Freitag, Mai 14, 2010
Pfingstnovene
Komm, Heiliger Geist, Du Vater der Armen, Du Spender der Gnaden, Du Licht der Herzen, Du bester Tröster, Du lieber Gast der Seele, Du sanfte Ruhe!
Innig bete ich zu Dir: Reinige, erfrische und heilige meine Seele. Verleihe mir Deine Gnade, reiche Tugend, ein frommes Leben, ein heiliges Sterben und die ewige Freude des Himmels.
Voll Vertrauen bitte ich Dich inständig: Schenke mir immer mehr Dein Licht und entzünde mich mit Deiner Liebe.
Gott Heiliger Geist, den ich so oft betrübt und zurückgewiesen habe, offenbare mir Deine Persönlichkeit, Deine Gegenwart, Deine Macht. Schenke mir die Gabe der Weisheit und des Verstandes, des Rates und der Stärke, der Wissenschaft, der Frömmigkeit und der Furcht Gottes.
Gieße aus Deine Liebe in mein Herz. Gib mir einen Strahl Deines heiligen Lichtes, einen Funken Deines heiligen Feuers. Lasse mich ganz in Deiner göttlichen Liebe versinken, damit in mir alle Makel der Sünde ausgelöscht werden. Ziere mich mit Deinen 12 Früchten und lasse mich in Dir leben und sterben und ewig glücklich werden. Amen.
Bitte um die sieben Gaben des Heiligen Geistes:
Komm, o Geist der Weisheit!
Unterrichte mein Herz, damit ich lerne, die himmlischen Güter zu schätzen und zu lieben und sie allen irdischen Gütern vorzuziehen. Hilf mir, immer bereit zu sein, eher alle Ehren, Reichtümer und Freuden dieser Welt hinzugeben, als Deine Gnade und das ewige Heil zu verlieren.
Vater unser... Gegrüßet seist du, Maria... Ehre sei...
Komm, o Geist des Verstandes!
Erleuchte meine Seele, damit ich alle Geheimnisse des Heils und deine Offenbarungen recht erfasse und mit gläubigem Herzen annehme. Würdige mich, dereinst in Deinem Lichte Gott zu schauen. Lasse mich im Himmel Dich mit dem Vater und dem Sohn, von denen Du ausgehst, vollkommen erkennen.
Vater unser... Gegrüßet seist du, Maria... Ehre sei...
Komm, o Geist des Rates!
Stehe mir in allen Nöten, Anliegen und Zweifeln bei. Lasse mich stets das Richtige erkennen und wählen. Schenke mir die Gnade, Deinen Eingebungen treu zu folgen, die Gebote genau zu beobachten und das ewige Leben zu erben.
Vater unser... Gegrüßet seist du, Maria... Ehre sei...
Komm, o Geist der Stärke!
Gib meinem Herzen Kraft und Standhaftigkeit. Stärke es in aller Verzagtheit und Not. Verleihe mir Kraft wider die Nachstellungen meiner Feinde, damit ich in keiner Versuchung unterliege. Lasse mich nie von Dir, o Gott, getrennt werden.
Vater unser... Gegrüßet seist du Maria... Ehre sei...
Komm, o Geist der Wissenschaft!
Lasse mich klar erkennen, wie ich Dir am besten dienen, Deinen Ruhm und Deine Ehre fördern und mein Heil finden kann. Leite meine Wissbegierde, damit ich nichts zu wissen und zu kennen wünsche, das mir schädlich oder unnütz ist.
Vater unser... Gegrüßet seist du, Maria... Ehre sei...
Komm, o Geist der Frömmigkeit!
Flöße meinem Herzen wahre Gottseligkeit und heilige Liebe zum Herrn ein. Entzünde in mir Eifer für die Ehre des Allerhöchsten und lasse mich ganz Deinem heiligen Dienste geweiht sein. Möge durch deine Gnade mein Leben ein immerwährendes Lob- und Dankgebet vor dem Herrn werden.
Vater unser... Gegrüßet seist du, Maria... Ehre sei...
Komm, o Geist der Gottesfurcht!
Durchdringe mein ganzes Wesen mit heiliger Furcht, damit ich Gott allzeit vor Augen habe und sorgfältig alles meide was Deiner Majestät missfallen könnte.
Vater unser... Gegrüßet seist du, Maria... Ehre sei...
O Heiliger Geist, süßer Gast meiner Seele, bleibe bei mir und mache, dass ich immer bei Dir bleibe! Amen.
Dienstag, März 24, 2009
Gnadennovene zu Ehren U.L. Frau von der Immerwährenden Hilfe
Es ist sehr zu empfehlen, die Novenen vor einem Muttergottesbild zu machen und, wo möglich, während dieser Zeit ein Lämpchen davor brennen zu lassen. Bestimmte Gebete sind dabei nicht vorgeschrieben.
Gedenke, o gütigste Jungfrau Maria, o Mutter von der Immerwährenden Hilfe, es sei noch nie erhört worden, dass jemand, der unter deinen Schutz geflohen, um deine Hilfe und Fürbitte gefleht hat, verlassen worden sei. Du hast zu unserem Troste den Namen: Mutter von der Immerwährenden Hilfe angenommen. Du hast es durch unzählige Gnaden und Wunder bewiesen, dass du keinen verlässt, der dich unter diesem Namen anruft. Von einem solchen Vertrauen erfüllt, fliehe ich zu dir, o Mutter von der Immerwährenden Hilfe. Du kannst mir helfen; denn du bist die fürbittende Allmacht bei Gott, du bist die Ausspenderin der Gnaden und Barmherzigkeit Gottes. Du willst mir helfen; denn dein Herz ist voll Liebe und Mitleid mit uns armen Menschen. O zeige mir deine Macht und Güte, blicke mitleidsvoll auf mich herab und lass mein Vertrauen nicht zuschanden werden! Erflehe mir die Gnade ..., wenn es zur Ehre Gottes und meinem Heile ist, oder erflehe mir, was mir nottut, o Mutter von der Immerwährenden Hilfe! Amen.
Neun Ave Maria mit folgender Anrufung:
O Maria, hilf doch mir!
Sieh, es fleht ein Kind zu dir!
Du bist es ja, die helfen kann.
Maria, nimm dich meiner an!
O Maria, du kannst helfen,
O Maria, du willst helfen,
O Maria, du hast schon oft geholfen!
O Maria, hilf!
Maria, Mutter der Gnade, Mutter der Barmherzigkeit, schütze uns vor dem Feinde und nimm uns auf in der Stunde unseres Todes! (300 Tage Ablass)
Siehe auch: Unser Blog: DAS ZEICHEN MARIENS
Freitag, November 16, 2007
Novene zu Ehren Unserer Lieben Frau von der Wundertätigen Medaille
O Maria, ohne Sünde empfangen, bitte für uns, die wir zu Dir unsere Zuflucht nehmen.
Kreuzzeichen... Reue erwecken... dreimal: O Maria, ohne Sünde empfangen, bitte für uns, die wir zu Dir unsere Zuflucht nehmen!
1. Tag. 1. Erscheinung
Betrachten wir die Unbefleckte Jungfrau wie sie zum erstenmal der hl. Katharina Labouré erschien. Die fromme Novizin wurde von ihrem Schutzengel geführt und der Immakulata vorgestellt. Erwägen wir ihre unaussprechliche Freude!... Auch wir werden glücklich werden wie die hl. Katharina Labouré, wenn wir eifrig an unserer Heiligung arbeiten. Wir werden uns des Himmelsglückes erfreuen, wenn wir auf eitle irdische Lustbarkeiten verzichten.
3 Gegrüßt seist du Maria. Jedes mit dem Zusatz:
O Maria, ohne Sünde empfangen, bitte für uns, die wir unsere Zuflucht zu Dir nehmen!
2. Tag: Tränen Mariens
Betrachten wir Maria, wie sie weint wegen der Drangsale, die über die Welt kommen würden, weil dabei das Herz Jesu, ihres Sohnes, schwer beleidigt, das Kreuz verachtet und ihre geliebten Kinder verfolgt würden. Vertrauen wir auf die mitleidige Jungfrau und wir werden auch teilnehmen an der Frucht ihrer Tränen!
3 Gegrüßt seist du Maria, usw.
3. Tag: Maria, unser Schutz
Betrachten wir unsere unbefleckte Mutter, wie sie in ihren Erscheinungen zu St. Katharina spricht: "Ich selbst werde mit euch sein. ich verliere euch nicht aus dem Auge und werde euch überreiche Gnaden gewähren."
Sei auch für mich, o Unbefleckte Jungfrau, der Schild und die Verteidigung in allen Nöten!
3 Gegrüßt seist du Maria, usw.
4. Tag: 2. Erscheinung
Als St. Katharina Labouré am 27. November 1830 betete, erschien ihr die Jungfrau Maria in entzückender Schönheit, wie sie den Kopf der höllischen Schlange zertritt. In dieser Erscheinung sieht man ihren unmeßbaren Wunsch, uns allezeit zu schützen gegen den Feind unserer Rettung. Rufen wir die Unbefleckte Mutter an mit Vertrauen und Liebe!
3 Gegrüßt seist du Maria, usw.
5. Tag: Mariens Hände
Betrachten wir heute, wie von den Händen Mariens leuchtende Strahlen ausgehen. Sie sagte: "Diese Strahlen sind das Bild der Gnaden, die ich über jene ausgieße, die meine Medaille mit Vertrauen tragen." Lassen wir uns so große Gnaden nicht entgehen! Flehen wir eifrig, demütig und beharrlich, und Maria, die Immakulata, wird sie uns erbitten.
3 Gegrüßt seist du Maria, usw.
6. Tag: 3. Erscheinung
Betrachten wir Maria, wie sie in strahlendem Lichtglanz Katharina erscheint, voll Güte, umgeben von Sternen. Sie gibt den Auftrag, eine Medaille zu prägen, und verspricht allen, die sie mit Andacht und Liebe tragen werden, viele Gnaden.
