankbarkeit für so auffallende Erhörung durch die Verdienste des kostbaren Blutes unterschrieb noch in Gaeta selbst, am 10. August 1849 das Dekret, in dem er verordnete, daß das Fest zu Ehren desselben in der ganzen katholischen Welt am ersten Sonntag im Juli gefeiert werde.
Doch mit dem war Pius IX. noch nicht zufrieden. In dem benannten Dekret hatte er schreiben lassen, daß er zuversichtlich hoffe, daß durch eine besondere Verehrung des kostbaren Blutes die Gläubigen nicht nur von dem Zorne Gottes befreit und mit Gnaden und Erbarmungen erfüllt würden, sondern durch die Verdienste desselben im Glauben täglich mehr belebt, in der Hoffnung gestärkt, in der Liebe entzündet, deshalb ein frommes Leben führen und einstens die ewige Seligkeit erlangen würden. Er selbst hatte es sich zu seinem Losungsworte gemacht: "Lege auf dein Herz einen Tropfen des kostbaren Blutes und fürchte nichts."
Um alle Gläubigen zu dieser äußerst gnadenreichen und so überaus verdienstlichen Andacht zum Preise unserer Erlösung einzuladen, verlieh er am 20. September 1852 allen Mitgliedern der Erzbruderschaft folgendes Privilegium, ein größeres, als das kaum verliehen werden kann. Um es aber allen, ohne Ausnahme, die noch einen Funken von Glauben und Hochschätzung für geistliche Hilfe haben, zugänglich zu machen, überließ es Pius IX. dem guten Willen der Eingeschriebenen, ihre Liebe und Andacht zum kostbaren Blute auf beliebige Weise zu üben, ohne irgend welche besondere Verpflichtungen aufzulegen.
Das Privilegium lautet: "Die Eingeschriebenen haben besondern Anteil an allen guten Werken und Bußübungen aller Kongregationen und Orden beiderlei Geschlechtes." (Beringer: Ablässe" S. 620.)
Man merke sich wohl diese zwei gewichtigen Worte: besondern Anteil und aller Kongregationen und Orden.
In vielen Bruderschaften hat man den unschätzbaren Vorteil, einen besondern Anteil zu haben an den guten Werken eines oder einiger Orden oder Kongragationen: in der Erzbruderschaft vom kostbaren Blute aber an den guten Werken aller Orden und Kongregationen beiderlei Geschlechtes. -
Im ersten Dekret war das Wort - besonders - ausgelassen, indem es als selbstverständlich gehalten wurde, daß, wenn der Papst ein Privilegium erteilt, er einen besonderen Anteil an geistlichen Schätzen verleihen will, nicht wie sie durch Gemeinschaft der Heiligen schon zu erlangen sind. (Erklärung von Gennaro Bucceroni S. J., dem bekannten Professor des Collegio Gregoriano, Rom, in einem persönlichen Briefe an den Verfasser.) Als aber später die Aufmerksamkeit der Ablaß-Kongregation darauf bezogen wurde, daß die Auslassung dieses Wortes - besondern Anteil - einen Zweifel an der Größe des Privilegiums verursachen könnte, wurde auf Rat des Sekretärs der nämlichen Kongregation zur größern Klarheit das Wort besonders hinzugefügt. Das diesbezügliche Schriftstück befindet sich im Archive der Missionspriester vom kostbaren Blute zu Rom.
Wer kann aber mit Worten ausdrücken oder mit der Feder beschreiben den unermeßlichen - geistlichen Nutzen, einen besondern Anteil zu haben an all den guten Werken: Gebeten, Bußübungen, evangelischen Arbeiten, Kommunionen, Verdiensten der Anhörung der heiligen Messen aller Mitglieder, - Priester, Brüder und Schwestern - aller Orden und Genossenschaften der ganzen katholischen Kirche!