Bewahren wir eifrig die heilige Medaille und wie ein Schild wird sie uns schützen in den Gefahren.
3 Gegrüßt seist du Maria, usw.
7. Tag: (1. Tag eines Triduums)
O wunderbare Jungfrau, erhabene Königin, Herrin ohne Makel, sei mein Anwalt, meine Beschützerin, meine Zuflucht, mein Hort auf dieser Erde, meine Festung, mein Schutz im Leben und im Tode, meine Herzensfreude und mein Ruhm im Himmel.
3 Gegrüßt seist du Maria, usw.
8. Tag: (2. Tag eines Triduums)
O Unbefleckte Jungfrau der Wunderbaren Medaille, mach, dass diese glänzenden Strahlen, welche von deinen jungfräulichen Händen leuchteten, meinen Verstand erhellen, um das Gute besser zu erkennen, und mein Herz beleben in Glaube, Hoffnung und Liebe.
3 Gegrüßt seist du Maria, usw.
9. Tag: (3. Tag eines Triduums)
O Mutter ohne Makel, mach, dass das Kreuz deiner Medaille immer vor meinen Augen leuchte, die Mühen des Erdenlebens versüße und mich geleite zum ewigen Leben.
3 Gegrüßt seist du Maria, usw.
Gebet. Heiligste Jungfrau, ich glaube an deine heilige und unbefleckte Empfängnis und bekenne sie. O reinste Jungfrau Maria, durch deine unbefleckte Empfängnis und ruhmvolle Auszeichnung, Mutter Gottes zu sein, erlange mir von deinem geliebten Sohne die Demut, die Liebe, den Gehorsam, die Keuschheit, an Leib und Seele die heilige Herzensreinheit, die Beharrlichkeit in der Übung des Guten, ein gutes Leben und ein heiliges Sterben. Amen.
Der Segenspriester Pater Antonio hat diese Novene empfohlen und verbreitet.
P. Antonio schrieb. Sagen Sie bitte der kranken Person, sie möge eine Novene zu Ehren der Mutter der göttlichen Gnade halten und am 10. Tag ihr zu Ehren die hl. Kommunion empfangen. Sie nehme die Wundertätige Medaille, tauche sie in etwas Wsser (Weihwasser) während der Novene, benetzte mit der Medaille die Stirn und bete gleichzeitig drei Gegrüßt seist du Maria. Nach einem jeden Ave Maria spreche sie dreimal die Anrufung: O Maria, ohne Sünde empfangen, bitte für uns, die wir zu Dir unsere Zuflucht nehmen.
Mittwoch, Oktober 31, 2007
Novene zum heiligen Franz Xaver
Der Seeleneifer ist jetzt noch des Heiligen liebste Tugend. Wo immer jemand in seelischen Anliegen zu ihm Zuflucht nimmt, da hilft er gerne. Aber auch in leiblichen, irdischen Nöten ist er ein mächtige Helfer. Besonders wenn man ihn anruft mit dem Versprechen, für die Seelen, z.B. für die Missionen, etwas zu tun. - Im Jahre 1693 wurde der Jesuitenpater Marzell Mastrillo durch den herabfallenden Hammer eines Bauarbeiters schwer veletzt. Blutüberströmt wurde der Pater weggetragen. Bald stellten sich hohes Fieber und Erbrechen ein. Man fürchtete für das Leben des Verunglückten. P. Mastrillo versprach seinem heiligen Mitbruder Franz Xaver, sich mit Erlaubnis der Obern den Missionen zu widmen, wenn er ihm die Heilung erwirke. In der Nacht erschien der Heilige dem Kranken und sprach zu ihm: "Sei guten Muttes; ich habe dein Gelübde angenommen. Ich bin gekommen, dich zu trösten. Was möchtest du vom Himmel haben? Wisse, dass ich dort oben etwas vermag." Dann gab er ihm noch einige Ratschläge und die Versicherung, dass alle jene, die vom 4. bis zum 12. März eine neuntägige Andacht zu seiner Ehre halten, an einem der genannten Tage beichten und kommunizieren und seine Fürbitte bei Gott anrufen, die Gnade, welche sie wünschen, erhalten werden, vorausgesetzt, dass die Bitte mit dem göttlichen Willen übereinstimme. Mit den Worten: "Stehe auf, du bist gesund!" verschwand der Heilige, und P. Mastrillo erhob sich zum Staunen aller in voller Gesundheit. Er löste sein Gelübde ein, wurde Missionär und starb als Blutzeuge. - Alsbald verbreitete sich die Novene zum heiligen Franz Xaver zunächst in Italien und dann auf der ganzen Welt.
Diese Novene lässt sich zweimal im Jahre, zu beliebiger Zeit, duchführen, allein oder mit andern. Ein Abslass von 300 Tagen ist für jeden der neun Tage gewährt, wenn man das untenstehende Gebet täglich verrichet. Wer dieses Gebet nicht verrichten kann, gewinnt denselben Ablass, indem er 5 Vaterunser, Gegrüßt seist du, Maria, und Ehre sei dem Vater betet.
Litanei zu Ehren des heiligen Franz Xaver
Aus dem Köthener Gebetbuch
Herr, erbarme dich unser!
Christus, erbarme dich unser!
Christus, höre uns!
Christus, erhöre uns!
Gott Vater vom Himmel, erbarme dich unser!
Gott Sohn, Erlöser der Welt, erbarme dich unser!
Gott Heiliger Geist, erbarme dich unser!
Heilige Dreifaltikgeit, ein einiger Gott, erbarme dich unser!
Heilige Maria, bitte für uns!
Heilige Gottesgebärerin, bitte für uns!
Heilige Jungfrau der Jungfrauen, bitte für uns!
Heiliger Franz Xaver, bitte für uns!
Du Apostel der Indiener und Japaner, bitte für uns!
Du auserwähltes Werkzeug, den Namen Jesu vor die Heiden zu bringen, bitte für uns!
Du Verkündiger des heiligen Evangeliums, bitte für uns!
Du Säule der Kirche, bitte für uns!
Du Verfechter des Glaubens, bitte für uns!
Du Bestreiter des Unglaubens, bitte für uns!
Du Prediger der Wahrheit, bitte für uns!
Du Freund der Kinder, bitte für uns!
Du Vater der Armen, bitte für uns!
Du Tröster der Betrübten, bitte für uns!
Du Beschützer der Verlassenen, bitte für uns!
Du Arzt der Kranken, bitte für uns!
Du Zuflucht der Elenden, bitte für uns!
Du Helfer der Notleidenden, bitte für uns!
Du Patron der Sterbenden, bitte für uns!
Du großer Wundertäter, bitte für uns!
In Widerwärtigkeiten, bitte für uns!
In Angst und Schwermut des Herzens, bitte für uns!
In Armut und Verlassenheit, bitte für uns!
In Gebrechlichkeit des Leibes, bitte für uns!
In aller Schwachheit, bitte für uns!
In hater Prüfungszeit, bitte für uns!
In Leibes- und Seelennot, bitte für uns!
Im Leben und im Tode, bitte für uns!
O du Lamm Gottes, welches du hinwegnimmst die Sünden der Welt, verschone uns, o Herr!
O du Lamm Gottes, welches du hinwegnimmst die Sünden der Welt, erhöre uns, o Herr!
O du Lamm Gottes, welches du hinwegnimmst die Sünden der Welt, erbarme dich unser!
Christus, höre uns!
Christus, erhöre uns!
Herr, erbarme dich unser! usw.
Vater unser usw. - Gegrüßt seist du usw.
V. Bitte für uns, o heiliger Franz Xaver,
R. Auf dass wir würdig werden der Verheißungen Christi!
O Gott! der du diejenigen, welche dich ehren, auch ehrst und großmachest, und der du in der Verehrung deiner Heiligen selbst verherrlicht wirst; verleihe uns gnädig, dass wir alle, die wir deines heiligen Bekenners Franz Xaver glorreiche Verdienste andächtig verehren, desselben kräftige Fürbitte erfahren mögen. Durch Jesus Christus, unsern Herrn. Amen.
O liebenswürdiger und liebreicher heiliger Franz Xaver, mit dir bete ich die göttliche Majestät ehrfurchtsvoll an. Hocherfreut bin ich über die ausgezeichneten Gnadengaben, welche Gott dir in diesem Leben, und über die hohe Herrlichkeit, die er dir nach dem Tode verliehen hat. Indem ich ihm dafür innigsten Dank sage, flehe ich zugleich aus ganzem Herzen zu dir: Erlange mir doch durch deine mächtige Fürbitte die große Gnade, ein heiliges Leben zu führen und auch heilig zu sterben. Außerdem bitte ich dich, erflehe mir...
(Hier nennt man die erwünschte geistliche Gnade oder zeitliche Wohltat.)
Wenn aber das, worum ich dich inständig bitte, nicht zur Ehre Gottes und zum wahren Heil meiner Seele gereichen sollte, so erflehe du mir vielmehr, was in jeder Beziehung mir nützlicher ist. Amen.
Vater unser. Gegrüßt seist du. Ehre sei.
Mit kirchlicher Druckerlaubnis
Donnerstag, September 20, 2007
Papst Pius XII., der große Nothelfer
Sein 19jähriges Pontifikat war ein einziges großes Bemühen, seinen Wahlspruch "Opus justitiae pax - Das Werk der Gerechtigkeit ist der Friede!" zu verwirklichen. Als Pontifex Maximus wurde er wahrhaft zum Brückenbauer zwischen den Völkern. Schon zu seinen Lebzeiten wurde er allgemein als "der am meisten geachtete und verehrte Mann der Welt und als einer der größten Päpste des Jahrhunderts" anerkannt. In äußerster Hingabe und Selbstaufopferung war er beseelt von dem Willen "allen alles zu sein" bis in seine letzten Lebensstunden. In seinen 40 Enzykliken bezeugte er seine unvergleichliche Bedeutung als der berufene Walter des kirchlichen Lehramtes. Von säkularer Bedeutung sind vor allem seine Enzykliken "Mystici Corporis" und "Mediator Dei", in denen wir ihn als den großen Hohenpriester unserer Zeit erkennen. Er war der "Pastor angelicus", der engelgleiche Hirte.