Es ist eine Sitte unter frommen Gläubigen, einander anzuhalten: "Bete für mich." Besonders werden Priester und ehrw. Schwestern oft ersucht, für andere zu beten. Das ist gewiß eine sehr löbliche Gewohnheit, denn so sagt schon der Apostel Jakobus, V: 16: Betet für einander, damit ihr das Heil erlanget, denn viel vermag das beharrliche Gebet des Gerechten." - Was ist aber das Gebet einer einzigen oder einzelner Personen, mögen sie auch noch so fromm, ja heiligmäßig sein, im Vergleich zu all den Gebeten, privaten und gemeinschaftlichen, all der ehrw. Brüder und Schwestern der ganzen Welt, die sich ganz Gott gewidmet, um durch Zurückgezogenheit und Dienst des Herrn sich und andere zu heiligen? -
Sobald man in die Erzbruderschaft vom kostbaren Blute eingeschrieben ist, hat man einen besondern Anteil an all diesen Gebeten.

Mittwoch, Juli 05, 2006

Entstehung und Verbreitung der Andacht zum Kostbaren Blute Jesu Christi

Die Andacht zum kostbaren Blute ist keineswegs neu oder bis anhin unbekannt. Das gerade Gegenteil ist der Fall. Sie datiert zurück bis an die Wiege der Menschheit.
Gott selbst hat sie gegründet und auf das kostbare Blut die Hoffnung des ganzen alten Bundes gelenkt. - Das Versprechen, das Gott den ersten Menschen gleich nach ihrem Falle machte: "Ich will Feindschaft setzen zwischen dir und dem Weibe, und zwischen deiner Nachkommenschaft und ihrer Nachkommenschaft und sie wird dir den Kopf zertreten" (Gen. 3: 15.), hatte zum innersten Kern das kostbarste Blut des Erlösers, das vergossen werden sollte zur Vergebung der Sünden; "denn derjenige, der der Schlange den Kopf zertreten und ihm den Raub entreißen sollte, war niemand anderer als der Sohn des Weibes, der am Kreuze in blutiger Umarmung den Fürsten dieser Welt niederrang und ihm seine Waffenrüstung raubte." (Halusa O. Cist. "Herrlichkeiten des kostbaren Blutes" S. 115.)
Die Andacht zum kostbaren Blute wurde vorgebildet durch die Opfer des alten Bundes, die in Stieren, Schafen, Tauben und dergleichen bestanden. - Wie hätte das Blut dieser Tiere die Sünden der Menschen tilgen oder abwaschen können, wenn sie nicht Symbole des allein seligmachenden Opfers, der Blutverießung am Kreuze gewesen wären? -
Die Andacht zum kostbaren Blute wurde zuerst privatim von der allerseligsten Jungfrau Maria und dem heiligen Joseph geübt, als das Kindlein Jesu beschnitten wrude und zum ersten Mal sein Blut vergoß. Mit welcher Innigkeit werden dort die liebe Mutter und der besorgte Nährvater diese ersten Tropfen des Blutes verehrt und angebetet haben.
Wiederum verehrte Maria, mit dem heiligen Johannes, der heiligen Magdalena und den anderen frommen Frauen das kostbare Blut Jesu Christi, als sie es, bei den verschiedenen Leidensszenen auf dem Kreuzwege, beim Kreuze selbst in Strömen fließen sahen.
Hatten Maria und ihre wenigen Begleiter zärtliches Mitleid mit den Leiden ihres heißgeliebten Sohnes und Freundes, wie sehr müssen sie das Blut verehrt haben, das der stärkste Beweis seiner unsterblichen Liebe war!?
Eine fromme Legende erzählt, daß Maria, so lange sie nach Christi Himmelfahrt in Jerusalem verblieb, täglich den Weg der Leiden ging, auf dem Jesus das schwere Kreuze getragen, vielmehr geschleppt hatte; auf dem er ihr begegnet war. Mit mütterlicher Zärtlichkeit soll sie dort die Stellen immer wieder geküßt haben, an denen ihr Sohn unter der Last der Sünden, die auf dem Kreuze lagen, niedergesunken war; soll sie die Steine gewaschen haben, an denen noch Merkmale der schmerzlichen Blutvergießung zu finden waren.