Pius XII., der marianische Papst, der Verkünder des Dogmas von der leiblichen Aufnahme Mariens in den Himmel, der Proklamierung des Königtums der allerseligsten Jungfrau Maria, der Marienbotschaften von Lourdes und Fatima durch Gebet und Buße, war wie kein anderer Inhaber des Stuhles Petri mit dem deutschen Wallfahrtsort Altötting verbunden. Er liebte das deutsche Volk und Land und wurde daher als der deutsche Papst bezeichnet.
Reich an Verdiensten starb er im 83. Lebensjahre. Seit seinem Tode erhoben sich auf der ganzen Welt viele Millionen Stimmen, die für seine Selig- und Heiligsprechung eintraten. Ungezählte Bittgesuche gelangten an den Heiligen Stuhl zur Eröffnung des Informativprozesses. Papst Paul VI. leitete im Jahre 1965 den Prozess ein, der große Fortschritte macht. Auf die Anrufung seiner Fürbitte wurden ungezählte Gnaden aller Art erlangt. Er ist zum Nothelfer geworden für viele. Zu wenig ist bekannt, dass schon am 18. Oktober 1958 der Piaristenbruder Simeon Blasco Traver aus Granollers, wie das Ordinariat von Barcelona/Spanien berichtet, plötzlich von einem Halskrebs - er lag schon in der Agonie des Todes - geheilt wurde. Beten wir Deutsche in besonderer Weise um die Verherrlichung des Dieners Gottes, der der Himmelskönigin die Diamantenkrone aufs Haupt setzte, dass ihm bald die Siegeskrone des Seligen und des Heiligen zuteil werde.
Gebet um die Seligsprechung
Dreieiniger Gott, wir bitten Dich durch das Unbefleckte Herz Mariä, verherrliche Deinen treuen Diener, Papst Pius XII., damit Du durch ihn um so mehr verherrlicht wirdst. Ehre sei dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, wie es war im Anfang, so auch jetzt und allezeit und in Ewigkeit. Amen.
Gebet aus Anlass einer Novene
O allerheiligste Dreifaltigkeit! Ich bete Deine unendliche Majestät an und danke Deiner Güte für all die Gnaden und Gaben, die Du Deinem Diener, dem gottseligen Papste Pius XII. verliehen hast. Ich bitte Dich, Du mögest ihn auf Erden verherrlichen. Ich flehe Dich deshalb an, mir durch seine Fürbitte die Gnade ... zu verleihen, die ich demütig von Deiner Barmherzigkeit erwarte. Amen.
Drei Ehre sei dem Vater zur allerheiligsten Dreifaltigkeit, ein Gegrüßet seist Du Maria zur seligen Jungfrau Maria.
NB Wer auf Anrufung Pius XII. Erhörung fand, wird gebeten, an [den Nachfolger von] P. Thaddaeus Ballsieper, O.Carm., 851 [jetzt 90766] Fürth/Bayern, Friedrich-Ebert-Straße 5, zu berichten. Dort erhält man auch Novenenbüchlein und Reliquienbildchen. Spenden für den Seligsprechungsprozess Pius XII. sende man ans Vizepostulat der Karmeliten, 851 [jetzt 90766] Fürth/Bayern, Friedrich-Ebert-Straße 5, Postscheckamt Nürnberg, Konto Nr. 67116.
Mit kirchlicher Druckerlaubnis und der Ordensobern
Dienstag, Mai 22, 2007
Novene zu Ehren des Heiligen Geistes vom hl. Kirchenlehrer Alfons von Liguori - NACHWORT

Z.B.: 1. um mit besonderem Eifer sich das hohe Geschenk der göttlichen Liebe zu erflehen;
2. um sich selbst oder seinen lieben Eltern, Verwandten, Freunden, Lehrern, Obern und Seelsorgern die besondere Erleuchtung und die sieben Gaben des Hl. Geistes zu erbitten;
3. um eine vollkommene Losschälung von allem Irdischen zu erlangen.
Alle Menschen sind ja dazu berufen, sich aufs innigste mit Gott dem Herrn durch die Gnade und die Liebe zu vereinigen. Gottes unbegreifliche Barmherzigkeit ruft und drängt uns dazu. Daß aber trotzdem so wenige dieses Ziel erreichen, liegt daran, daß die meisten zwei Dinge vereinigen wollen, die unvereinbar sind: die Liebe zu Gott und die ungeregelte Liebe zu den Geschöpfen und zu sich selbst.
Darum erweist der hl. Alfonsus sich als einen so ausgezeichneten Seelenführer, weil er die frommen Seelen immer wieder auffordert und anspornt, Gott zu lieben und ihr Herz mit Großmut von den Geschöpfen und von sich selbst loszuschälen, und sie ermuntert, beständig um diese Gnade zu beten. Seine Aszese könnte darum mit Recht kurz und bündig genannt werden die Lehre von der entsagenden Liebe. Gerade diese Lehre hat er nun in seiner Novene zu Ehren des Hl. Geistes in besonderer Weise betont.
4. eine Novene zum Hl. Geiste ist ferner denen besonders zu empfehlen, die in der Berufswahl stehen und über diese Wahl noch nicht im klaren sind. An wen könnten wir uns in dieser wichtigen Angelegenheit wohl besser wenden, als an den Geist der Weisheit, de Frömmigkeit und des Rates?
5. Und wenn die Berufswahl getroffen ist, so ist diese Novene ein sehr geeignetes Mittel, um sich auf wichtigere Lebensereignisse vorzubereiten, bei denen das Licht und die Kraft des Hl. Geistes besonders vonnöten sind. Das ist z.B. der Fall bei Seminaristen, die sich auf den Empfang der heiligen Weihen vorbereiten, sowohl der niederen als auch der höheren, des Subdiaconats, Diaconats und der Priesterweihe.
Auch Ordensleute können mit großem Segen diese Novene halten, um sich vorzubereiten auf die für ihr ganzes Leben so einflußreichen Tage der Einkleidung, der Ordensprofeß und der alljährlich wiederkehrenden feierlichen Erneuerung der heiligen Gelübde.
6. Ist diese Pfingstnovene nicht ferner eine sehr passende Gebetsübung für das Wohl unserer Priester? Die kleine hl. Theresia mahnte so eindringlich, doch viel für die Priester zu beten. "O meine Celine", so schrieb sie ihrer Schwester, laßt uns leben für die Seelen, laßt uns Apostel sein... laßt uns vor allem die Seelen der Priester heiligen... beten und leiden wir für sie! O Celine, möchtest du doch den Notschrei meines Herzens verstehen! "Zeigen wir Verständnis für diesen Notschrei und beten wir viel und eifrig für die Priester, die besonderen Freunde des göttlichen Herzens, damit sie in ihrem persönlichen Leben und in ihrem apostolischen Wirken mehr und mehr beseelt werden von dem wahren fürstlichen Geiste, spiritu principali, dem Geiste Jesu Christi, dem Hl. Geiste.
7. Die Novene zu Ehren des Hl. Geistes ist endlich eine vorzügliche Gebetsübung für die Ausbreitung der hl. Kirche, des Gottesreiches hier auf Erden, für das große Missionswerk unter den Heiden und für das Apostolat unter unsern irrenden Brüdern.
Die Mitglieder der Gebetsvereinigung "ut omnes unum" (gegründet 1878 von Julie von Massow) verrichten täglich das Gebet. "Komm Hl. Geist, erfülle die Herzen Deiner Gläubigen und entzünde in ihnen das Feuer Deiner göttlichen Liebe, auf daß alle eins werden", und fügen dann das Vater unser, die katholischen Mitglieder auch das Gegrüßt seist du Maria hinzu.
Besonders wäre diese Novene sehr geeignet, um von Gott die Wiedervereinigung der getrennten orientalischen Kirchen zu erflehen, bildete doch gerade in dieser Kirche das Lehrstück vom Ausgehen des Hl. Geistes aus Vater und Sohn (filioque) den Gegenstand heftigen und Jahrhunderte lang dauernden Streites.
Doch wir wollen den Hl. Geist nicht bloß um Gnaden bitten, wir wollen ihm auch danken für die vielen kostbaren Gnadenerweise, die er uns bereits hat zuteil werden lassen in der heiligen Taufe, in der heiligen Firmung, in den zahllosen heilsamen Einsprechungen; wir wollen ihn auch um Verzeihung bitten, daß wir ihn durch unsere Sünden so oft betrübt, seine heiligen Einsprechungen so oft vernachlässigt, seiner liebevollen Gnadenwirkung in unserm Herzen so oft Widerstand entgegengesetzt haben. Wir wollen endlich Ehre und Huldigung darbringen demjenigen, der mit dem Vater und dem Sohne zugleich angebetet und verherrlicht wird, dem die Engel und Heiligen ihr ewiges Jubellied: "Heilig, Heilig, Heilig" singen. In Vereinigung mit ihnen wollen auch wir aus ganzem Herzen, mit heiliger Ehrfurcht sprechen: Ehre sei dem Vater und dem Sohne und dem Hl. Geiste!
Novene zu Ehren des Heiligen Geistes vom hl. Kirchenlehrer Alfons von Liguori - 9. Tag
Neunter Tag.Die Liebe Gottes ist ein Schatz, der alle Güter in sich schließt.
1. Die Liebe Gottes ist jener Schatz, von dem das Evangelium sagt, daß man alles verlassen müsse, um ihn zu erlangen. Die Liebe macht uns nämlich der Freundschaft Gottes teilhaftig. "Sie ist ein unendlicher Schatz; wer ihn benutzt, wird der Freundschaft Gottes teilhaftig" (Weish. 7, 14). O Mensch, sagt der heilige Augustin, "warum suchst du Güter? Suche ein Gut, das alle Güter in sich schließt". Aber dieses eine Gut, nämlich Gott, können wir nicht finden, wenn wir die irdischen Dinge nicht verlassen. Die heilige Theresia sagte: Wende dein Herz von den Geschöpfen ab, und du wirst Gott finden. Wer Gott findet, findet alles, was er sich nur wünschen kann: "Habe deine Lust an dem Herrn, so wird er dir geben was dein Herz verlangt" (Ps. 36, 4). Das menschliche Herz strebt ohne Aufhören nach Gütern, die es beglücken können. Sucht dasselbe aber diese Güter bei den Geschöpfen, so wird es, was diese ihm auch bieten mögen, doch niemals befriedigt werden. Wenn unser Herz aber dahin gelangt, nichts anderes, als Gott allein zu verlangen, so befriedigt der Herr alle seine Wünsche. Wer ist wohl glücklicher hier auf Erden als die Heiligen? Und woher kommt das? Weil sie nichts mehr wollen und verlangen, als Gott allein. Ein Fürst begegnete einst auf der Jagd im Walde einem Einsiedler und fragte denselben, was er in dieser Einöde suche. "Und was suchst denn du, mein Fürst"? erwiderte der Einsiedler. "Ich mache Jagd auf wilde Tiere", antwortete jener. "Und ich", entgegnete der Einsiedler, ich suche Gott selbst zu erjagen." Als ein Christenverfolger dem hl. Clemens Gold und Edelsteine anbot, wenn er Christum verleugne, rief der Heilige seufzend aus: Wie ist es doch möglich, daß man Gott mit ein wenig Staub vergleichen kann!"
2. Selig derjenige, der erkennt, welch ein großer Schatz die Liebe Gottes ist und der ihn dann zu erlangen sucht. Hat er ihn gefunden, so wird er sich aus eigenem Antrieb aller irdischen Dinge berauben, um nichts mehr zu besitzen als Gott allein. "Wenn das Haus brennt", sagt der heilige Franz von Sales, "so wirft man alles Gerät zum Fenster hinaus." Der große Diener Gottes, P. Segneri der Jüngere, pflegte zu sagen, die Liebe Gottes sei eine Räuberin, die uns aller irdischen Neigungen beraube, so daß wir ausrufen: "Was sollte ich anders wollen, als Dich alleine, o mein Gott!"
Bis jetzt habe ich nicht Dich gesucht, o mein Gott, sondern nur mich und die Befriedigung meiner Neigungen und auf diese Weise Dir, meinem höchsten Gute, den Rücken zugewandt. Doch tröstet mich das Wort des Propheten: "Gut ist der Herr der Seele, die ihn suchet" (Klagel. 3, 25). Es sagt mir, daß Du, o mein Gott, voll Güte gegen jene bist, die Dich suchen. Geliebter Heiland, ich erkenne, welch großes Übel ich begangen, da ich Dich verlassen habe; ich bereue es von ganzem Herzen. Ich erkenne, welch ein unendlicher Schatz Du bist und ich will diese Erkenntnis nicht länger mißbrauchen. Ich entsage allem und erwähle Dich zum einzigen Gegenstand meiner Liebe. O mein Gott, o meine Liebe, o mein Alles, ich liebe Dich, ich verlange, ich seufze nach Dir! O Heiliger Geist, komme und vernichte in mir durch das Feuer Deiner heiligen Liebe alle Neigungen, die nicht Dich zum Gegenstande haben! Gib, daß ich Dir ganz angehöre und alles überwinde, um Dir wohlzugefallen.
O meine Fürsprecherin und Mutter Maria, hilf mir durch dein Gebet! Amen.
Novene zu Ehren des Heiligen Geistes vom hl. Kirchenlehrer Alfons von Liguori - 8. Tag
Achter Tag.Die Liebe Gottes ist ein Band, das uns mit Gott vereinigt.
1. Gleichwie der Hl. Geist, die unerschaffene Liebe, ein unauflösliches Band ist, das Gott den Vater mit seinem Sohne verbindet, so ist er auch ein Band, das die Seele mit Gott vereinigt. Die Liebe Gottes, sagt der heilige Augustin, ist eine Tugend, die uns mit Gott verbindet. Deshalb rief der heilige Loenz Justinian voll Freude aus: "O Liebe, welch ein mächtiges Band bist du, da du einen Gott mit unsern Seelen zu vereinigen imstande bist!" Die Bande dieser Welt sind Bande des Todes; Gottes Bande aber sind Bande des Lebens und des Heiles. "Seine Bande sind Bande des Heiles" (Ekkl. 16, 31). Sie vereinigen uns nämlich mittels der Liebe mit Gott, der unser wahres und alleiniges Leben ist.
Ehe Jesus Christus auf die Welt gekommen, flohen die Menschen vor Gott. Da sie voll Anhänglichkeit an die irdischen Dinge waren, so wollten sie sich nicht mit ihrem Schöpfer vereinigen; aber unser liebevoller Gott hat sie mit den Banden der Liebe an sich gezogen, wie er es durch den Propheten schon vesprochen hatte: "Mit menschlichen Banden zog ich sie, mit Banden der Liebe" (Os. 11,4). Diese Banden der Liebe sind die Wohltaten, die uns Gott erwiesen hat, die Erleuchtungen, die er uns erteilt, das Gebot, ihn zu lieben, die Verheißung des Himmelsreiches und vor allem, daß er uns seinen Sohn am Kreuze und im heiligsten Altarssakramente geschenkt, sowie endlich die Sendung des Heiligen Geistes. Deshalb ruft denn auch der Prophet aus: "Löse die Bande deines Halses, du gefangene Tochter Sions" (Isaias 52,2). O Seele, die du für den Himmel erschaffen bist, löse deine irdischen Fesseln und vereinige dich mit Gott durch das Band seiner heiligen Liebe! "Habet die Liebe, die das Band der Vollkommenheit ist" (Kolosser 3,14).
2. Die Liebe ist ein Band, das alle Tugenden in sich schließt und der Seele alle Vollkommenheit verleiht. "Liebe, und dann tue, was tu willst", sagt der heilige Augustin. Wer nämlich Gott liebt, der bemüht sich alles zu fliehen, was seinem Geliebten mißfallen könnte und sucht in allen Dingen Gott wohlgzugefallen.
O mein geliebter Jesus, Du hast mich nur allzu sehr zu Deiner Liebe verpflichtet, es hat Dich gar zu viel gekostet, meine Liebe zu erlangen! Gar zu groß wäre also mein Undank, wenn ich, nachdem Du Dein Blut für mich vergossen und Dein Leben für mich hingegeben hast, Dich nur wenig liebte oder mein Herz zwischen Dir und den Geschöpfen teilen wollte. Ich will mich von allem losschälen und Dir allein alle meine Neigungen schenken. Aber ich bin zu schwach, um meinen Wunsch ins Werk zu setzen; gib Du, der Du mir diese Gesinnungen eingeflößt, meiner Seele auch die Kraft, sie auszuführen. Verwunde, o Jesus, mein armes Herz mit den Pfeilen Deiner Liebe, damit es fortwährend nach Dir seufze, ohne Unterlaß Dich suche, nur nach Dir verlange und allzeit Dich finde. O mein Jesus, ich will nur Dich, nur Dich allein! Gib, daß ich oft im Leben und besonders im Tode diese Worte wiederhole: "Ich will nur Dich - nur Dich allein!" -
O Maria, meine Mutter, erwirke mir die Gnade, daß ich von heute an nichts anderes wolle, als Gott allein! Amen.
Fortsetzung: Novene zu Ehren des Hl. Geistes - neunter Tag
Novene zu Ehren des Heiligen Geistes vom hl. Kirchenlehrer Alfons von Liguori - 7. Tag
Siebenter Tag.Die Liebe Gottes ist ein Gast, der keinen andern in der Seele duldet.
1. Der Heilige Geist wird ein Gast der Seele genannt: "Süßer Gast der Seele." Diesen Gast hat Jesus jenen verheißen, die ihn lieben, da er spricht: "Wenn ihr mich liebt, so will ich den Vater bitten, und er wird euch einen andern Tröster geben, damit er in Ewigkeit bei Euch bleibe" (Joh. 14, 15, 16.). Der Hl. Geist verläßt die Seele nie, wenn sie selbst ihn nicht aus ihrem Herzen vertreibt. "Er verläßt nur dann", sagt ein Schriftsteller, "wenn er selbst verlassen wird". Gott wohnt also in einem Herzen, das ihn liebt; aber er selbst erklärt, daß er nur dann mit uns zufrieden ist, wenn wir ihn von ganzem Herzen lieben. Der heilige Augustin berichtet, daß die heidnischen Römer Jesus Christus deshalb nicht unter die Zahl ihrer Götter aufnehmen wollten, weil er ein stolzer Gott sei, der allein angebetet werden wolle. Sie hatten recht; und wirklich duldet der Heiland in dem Herzen, das ihn liebt, keinen Genossen. Er will allein darin wohnen, er will allein geliebt werden; und wenn er sieht, daß außer ihm irgend ein Geschöpf teil an unserm Herzen hat, so betrachtet er dasselbe, sozusagen, mit neidischen Augen. Der heilige Jakobus schreibt deshalb: "Meint ihr, daß die Schrift ohne Grund sage: Hat der Geist, der in uns wohnt, nicht einen Hang zum Neide? (Jak. 4, 5) "Kurz", sagt der heilige Hieronymus, "Jesus ist ein eifersüchtiger Gott." Deshalb lobt unser himmlischer Bräutigam jene Seelen, die wie die Turteltauben einsam und von der Welt entfernt leben: "Deine Wangen sind schön, wie die der Turteltaube" (Hohel. 1, 9.). Darum will er, daß die Welt keinen Teil an jener Liebe habe, die allein besitzen will, und nennt seine Braut einen verschlossenen Garten: "Ein verschlossener Garten bist du, meine Schwester, meine Braut" (Hohel. 4, 12). Du bist ein Garten, der aller irdischen Liebe verschlossen ist.