Maria, Johannes und Magdalena waren die drei ersten Anbeter des kostbaren Blutes, da sie dort unter dem Kreuze standen. Sie dienen als Beispiel für die drei großen Klassen der armen Menschheit, die heute noch zur Andacht zum bitteren Leiden und zum kostbaren Blute Jesu Christi ganz natürlich geneigt sind. Es sind das erstens diejenigen, die schweres Kreuz und bittere Leibes- und Geistesplagen tragen, und nur in dem Leiden ihres göttlichen Lehrmeisters Trost und Ruhe finden können; zweitens, diejenigen, die wie Johannes Jesum lieben und von Herzen verehren, weil er sie bis zum Tode geliebt hat; drittens, diejenigen, auf deren Herzen schwere Sündenlast gebürdet ist und die nur durch die unendlichen Verdienste des kostbaren Blutes Nachlassung erwarten dürfen. - Wollen wir also würdige Nachfolge dieser drei großen Vorbilder unserer heiligen Religion sein, so müssen wir gleich ihnen, das kostbare Blut über alles verehren.
In Nachahmung dieser Beispiele waren die Apostel und ersten Gläubigen ohne Ausnahme eifrige Verehrer des kostbaren Blutes. - Kein kräftigeres Mittel weiß der heilige Petrus anzuwenden, um den Neubekehrten verständlich zu machen, wie sehr Gott den Menschen geliebt und wie kostbar unsere Seele sei, als daß er ihnen sagte: "Ihr wisset, daß Ihr nicht mit vergänglichen Gütern, Gold oder Silber erlöst seid... sondern mit dem kostbaren Blute Jesu Christi, als eines unbefleckten und makellosen Lammes." (Petr. I: 18,19.)
Ebenso nimmt der heilige Paulus zum kostbaren Blute seine Zuflucht, um die Heiden von dem Dienste der Götzen ab und zum Dienste des wahren Gottes anzuhalten. So schreibt er an die Korinther (6: 20.): "Denn um einen hohen Preis seid ihr erkauft worden. Verherrlichet und traget Gott in eurem Leibe!" - Dieser große Apostel, von dem Christus selbst sagt, daß er ihn zum Gefäße seiner Gnaden auserwählt, eiferte so sehr für die Ehre des kostbaren Blutes, daß er ihm zwei ganze Kapitel (9, und 10.) seines Briefes an die Hebräer weihte und sich dadurch den Ehrentitel - Blutapostel, - erwarb.
Paulus, selbst die erste und größte Eroberung des kostbaren Blutes, wußte seine Dankbarkeit nicht besser zu beweisen, als immer und immer wieder die Neubekehrten auf den Wert desselben zu verweisen.
Der heilige Johannes, der Lieblingsjünger Jesu, der seine Liebe von der Brust des göttlichen Meisters selbst gewonnen hatte, legt für die Wirkungen des kostbaren Blutes so klares Zeugnis ab, daß es aus all seinen Schriften, "Evangelium", "Briefen" und "Geheime Offenbarung" sichtbar ist, daß er dem kostbaren Blute allein die Erlösung von Sünde und Tod zugeschrieben hat.
Wie die Apostel, so waren dann natürlich die heiligen Väter und Lehrer unserer Kirche von der Andacht zum kostbaren Blute ganz beseelt. Unter diesen ragen hervor der heilige Augustinus, der heilige Chrysostomus, der heilige Ambrosius, der heilige Bonaventura, der heilige Bernardus und andere. Unter den weiblichen Heiligen zeichneten sich die heilige Theresia, die heilige Katharina von Siena, die heilige Magdalena von Pazzis u.a. besonders aus durch ihre feurige Liebe zum Preise unserer Erlösung. Als die letztere eines Tages in Ekstase verzückt war, rief sie aus: "Jedesmal, wenn eine Kreatur dieses Blut, durch welches sie erkauft worden ist, aufopfert, opfert sie eine Gabe von unendlichem Werte auf, die niemand ersetzen kann." Sie selbst opferte täglich fünfzigmal das kostbare Blut auf zum Heile der Lebendigen und Abgestorbenen. Sie tat es mit einer solchen Innigkeit, daß ihr Gott bei mehreren Gelegenheiten die vielen Seelen zeigte, deren Bekehrung sie auf diese Art erlangt und all die armen Seelen, die sie aus dem Fegfeuer befreit hatte.