2. Verdient etwa Jesus Christus unsere Liebe nicht? Der heilige Johannes Chrysostomus sagt: "Alles hat er dir gegeben, nichts hat er sich vorbehalten". Sein Leben und sein Blut hat er für dich hingegeben, und es bleibt ihm nichts mehr übrig, das er dir noch geben könnte.
Ich erkenne, o mein Gott, wie sehr Du verlangst, daß ich Dir ganz angehöre. Obgleich ich Dich so oft aus meinem Herzen vertrieben habe, hast Du dennoch wieder in dasselbe zurückkehren wollen, um Dich mit mir zu vereinigen. So nimm denn jetzt vollkommen Besitz von meinem Herzen; ich schenke mich Dir heute ganz und gar. Nimm mich an, mein Jesus, und laß nicht zu, daß ich in der Folge auch nur einen Augenblick lebe, ohne Dich zu lieben. Du suchest mich, auch ich will nichts anderes als dich. Du willst, daß mein Herz ganz Dir angehöre; siehe, mein Herz begehrt nichts anderes als Dich allein, Du liebst mich; auch ich liebe Dich. Und weil Du mich liebst, so vereinige mich immer enger mit Dir, damit ich nie wieder von Dir getrennt werde.
O Maria, Königin des Himmels, auf dich setze ich all mein Vertrauen! Amen.
Fortsetzung: Novene zu Ehren des Hl. Geistes - achter Tag
Novene zu Ehren des Heiligen Geistes vom hl. Kirchenlehrer Alfons von Liguori - 6. Tag
Sechster Tag.Die Liebe Gottes ist eine Kraft, die uns stärkt.
1. "Stark wie der Tod ist die Liebe" (Hohel. 8, 6). Gleichwie es in der Welt keine Kraft gibt, die dem Tode widerstehen kann, so gibt es auch für eine Seele, die Gott liebt, keine Schwierigkeit, die nicht endlich der Liebe weichen müßte. Wenn es darauf ankommt, dem Geliebten wohlzugefallen, so erträgt die Liebe alles: Verlust, Verachtung und Schmerz. Nichts ist so hart, das dem Feuer der Liebe nicht nachgeben müßte. Das sicherste Kennzeichen der Liebe Gottes besteht also darin, daß die Seele dem Herrn nicht nur im Wohlergehen, sondern auch zur Zeit der Trübsal in der Liebe treu bleibt. "Gott ist ebenso liebenswürdig", sagt der heilige Franz von Sales, "wenn er Widerwärtigkeiten, als wenn er uns Tröstungen zuschickt; denn er tut ja alles aus Liebe zu uns". Ja, je mehr er uns auf Erden züchtigt, desto mehr liebt er uns. Der heilige Johannes Chrysostosmus schätzte den heiligen Paulus glücklicher, weil er in Ketten geschmachtet hatte, als weil er in den dritten Himmel entrückt worden war. Deshalb freuten sich auch die heiligen Märyrer inmitten ihrer Leiden; ja wenn sie aus Liebe zu Gott etwas zu leiden hatten, so dankten sie ihm dafür als für die größte Gnade, die er ihnen erweisen könnte. Die andern Heiligen aber, die nicht von den Tyrannen gepeinigt wurden, sind aus Liebe zu Gott durch ihre Bußwerke ihre eigenen Peiniger geworden.
2. Der heilige Augustin sagt, wer liebt, emüdet nicht, und sollte er auch müde werden, so liebt er diese Ermüdung. - O Gott meiner Seele, zwar sage ich, daß ich Dich liebe, allein was tue ich aus Liebe zu Dir? - nichts. Das ist also ein Zeichen, daß ich Dich gar nicht, oder doch zu wenig liebe. Sende mir also, o mein Jesus, den Heiligen Geist, damit er mir Kraft verleihe, ehe ich sterbe, aus Liebe zu Dir zu leiden und etwas für Dich zu tun! Laß mich doch, geliebter Heiland, nicht sterben in diesem Zustand der Kälte und Undankbarkeit, in dem ich bisher dahingelebt habe. Schenke mir Kraft, das Leiden zu lieben, nachdem ich so viele Sünden begangen, wofür ich die Hölle verdient hätte. O mein Gott, der du lauter Güte und Liebe bist, Du wünschest in diesem Herzen zu wohnen, aus dem ich Dich so oft vertrieben habe! Komme, schlage Deine Wohnung darin auf; nimm es in Besitz und mache, daß es ganz Dir angehöre. Ich liebe Dich, mein Gott; aber da ich Dich liebe, so bist Du schon bei mir eingekehrt; denn der heilige Johannes versichert mich: "Wer in der Liebe bleibt, bleibt in Gott und Gott in ihm" (1. Joh. 4, 16.). Weil Du also schon bei mir bist, so vermehre in mir die Liebe; binde mich fest mit den Banden der Liebe, damit ich nichts wünsche, nichts suche, nichts liebe, als Dich allein, und damit ich mit Dir vereinigt, mich nie wieder von Deiner Liebe trenne. Ich will Dir angehören, o mein Jesus, ich will Dir ganz angehören.
O meine Königin und Fürsprecherin Maria, erlange mir Liebe und Beharrlichkeit! Amen.
Fortsetzung: Novene zu Ehren des Hl. Geistes - siebter Tag
Novene zu Ehren des Heiligen Geistes vom hl. Kirchenlehrer Alfons von Liguori - 5. Tag
Fünfter Tag.Novene zu Ehren des Heiligen Geistes vom hl. Kirchenlehrer Alfons von Liguori - 4. Tag
Vierter Tag.Novene zu Ehren des Heiligen Geistes vom hl. Kirchenlehrer Alfons von Liguori - 3. Tag
Dritter Tag.Novene zu Ehren des Heiligen Geistes vom hl. Kirchenlehrer Alfons von Liguori - 2. Tag
Zweiter Tag.Novene zu Ehren des Heiligen Geistes vom hl. Kirchenlehrer Alfons von Liguori - 1. Tag
Erster Tag.Die Liebe Gottes ist ein Feuer, das entflammt.
Novene zu Ehren des Heiligen Geistes vom hl. Kirchenlehrer Alfons von Liguori - VORWORT
Herausgegeben (1929) von P. Martin Stoks C.Ss.R.Mit Genehmigung der geistl. Obrigkeit. Kevelaer, Butzon & Bercker G.m.b.H., Verleger des Hl. Apostolischen Stuhles. - Imprimatur servatis de jure servandis. Wittem, 16. Oct. 1929 - L. Wouters C.Ss.R., sup. prov. - Imprimatur Monasterii, die 1. Octobris 1929, No. 5509, Meis, Vicarius Episcopi Generalis.
VORWORT
Deus caritas est. Gott ist die Liebe (I. Joan. IV. 8).
In seinem Rundschreiben vom 9. Mai 1897 über die Verehrung und Anrufung des Hl. Geistes beklagt es Papst Leo XIII. mit Recht, daß viele Christen die heilsame Andacht zu der dritten Person in der heiligsten Dreifaltigkeit so sehr vernachlässigen.
Der Gedanke an den Hl. Geist war den Gläubigen der ersten christlichen Zeiten ganz vertraut. Zarte Junfrauen und selbst Kinder, so erzählt P. Weiß, waren von der Innewohnung des Hl. Geistes in ihren Herzen so lebendig durchdrungen, daß ihnen das als etwas ganz Selbstverständliches erschien, wie klar hervorgeht aus der Geschichte der heiligen Lucia, Agnes und Agatha.
Die hl. Lucia wurde ihres Glaubens wegen von ihrem heidnischen Bräutigam beim Richter Paschasius angeklagt; aber unerschrocken, voll heiliger Freude bekannte sie laut ihren Glauben, ihre Liebe zu Christus und zur Jungfräulichkeit. Wütend über eine solche Beschämung sprach der Richter: "Wenn es zum Geißeln kommt, dann werden dir die Worte schon vergehen." Doch Lucia erwiderte: "Wer Gott dem Herrn dient, ist um ein passendes Wort nicht verlegen". Denn Jesus hat gesagt: "Seid nicht besorgt, wie oder was ihr vor Königen und Richtern reden sollt, in jener Stunde wird euch eingegeben, was ihr reden sollt; denn nicht ihr seid es, die da reden, sondern der Geist eures Vaters ist es, der in euch redet". Da fragte Paschasius: "Wohnt denn der Hl. Geist in dir?" Und Lucia, die unerschrockene Blutzeugin, antwortete: "Alle, die ein keusches und gottesfürchtiges Leben führen, sind Tempel des Hl. Geistes".
Möchten darum alle Christen diese gnadenreiche Andacht zum Hl. Geiste mehr lieben und üben! Eine Quelle des Segens, des Lichtes, der Stärke, des Trostes und der Ermutigung würde sie ihnen sein, "eine Quelle, die sprudelt zum ewigen Leben". Lehrt doch die tröstliche Erfahrung, daß solche Seelen, die zu einer innigeren Vereinigung mit Gott auserwählt sind, sich vom Hl. Geiste selber zu dieser verinnerlichenden und beglückenden Andacht hingezogen und angetrieben fühlen; und daß andererseits jene, die eine Zeitlang mit heiligem Eifer diese vorzüglichste Andacht üben, allmählich wie von selbst tiefer in die Geheimnisse des geistlichen Lebens eingeführt werden. Der Hl. Geist ist eben der vornehmste Seelenführer, die geheimste Triebkraft im geistlichen Leben.
Um daher die gnadenreiche Andacht zum Hl. Geiste mehr und mehr zu fördern, bietet dieser Text allen, die nach inniger Gottesvereinigung streben, die tefflichen Betrachtungen, Anmutungen und Gebete, die der heilige Kirchenlehrer Alfonsus im Jahre 1767 als Novene zur Vorbereitung auf das hochheilige Pfingstfest herausgegeben.
Der heilige Lehrer selber leitet diese Novene mit folgenden Gedanken ein:
Unter allen Novenen ist die Novene zu Ehren des Hl. Geists die vorzüglichste; denn sie ist die erste, die in der hl. Kirche gehalten wurde und zwar von den hl. Aposteln und der allerseligsten Jungfrau selber im Speisesaal zu Jerusalem. Sie hat den reichsten Erfolg gehabt; wurde sie doch mit außerordentlichen Wundern und Gnadengaben gesegnet, besonders mit der Sendung des Hl. Geistes selber. Der Hl. Geist ist ja das kostbarste Gnadengeschenk, das Jesus Christus uns durch sein Leiden verdient hat. Das gab uns Jesus selbst zu verstehen, da er zu seinen Jüngern sprach, er werde uns den Hl. Geist nicht senden können, wenn er nicht den Tod erleide. "Si enim non abiero, Paraclitus non veniet ad vos; si autem abiero, mittam eum ad vos." Denn gehe ich nicht hin, so wird der Tröster nicht zu euch kommen; gehe ich aber hin, so werde ich ihn euch senden." Joan. 16. 17.
Ferner - so fährt St. Alfonsus fort - wissen wir durch den Glauben, daß der Hl. Geist die Liebe ist, die Gott Vater und Gott Sohn zu einander tragen. Darum wird die Mitteilung der Liebe, dieser kostbarsten aller Gaben, in besonderer Weise dem Hl. Geiste zugeschrieben nach den Worten des heiligen Paulus: Caritas Dei diffusa est in cordibus nostris per Spiritum Sanctum, qui datus est nobis. "Die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsere Herzen durch den Hl. Geist, der uns gegeben ist." (Rom. 5. 5).
Und so - schließt St. Alfonsus mit Recht - ist es wohl angebracht, in dieser Novene vor allem den hohen Wert der göttlichen Liebe zu betrachten, damit wir feurig nach ihr verlangen und uns durch fromme Übungen und vorzüglich durch das Bittgebet bemühen, sie zu erlangen, da Gott sie denen verheißen hat, die demütig darum bitten: "Pater vester de coelis dabit spiritum bonum petentibus se." Euer Vater im Himmel wird den guten Geist denen geben, die ihn darum bitten. (Luc. 11. 18).
Diese Überzeugung also, daß wir den Hl. Geist vor allem verehren und anrufen sollen, um das große Geschenk der göttlichen Liebe zu erlangen, veranlaßt den hl. Alfonsus, uns in der folgenden Novene namentlich die Herrlichkeiten der göttlichen Liebe vor die Seele zu führen. Anregung und Begeisterung dazu schöpft er besonders aus den erhabenen Gedanken und Gebeten der Liebe atmenden Pfingstsequenz:
Veni, sancte Spiritus, Et emitte coelitus Lucis tuae radium.
Komm o Geist der Heiligkeit, aus des Himmels Herrlichkeit. Sende Deines Lichtes Strahl!
"Du fragst mich" - so schrieb einmal eine frommen Seele das vom Hl. Geiste so sehr begünstigte Gnadenkind, die kleine hl. Theresia - du fragst mich nach einem Mittel, um zur Vollkommenheit zu gelangen? Ich kenne nur eines, die Liebe". Und ihrer Schwester Celine vesicherte sie: Ich weiß wohl, manche Seelenführer raten an, die Tugendakte zu zählen; mein Seelenführer Jesus rät mir das Zählen nicht an; er lehrt mich alles aus reiner Liebe zu tun. Und am Vorabende ihres Sterbens konnte sie das Zeugnis ablegen: "Ich habe dem lieben Gott nur Eines geschenkt, die Liebe".
Das ist auch die Auffassung und Lehre des hl. Alfonsus." Der Weg der Liebe", so sagt er wörtlich, "scheint mir der sicherste zu sein und zwar für Alle." Und ansderswo bemerkt er: Das Ablegen unserer Fehler und Gebrechen (via purgativa, Weg der Reinigung), die Übung der sittlichen Tugenden (via illuminativa, Weg der Erleuchtung) verdient gewiß unsere ganze Aufmerksamkeit und Sorgfalt; aber unser Hautpstreben muß doch auf die Liebe gerichtet sein (via unitiva, Weg der Einigung).
Der hl. Lehrer war eben tief durchdrungen und hatte es in seinem eigenen Leben erfahren, wie wahr das schöne Wort des Hohenliedes ist: "Fortis est ut mors dilectio. Stark wie der Tod, der alles überwindet, ist die Liebe."
Die Liebe, - so äußert sich ein anderer Lehrer der göttlichen Liebe, der hl. Franz von Sales - die Liebe ist stark wie der Tod, um uns alles vergessen zu lassen, und herrlich wie die Auferstehung, um uns mit Glorie und Herrlichkeit zu umkleiden.
Die Liebe - so dürfen wir gewiß im Geiste des hl. Alfonsus dieses herrliche Wort des hl. Franz von Sales weiter ausführen - die Liebe ist stark wie der Tod, um uns alles vergessen zu lassen, nämlich alles, was nicht Gott ist und uns von allem Irdischen, Sinnlichen und Vergänglichen loszuschälen, zu reinigen und frei zu machen; und sie, die Liebe, ist herrlich wie die Auferstehung, um uns zu umkleiden mit der Glorie der Tugenden und dem Glanze der Gnade, wie sie die innige Vereinigung und der vertraute Umgang mit Gott dem Menschen schon hier auf Erden innerlich, nicht selten sogar äußerlich zu verleihen vermag als einen schwachen Vorgeschmack der himmlischen Herrlichkeit und Verklärung, die uns im Jenseis auf den Höhen des ewigen Tabor zuteil wird.
Verehren wir darum mit heiligem Eifer den Hl. Geist, der die Liebe in unsere Herzen ausgießt! Nach dem Beispiele der Apostel, die seiner Anunft mit heiliger Sehnsucht entgegenharrten im Abendmahlssaal zu Jerusalem, wollen auch wir uns auf seine Heimsuchung vorbereiten mit lebendigem Verlangen in Vereinigung mit Maria, der Mutter Jesu, zu der der Engel bei der Verkündigung das heilbringende Wort gesprochen: "Der Hl. Geist wird über dich kommen und die Kraft des Allerhöchsten wird dich überschatten."
Fortsetzung: Novene zu Ehren des Hl. Geistes - Erster Tag
1. Papst Leo XIII. verlieh durch Breve vom 5. Mai 1895 und durch Rundschreiben vom 9. Mai 1897 allen Gläubigen, die öffentlich, gemeinsam mit andern oder allein die Novene zur Vorbereitung auf das heilige Pfingstfest halten und dabei besondere Gebete zu Ehren des Heiligen Geistes verrichten, folgende Ablässe:
- einen Ablaß von 7 Jahren und 7 mal 40 Tagen für jeden Tag; einen vollkommenen Ablaß an einem der neun Tage der Novene oder an einem Tage der Octave. Bedingung: Beichte, Kommunion, Gebet nach der Meinung des hl. Vaters.
- Dieselben Ablässe sind für die Pfingstoctave bewilligt, wenn man in dieser Octave ähnliche Gebete zum Hl. Geiste verrichtet wie in der Pfingstnovene.
2. Durch Rescript vom 5. Januar 1849 und durch ein anderes der Ablaßkongregation bewilligte Papst Pius IX. allen Gläubigen, die zu einer beliebigen Zeit des Jahres mit beliebigen von der kirchlichen Obrigkeit gutgeheißenen Gebeten eine Novene zum Hl. Geiste halten, folgende Ablässe:
- 500 Tage Ablaß an jedem der neun Tage; vollkommenen Ablaß während der Novene oder an einem der acht unmittelbar darauffolgenden Tage. Bedingung: Beichte, Kommunion, Gebet nach der Meinung des hl. Vaters. (Raccolta).
3. Papst Pius VI. verlieh durch Breve vom 26. Mai 1796 allen Gläubigen, die den Hymnus: Veni Creator Spiritus oder die Sequenz Veni Sancte Spiritus beten, folgende Ablässe:
- Einen vollkommenen Ablaß einmal im Monate an einem beliebigen Tage für jene, welche täglich das Veni Creator Spiritus oder das Veni Sancte Spiritus beten. Bedingung: Beichte, Kommunion und Gebet nach den gewöhnlichen Meinungen;
- 300 Tage, wenn man am Pfingstsonntag und während der Octave das eine oder andere Lied spricht und nach den gewöhnlichen Meinungen betet;
- 100 Tage jedesmal an allen anderen Tagen des Jahres, wenn man das eine oder andere Lied spricht und wie oben betet. (Raccolta.)
Montag, Juni 19, 2006
Haupt-Christi-Novene
VORWORT
Wer kennt die Gedanken des Herrn? Wer kann Ihn beraten?