Als allgemeine Volksandacht schien die Andacht zum kostbaren Blute erst für spätere Zeiten vorbehalten zu sein. Erst im Anfange des 19. Jahrhunderts erhob sich der Stern derselben in Rom selbst, im Mittelpunkt der Christenheit und warf von dort aus, wie ein leuchtendes Gestirn am hohen Horizont seine Strahlen über die ganze Welt. Als Beförderer derselben waren von Gott die großen Päpste Pius VII. und Pius IX. und als Gehilfe des erstern Franz Albertini bestimmt. Albertini fand einen würdigen Schüler in dem im Jahre 1904 selig gesprochenen Kaspar del Bufalo, der wegen seiner unablässigen Predigten über das kostbare Blut und die wunderbaren Erfolge derselben vielfach und mit Recht der Apostel des kostbaren Blutes genannt wurde. Um seine Arbeit, von der er wußte, daß auch er derselben früher oder später unterliegen müsse, beständig und bis ans Ende der Welt anhaltend zu machen, gründete der selige Kaspar die Kongregation der "Missionäre vom kostbaren Blute", die es sich zur Hauptaufgabe ihres Lebens machen, diese Andacht zu verbreiten und dadurch Seelen für Gott zu gewinnen. Diese Missionäre haben bereits Niederlassungen in Italien, Spanien, Mexiko und Noramerika und ein kleines Missionshaus in Schellenberg, Fürstentum Liechtenstein, wo die Gebeine des heiligmäßigen Salesius Brunner, gest. 1859, ruhen, der sich um die Verbreitung der Andacht in der Schweiz, in Deutschland und Nordamerika besonders verdient gemacht hat.

(Fortsetzung folgt)

Dienstag, Juli 04, 2006

Die Andacht zum kostbaren Blute Jesu Christi

Meßbund Kostbares BlutIn diesen schweren und verhängnisvollen Zeiten schrecklicher Prüfungen und Heimsuchungen schaut man sich ängstlich um ein zuverlässiges Mittel um, das uns Trost und Hilfe zu bringen vermag.
Dieses Mittel ist bereits gefunden, ja der liebe Gott hat es gemäß seiner gütigen Vorsehung schon lange vorbereitet gehalten. Es ist die Andacht zum kostbaren Blute Jesu Christi, das große Versöhnungsmittel und der mächtige Schutz gegen Strafgerichte und Heimsuchungen Gottes.
Das kostbare Blut war das von Gott verlangte Mittel, den sündhaften Menschen wieder mit Ihm auszusöhnen. Es ist das sicherste Mittel, den ergrimmten Zorn Gottes wieder zu beschwichtigen oder zu entwaffnen.
Als im Anfange des 19. Jahrhunderts der sel. Kaspar del Bufalo in Rom auftrat und die Andacht zu diesem Preise unserer Erlösung mit mächtiger Stimme verkündete, da ward er öfters höherer Erleuchtungen gewürdiget und Gott ließ ihn prophetische Blicke in die Zukunft werfen. Was aber der Diener Gottes in der Zukunft sah, war derart schrecklich, daß er im Innersten erschauderte und unter Tränen seine Mitbrüder ermahnte, sie möchten doch immer und immer wieder das kostbare Blut Jesu Christi dem himmlischen Vater aufopfern und um seinetwillen um Abwendung der drohenden Strafgerichte bitten. Der sel. Kaspar versicherte aber auch öfters und eindringlich, daß, wenn einmal die Strafgerichte kommen und die göttlichen Heimsuchungen begonnen haben, diejenigen Barmherzigkeit finden, welche das kostbare Blut in besonderer Weise verehren.
Wahrhaft eine tröstliche Verheißung für diejenigen, welche zu diesem Born der Barmherzigkeit ihre Zuflucht nehmen!
Doch wir bedürfen keiner Prophezeihungen, um zu beweisen, daß das kostbare Blut von Gott verlangt wird, um seiner Gerechtigkeit wieder Genugtuung zu leisten. Die Geschichte des alten und neuen Bundes zeigt es mit unwiderstehlicher Klarheit.
Als Gott im Begriffe war, Pharao und das ägyptische Volk mit der zehnten und schrecklichsten Plage zu schlagen, da befahl er Moses und Aaron, den Führern der Israeliten, daß ein jeder für seine Familie und sein Haus ein Lamm nehmen, dasselbe schlachten, und etwas von seinem Blute an die beiden Türpfosten und an die Oberschwelle der Häuser streichen solle, in denen sie es verzehren werden. (Exodus 12: 1 u. 7.) Weiter spricht der Herr: "Und ich werde in jener Nacht durch das Land Aegypten hindurchziehen, und alle Erstgeburt im Lande Aegypten, sowohl unter den Menschen, wie unter dem Vieh töten, ... Das Blut aber wird zum Zeichen für euch an den Häusern sein, in denen ihr seid; wenn ich das Blut sehe, werde ich vor euch vorübergehen und die verderbenbringende Plage soll nicht über euch kommen." (Exod. 12: 12 u. 13.)
Wenn nun das Blut jenes irdischen Lammes, das doch nur ein Vorbild des kostbaren, allein rettenden Blutes Jesu Christi war, die Israeliten vor zeitlichem Schaden bewahren konnte, wie viel mehr wird das hochheilige Blut des Lammes Gottes, das gekommen ist, um die Sünden der Welt hinwegzunehmen, unsere Seelen und Leiber vom ewigen Verderben erretten, wenn wir dasselbe an uns fruchtbar machen?
Als im dreizehnten Jahrhundert die Sarazenen Assisi belagerten und das Kloster der heiligen Klara zu erobern versuchten, da ließ sich die Heilige, trotz schwerer Krankheit, das hochwürdigste Gut bei sich tragend, zur Pforte bringen, wo sie also betete: "O Herr, übergib die Seelen, die auf dich vertrauen, nicht den Gelüsten iher Feinde und beschütze deine Dienerinnen, welche du mit deinem kostbaren Blute erlöst hast." Und es erscholl die Stimme Gottes: "Ich werde euch immer beschützen." (Brev. Rom.) Tatsächlich konnten die Anhänger Mohammeds dem Kloster kein Leid antun.
Der selige Pfarrer von Ars sagt, daß die Aufopferung des kostbaren Blutes Jesu Christi durch die Hände der allerseligsten Jungfrau Maria das beste Gebet sei, das man verrichten könne, und er fügt hinzu: "Meine Kinder, merkt euch dieses wohl! Jedesmal, wenn ich eine Gnade erhalten habe, so habe ich sie auf diese Weise erbeten; sie trügt niemals."
Als im Jahre 1837 in Rom die Cholera ausgebrochen war, eilte der selige Kaspar, obwohl selber schon sehr kränklich und dem Tode nahe, dorthin, er half, wie er nur konnte, die Not zu lindern. Besonders aber forderte er auf zum Vertrauen auf das kostbare Blut Jesu Christi, welches die beste Versicherung sei gegen die göttlichen Strafgerichte. Zu einem Priester, der ihn besuchte, sagte er: "Es ist Zeit, daß wir mit aller Inbrunst beten, weil Gott uns züchtigt für unsere Sünden; predigen Sie mit aller Kraft und ohne Unterlaß die Andacht zum kostbaren Blute, da haben Sie die Reglen dieser Andacht." Damit überreichte er ihm 1000 Stück Statuten der Erzbruderschaft vom kostbaren Blute. Es versicherte der Selige, das kostbare Blut ist es, das die Sünde tilgt, die Seelen rettet, dem Worte des Missionärs Kraft und Fruchtbarkeit gibt und das kostbare Blut ist es, durch das wir gerettet werden.
Als im Jahre 1848 Papst Pius IX. wegen beständiger Revolutionen von Rom flüchten und in einer kleinen Hafenstadt Gaeta mit Namen, seine Zuflucht nehmen mußte, da fand er scheinbar keine Hilfe, bis er, sozusagen auf Befehl Gottes, das Fest zu Ehren des kostbaren Blutes auf die ganze katholische Welt ausdehnte und dadurch die Andacht zu demselben besonders beförderte, wie im nächsten Abschnitte näher beschrieben wird.
Im Anschlusse an das erhabene Beispiel seiner erlauchten Vorgänger sprach und schrieb dann auch der gegnewärtig glorreich regierende Papst Benedikt XV. bei Gelegenheit einer Privataudienz, die er am 12. Juli 1915 dem hochwürdigsten General der Missionspriester vom kostbaren Blute gewährte, in folgender Weise eine Ansicht über diese Andacht und den Krieg aus:
"Ihr in der Tat befördert auf besondere Weise die Andacht zum kostbaren Blute und habt einen Zweck vor Augen, der den Zeitverhältnissen gemäß, besonders in unsern Tagen, nicht übertroffen werden kann."