Die vielen wissenschaftlichen Entdeckungen dieses Jahrhunderts haben nicht zur einzig wichtigen Entdeckung geführt: die Entdeckung von Gottes wunderbarer Vorsehung, Weisheit, Liebe, Allmacht. Das Gift der Schlange, der Unglaube, der Zweifel, der Stolz, ist in viele Herzen eingedrungen. Gott ist Liebe, doch weigert sich die Menschheit, Ihm zu dienen, dann dient sie Seinem Feind, dem Satan, dem Haß. Gott ist neben Liebe auch Wahrheit, und Er will in Wahrheit angebetet werden. Je mehr wir Seine Weisheit entdecken, desto größer wird unser Vertrauen auf Seine Allmacht und Vorsehung. In Seiner Vorsehung hat Gott schon längst das Gegengift bereitet gegen den Glaubensabfall unserer Zeit:
Teresa Helena Higginson (1844-1905), eine englische Mystikerin, die arme Kinder unterrichtete, wurde von Jesus beauftragt, die Andacht zum Heiligsten Haupte des Erlösers als Sitz der Göttlichen Weisheit bekanntzumachen. Zwischen ihr und dem Heiland fand eine mystische Hochzeit statt, sie empfing die Wundmale Christi. Ihr geistlicher Vater von 1883 bis 1905, Kanonikus Snow, hat geschrieben: "Ich halte es für angebracht, zu sagen, daß ich fest davon überzeugt bin, daß sie nicht nur eine Heilige ist, sondern darüber hinaus eine der größten Heiligen, welche der Allmächtige Gott jemals in Seiner Kirche aufgezogen hat."
Gott selbst will diese Andacht! Wie die demütige Gottesmutter als Sitz der Weisheit der stolzen Schlange (Genesis 3) den Kopf zertreten wird, so wird die Verehrung des Heiligsten Hauptes Jesu als Sitz der Göttlichen Weisheit also dasselbe tun: ein doppelter Sieg für die Heilige Kirche und für den Himmel! Der Herr wünscht, daß der erste Freitag nach dem Feste Seines Heiligsten Herzens zum Festtag zu Ehren Seines Heiligsten Hauptes als dem Sitz der Göttlichen Weisheit bestimmt werde und daß Ihm eine öffentliche Anbetung erbracht werde zur Sühne für alle Schmach und Sünden, die fortwährend gegen Ihn begengen werden. Eph. 4:16: "Er (Jesus) ist das Haupt, durch Ihn wird der ganze Leib zusammengehalten".
ERSTER TAG
"Die Weisheit will sich preisen,
Inmitten ihres Volkes sich rühmen!
Sie öffnet ihren Mund in der Gemeinde des Allerhöchsten,
Und wird sich erheben vor Seiner Heerschar;
Beim auserwählten Volk will Sie sich loben,
Und unter den Gesegneten sich verherrlichen.
Aus dem Munde des Allerhöchsten kam Ich hervor,
Und bedeckte die Erde wie ein Nebel" (Ekkl. 24: 1-8)
Vater unser... Gegrüßet seist Du, Maria...
O Weisheit des Heiligsten Hauptes, lenke uns auf allen unseren Wegen! O Liebe des Heiligsten Herzens, verzehre uns durch Dein Feuer.
Unser Herr zu Teresa: "So wie der Mensch, als er infolge der Schlauheit und des Betrugs des Teufels erstmals im Paradies abfiel von Gott, zu geistiger Finsternis und zum Tode kam... so wird in diesen späteren Tagen von Finsternis, Selbstgenügsamkeit, geistigem Hochmut und Eitelkeit, der Glanz des Göttlichen Lichtes, wobei nichts Unreines stand hält, glorreicher und leuchtender strahlen als tausend Sonnen; und das Bild von Gottes Güte, Majestät und Macht wird man sehen in diesem reinen Spiegel von Wahrheit, Reinheit, Kenntnis und Liebe." (Osterwoche 1898)
ZWEITER TAG
"Die Ehrfurcht vor Jahve ist die Grundlage der Weisheit;
Aber Ungläubige lachen über Weisheit und Zucht." (Sprüche 1:7)
"Die Weisheit ruft laut in den Straßen,
Auf den Plätzen erhebt Sie ihre Stimme;
Sie ruft auf der Zinne der Mauern,
Und spricht am Eingang der Tore:
'Wie lange noch, Dumme, wollt ihr noch albern bleiben,
Bleiben die Vorwitzigen eingebildet,
Wollen die Tore von keiner Weisheit hören?
Wendet euch zu meiner Ermahnung;
Dann gieße Ich Meinen Geist über euch aus,
Und mache euch Meine Worte bekannt!" (Sprüche 1:20-23)
Vater unser... Gegrüßet seist du, Maria...
O Weisheit des Heiligsten Hauptes, lenke uns auf allen unseren Wegen! O Liebe des Heiligsten Herzens, verzehre uns durch Dein Feuer.
Teresa: "Wie bei Abraham müssen auch bei uns der Gehorsam und der Glaube zuerst und vor allem wahrhaftig und geprüft sein; unseren Verstand müssen wir beugen in Gehrosam gegen den Glauben... und Gott wird uns das Lamm zeigen, gefangen in den Dornen, das Lamm, Das Er nachdrücklich und einzig als Opfer an Seine gekränkte Gottheit, an Seine endlose und ewige Weisheit verlangt." (Juni 1883)
DRITTER TAG
"Denn große Tore sind alle Menschen, die Gott nicht kennen:
Die Ihn nicht zu sehen vermögen durch die sichtbaren Güter hindurch,
Und wohl Seine Werke anschauen, doch den Schöpfer nicht finden; (...)
Denn aus der Großartigkeit und Schönheit der Geschöpfe
Kennt man durch Vergleich den Schöpfer." (Weisheit 13)
"In der Tat, Gottes Zorn sinkt nieder vom Himmel herab über alle Gottlosigkeit und Ungerechtigkeit der Menschen, die der Wahrheit durch Ungerechtigkeit Gewalt antun. Denn was man wissen kann über Gott, kann auch von ihnen gekannt werden; Gott hat es ihnen doch deutlich gemacht. Denn Sein unsichtbares Wesen, Seine ewige Macht und Seine Gottheit sind seit der Schöpfung der Welt bei einigem Nachdenken aus dem Geschaffenen deutlich erkennbar. Sie sind also nicht zu entschuldigen." (Röm. 1:18)
Vater unser... Gegrüßet seist Du, Maria,...
O Weisheit des Heiligsten Hauptes, lenke uns auf allen unseren Wegen!
O Liebe des Heiligsten Herzens, verzehre uns durch Dein Feuer!
Teresa: "Was mir zu verstehen gegeben wurde, ist folgendes: Die Vernunft oder der Intellekt ist in uns der Teil der Seele, der Gott am nächsten steht; auf eine besondere Weise ist dieser Teil ein Bild von Gott; ja, er ist das Licht von Gott Selbst in der Seele, und darin sehen wir Gott, wie Er ist, und uns selbst, wie wir sind; und dadurch sind wir imstande, zwischen Gut und Böse zu unterscheiden." (Ge-wissen)
"Mit Verstand und Kenntnis erfüllte Er sie, und zeigte ihnen, was gut und böse ist. Er setzte Sein Auge in ihr Herz, damit sie die Größe Seiner Werke verstehen würden." (Weisheit 17)
VIERTER TAG
Gottes ewige Weisheit (St. Franz von Sales)
"Gottes ewige Weisheit hat von Ewigkeit her das Kreuz ersehen, das Er dir als Sein kostbares Geschenk aus Seinem Herzen gibt; Er hat dieses Kreuz, bevor Er es dir schickte, mit Seinen allwissenden Augen betrachtet, es durchdacht mit Seinem Göttlichen Verstande, es geprüft mit Seiner weisen Gerechtigkeit, mit liebenden Armen es durchwärmt. Und Er hat es gewogen mit Seinen beiden Händen, ob es nicht ein Milligramm zu schwer und einen Millimeter zu groß sei. Und Er hat es gesegnet mit Seinem allerheiligsten Namen, mit Seiner Gnade es durchsalbt, mit Seinem Troste es durchduftet, und dann hat Er nochmals auf dich und deinen Mut geblickt. Und so kommt es schließlich aus dem Himmel als ein besonderer Gruß Gottes an dich - als ein Almosen der allerbarmenden Liebe Gottes zu dir."
Vater unser ... Gegrüßet seist Du, Maria, ...
O Weisheit des Heiligsten Hauptes, lenke uns auf allen unseren Wegen!
O Liebe des Heiligsten Herzens, verzehre uns duch Dein Feuer!
Teresa: "Die Glieder Seines anbetungswürdigen Leibes, sowie die fünf Sinne waren geleitet und gelenkt durch die intellektuellen und geistigen Kräfte, und wir verehren jeden Akt, den sie inspiriert haben und den der Leib vollführt hat; denn, wenn wir nur schon unsere Hände bewegen, müssen wir uns der Käfte der Seele bedienen, und wäre es nur unseren Willen, um dies oder irgendetwas anderes zu wollen. Aber in einer jeden Handlung des Gott-Menschen sehen wir einen unendlichen Grad der Weisheit, der Macht, der Wissenschaft und der Liebe, und im Beweggrund eines jeden Aktes sehen wir die vollkommene Erfüllung des Gesetzes: Gott über alles zu lieben und unseren Nächsten wie uns selbst." (16. Juli 1881)
FÜNFTER TAG
"Der Geist Jahves, Meines Herrn, ruht auf Mir, denn Jahve hat Mich gesalbt; Er hat Mich gesandt, den Armen die Gute Nachricht zu bringen, zu verbinden die gebrochenen Herzen, den Gefangenen Befreiung zu verkünden, den Gefesselten Freilassung; das Gnadenjahr Jahves anzusagen," (Lukas 4)
"den Tag der Rache unseres Gottes" (Fortsetzung aus Jesaja 61:1-2)
"Dann wird aus dem Stumpf Isai ein Zwirn entsprießen, ein neuer Trieb aus seiner Wurzel wird keimen. Der Geist Jahves wird auf Ihm ruhen: der Geist von Weisheit und Verstand, der Geist von Rat und Stärke, der Geist von Erkenntnis und Gottesfurcht, und die Furcht des Herrn wird Ihn erfüllen." (Jesaja 11)
"Und Jesus sagte zum Schriftgelehrten: 'Was steht im Gesetz? Was liest du dort?' Er antwortete: 'Du sollst den Herrn, deinen Gott, über alles lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele, mit allen deinen Kräften und mit deinem ganzen Verstand, und deinen Nächsten wie dich selbst.' Und Er sagte ihm: 'Du hast richtig geantwortet; handle so, und du wirst leben.'" (Lukas 10)
Vater unser... Gegrüßet seist Du, Maria, ...
O Weisheit des Heiligsten Hauptes, lenke uns auf allen unseren Wegen!
O Liebe des Heiligsten Herzens, verzehre uns durch Dein Feuer!
Teresa: "Unser Herr zeigte mir, wie die Menschen Seine Göttliche Weisheit durch den Mißbrauch der drei Vermögen ihrer unsterblichen Seele und durch ihre Süden kränken, wie sie, so weit es ihnen möglich ist, das Bild des Dreifaltigen Gottes in ihnen auslöschen und mit unsinnigen Torheiten der Natur ihren Gott zu entziehen suchen. Sie versuchen zu beweisen, daß die Materie ewig und in sich selbstschöpferische Kraft habe, daß es weder einen Gott gebe noch eines Gottes bedürfe. (-) Die Menschen verdunkeln durch diesen Unglauben auch ihren Verstand. Nimm die Sonne weg, und wir werden weder Licht noch Wärme habe. Nimm den Glauben, der das Licht der Seele ist, weg, und alles wird Verfall und Verwüstung; ohne Glauben können wir Gott weder lieben noch Ihm dienen." (Juni 1883)
SECHSTER TAG
Die Weisheit spricht: "Ich bin die Mutter der reinen Liebe, der Gottesfurcht, der Erkenntnis und der heiligen Hoffnung. In Mir ist alle Gnade von Leben und Wahrheit, in Mir alle Hoffnung auf Leben und Tugend. Kommt zu Mir, die ihr Mich begehrt, und sättigt euch an Meinen Früchten." (Ekkl. 24:18)
Ekkl. 15:14: "Seit Gott den Menschen schuf im Anfang, hat Er ihn dem eigenen Verstande überlassen. Wenn du willst, kannst du die Gebote beachten, und wenn du weise bist, vollbringst du Seinen Willen. Vor dich sind Wasser und Feuer hingestellt; strecke aus deine Hand nach demjenigen, was du vorziehst: Vor dem Menschen liegt die Wahl zwischen Leben und Tod; was er verlangt, das wird ihm gegeben."
Vater unser... Gegrüßet seist Du, Maria, ...
O Weisheit des Heiligsten Hauptes, lenke uns auf allen unseren Wegen!
O Liebe des Heiligsten Herzens, verzehre uns durch Dein Feuer!
Teresa: "Wir sehen häufig, welche Folge es hat, wenn zwei Substanzen unterschiedlicher Art zusammenstoßen; (-) denke an das Wasser, das im Inneren der Erde mit dem Feuer in Berührung kommt und, wenn die Menge auch nicht groß ist, dort Erdbeben verursacht. Besteht dazwischen jedoch ein Gegensatz wie zwischen derunendlichen Heiligkeit und Reiheit und der Todsünde? Überlege dann, wie da sHerz und sdie Seele jesu, des Gott-menschen, durcheinandergebracht sein müssen, als Er Sich mit denUngerechtigkeiten der ganzen Welt bekleidete. O mein Gott, mein Gtot." (April 1882)
SIEBTER TAG
"Die Gottlosen verstehen Seine Geheimnisse nicht, weder erwarten sie Belohnung für Heiligkeit, noch schätzen sie den Ehrenlohn makelloser Seelen. Denn Gott hat den Menschen für Unvergänglichkeit geschaffen und ihn zu einem Bild Seiner eigenen Ewigkeit gemacht. Durch den Neid des Teufels jedoch machte der Tod seinen Eintritt in die Welt; die seiner Partei sind, erleiden ihn. Aber die Seelen der Rechtschaffenen sind in Gottes Hand, und keine Qual kann ihnen schaden." (Weisheit 2,22)
"Denn die Er zuvor gekannt hat, hat Er auch zuvor zu Gleichförmigkeit mit dem Bilde Seines Sohnes bestimmt, auf daß Er der Erstgeborene unter vielen Brüdern sein würde." (Röm. 8:29)
Vater unser... Gegrüßet seist Du, Maria, ...
O Weisheit des Heiligsten Hauptes, lenke uns auf allen unseren Wegen!
O Liebe des Heiligsten Herzens, verzehre uns durch Dein Feuer!
Teresa: "Er gab mir zu verstehen: diese Weisheit und dieses Licht waren das Siegel, mit dem Seine Auserwählten gekennzeichnet wurden ("Und sie werden Sein Angesicht sehen, und Sein Name wird auf ihrer Stirn stehen"). (-) Die Seele mit den geistigen Vermögen ist die Wohnstatt des Allerhöchsten; die Erde, das heißt der menschliche Kopf, ist das Organ oder das Zentrum der körperliche Sinne und wird, infolge der hypostatischen Vereinigung, eine 'neue Erde'." (27. Mai 1880) Jesaja 57:15: "Wahrlich, so spricht der Allerhöchste, Er, Der hocherhaben ist: Der in Ewigketi herrscht, und Der Heilige heißt: Ich wohne in einer hohen und Heiligen Wohnung, aber auch bei dem zermalmten, demütigen Geist."
ACHTER TAG
"Denn die Weisheit ist schneller als alles, was sich bewegt, Sie durchdringt und durchzieht alles durch die Kraft ihrer Reinheit. Denn Sie ist ein Atemzug der Majestät Gottes, eine reine Ausstrahlung der Herrlichkeit des Allmächtigen; deshalb kann nichts Beflecktes Sie berühren. Sie ist der Abglanz des ewigen Lichtes, ein unbefleckter Spiegel von Gottes Kraft, ein Bild Seiner Vollkommenheit. Sie ist nur einig, aber kann alles, während Sie alles erneuert; Von Geschlecht zu Geschlecht tritt Sie ein in heilige Seelen, und bildet sie um zu Freunden Gottes und Propheten. Denn Gott hat nur diejenigen lieb, die mit der Weisheit vertraut sind." (Weisheit 7:24-29).
"Aber der Schleier wird weggenommen, wenn man sich zum Herrn wendet; denn der Herr ist der Geist, und wo der Geist des Herrn ist, da ist Freiheit. Und wir alle widerspiegeln mit unverschleiertem Angesicht die Herrlichkeit des Herrn und werden selber stets herrlicher in Seinem Bild umgestaltet, wie dies durch den Geist des Herrn geschieht." (Kor. 3:17-18).
Vater unser... Gegrüßet seist Du, Maria, ...
O Weisheit des Heiligsten Hauptes, lenke uns auf allen unseren Wegen!
O Liebe des Heiligsten Herzens, verzehre uns durch Dein Feuer!
Teresa: "Unser Herr gab mir auch zu kennen: viel wurde gegen Ihn gesündigt durch Willensschwäche und unkontrollierte Leidenschaften, aber die Sünden des Intellekts übertrafen diese doch an Anzahl und Größe. Die Sünden des intellektuellen Hochmuts entzögen jetzt mehr als je der Liebe und dem Dienst der hl. Kirche Seelen und füllten die Hölle damit; das sogenannte Licht des 19. Jahrhunderts sei ein kleines Irrlicht" (11. Nov. 1888). Jesus zu Maria Valtorta (1943/44): "Der Sünder, dessen Geist noch nicht von der ätzenden Säure des Rationalismus weggefressen ist, bestitz 90 Chancen, das Wort noch empfangen zu können und das Leben zurückzufinden. Der Rationalist hat nur 10 und weniger Chancen, seine Empfänglichkeit für die Rettung durch das Wort zu bewahren. Der Rationalismus ist schlimmer als Unkraut."
NEUNTER TAG
"Weshalb rasen die Völker, bluffen die Nationen, kommen die Könige der Erde zusammen, verschwören die Fürsten sich gegen Jahve und Seinen Gesalbten: "Lasst uns ihre Ketten sprengen, uns ihrer Fesseln entbinden!" Der, Der im Himmel wohnt, lacht über sie, Jahve spottet über sie; dann droht Er ihnen zornig, läßt sie zittern vor Seinem Zorn: "Ich Selbst setze Meinen König ein, auf dem Zion, Meinem heiligen Berg. "Nun gebe Ich den Erlaß Jahves bekannt! Er hat Mir gesagt: 'Du bist Mein Sohn; Ich habe Dich heute erweckt. Bitte Mich: dann schenke Ich Dir die Völker als Erbe, und die Grenzen der Erde gebe Ich Dir zum Besitz" (Psalm 2). Joh. 15:9: "Wie der Vater Mich geliebt hat, so habe Ich auch euch geliebt; bleibt in Meiner Liebe. Wenn ihr Meine Gebote beachtet, werdet ihr in Meiner Liebe bleiben; wie auch Ich die Gebote Meines Vaters beachtet habe und in Seiner Liebe bleibe."
Vater unser... Gegrüßet seist Du, Maria., ...
O Weisheit des Heiligsten Hauptes, lenke uns auf allen unseren Wegen!
O Liebe des Heiligsten Herzens, verzehre uns durch Dein Feuer!
Teresa: "Auch jetzt werden die Geister wieder durch Unglauben, durch geistigen Stolz, durch offene Rebellion gegen Gott und Sein geoffenbartes Gesetz, durch Starsinn beherrscht; und so entfremden die Menschen sich wieder dem süßen Joch Jesu und laufen sich fest in den kalten, schweren Ketten des Egoismus und der persönlichen Unvernunft. Sie verwerfen jedes Recht über ihnen, um sie zu führen, sich selbst wollen sie leiten, und sie stehen auf gegen Gott und Seine Heilige Kirche." (Juni 1883)
Eingesandt von Joost Kupers, H. Haupt-Jesu-Verehrung, NL-6525 BR 23 Nijmegen, Niederlande