"Die Liebe und Nachahmung des Gekreuzigten muß notwendigerweise in den Herzen der Menschen entzündet werden, wenn wir den Zorn des Himmels besänftigen wollen."
"Es ist absolut unmöglich, einen bleibenden Frieden hier auf Erden zu haben, wenn er nicht auf Ihn gegründet ist, durch welchen der Vater alles versöhnt hat, weil er durch dessen Blut am Kreuze allem, was auf Erden und im Himmel ist, den Frieden hergestellt hat." (Koloss. 1; 20.)
"Jesus von seinem Kreuz, durch die Vergießung seines Blutes, als wie mit einer mächtigen Stimme, lehrt uns jede Art des Lebens, besonders das Heil der Menchheit für alle Generationen."
"Ermüdet deshalb nie und breitet immer mehr die Andacht zum göttlichen Blute aus, zum Heil der Seelen und zur Besserung der menschlichen Gesellschaft."
Wenn Gott durch die Andacht zum kostbaren Blute früher auf so wunderbare Weise geholfen hat, sollte die nämliche Andacht, wenn wirklich und allgemein geübt, nicht auch jetzt der schwer bedrängten Menschheit zur Rettung dienen?
Sollten nicht wenigstens die Katholiken der ganzen Welt auf Anleitung des Heilgen Vaters und Stellvertretrs Jesu Christi jetzt anfangen, die Andacht zum kostbaren Blute allgemein zu üben und dasselbe dem himmlischen Vater aufzuopfern zur Abwendung weiterer und schwererer Strafgerichte Gottes?
Man befördert und übt die Andacht zum kostbaren Blute schon durch ein frommes, christliches Leben, Meidung der Sünde und Gelegenheit zu derselben, durch häufigen und würdigen Empfang der heiligen Sakramente, durch Besuchung des heiligen Kreuzweges; dann duch die Stoßgebete:
"Gelobt und gebenedeit sei das heiligste Herz und das kostbare Blut Jesu im hochheiligen Sakramente des Altars." (300 Tg. Abl. jedesmal. Pius X. 25, Aug. 1908.)
"Ewiger Vater, ich opfere dir auf das kostbare Blut Jesu Christi zur Genugtuung für meine Sünden und für die Anliegen der heiligen Kirche."
(Ablaß von 100 Tagen, so oft man dieses Gebet spricht. Pius VII. 22. Sept. 1817.)
Oder wie besonders angemessen für die gegenwärtige Zeit:
"Ewiger Vater, ich opfere dir auf durch die Hände der allerseligsten Jungfrau Maria das kostbare Blut Jesu Christi zur Genugtuung für meine Sünden, für die Anliegen der heiligen Kirche, zur Abwendung der Kriesgefahr und zum Troste der armen Seelen."
"Wir bitten dich also, komme deinen Dienern zu Hilfe, die du mit deinem kostbaren Blute erlöset hast."
"Hochgepriesen sei das heiligste Blut Jesu jetzt und allezeit und in alle Ewigkeit. Amen."
Besonders verdienstliche Gebete zu Ehren des kostbaren Blutes sind die weiter unten angeführten sieben Aufopferungen oder das Rosenkränzlein.
"Gott will es! Gott will es!" So ertönte einst der Ruf einer fast überirdischen Stimme an das Ohr des christlichen Volkes, um sie zu den Kreuzzügen aufzufodern. Gott will es! so rufen wir auch heute mit überzeugter Gewißheit, Gott will es, daß das kostbare Blut aufgeopfert werde zur Genugtuung für unsere Sünden, für die Anliegen der heiligen Kirche, zur Abwendung der Kriegsgefahren und zum Troste der armen Seelen.

Aus: Die Andacht zum kostbaren Blute Jesu Christi. Hilfe und Trost in Trübsal. 5. Auflage 21 - 31000. Von P. Alfons Müller, Missionspriester vom kostbaren Blute. Druck der Theodosius-Buchdruckerei "Paradies" Ingenbohl, Kt. Schwyz.
Nihil obstat: M. Balzer, Libr.Censor. Imprimatur. Curiae, 1. Mart. 1916. + Georgius, Ep. Cur. - Nihil obstat puominus iterum typis edatur. Romae, 6 Jan. 1915. Joseph Schaeper, Censor delegatus C. PP. S.

Fortsetzung