Dienstag, Mai 22, 2007

Novene zu Ehren des Heiligen Geistes vom hl. Kirchenlehrer Alfons von Liguori - 5. Tag

Fünfter Tag.
Die Liebe Gottes ist eine Ruhe, die erquickt.

1. Die Liebe Gottes wird auch noch: "Ruhe in der Arbeit, Trost im Weinen" genannt. Die Liebe Gottes ist eine Ruhe, die erquickt; denn die Hauptwirkung der Liebe besteht darin, daß sie den Willen des Liebenden mit dem Willen des Geliebten vereinigt. Der Gedanke, daß es so der Wille des Geliebten ist, genügt einer gottliebenden Seele, um sie bei Verfolgungen, Leiden und Verlusten zu beruhigen. Aus dem einzigen Worte: "Mein Gott will es also", schöpft sie in allen Trübsalen Ruhe und Zufriedenheit. Dies ist jener Friede, der alle irdischen Freuden übertrifft, "der allen Begriff übersteigt". Wenn die heilige Maria Magdalena von Pazzis nur die Worte "der Wille Gottes" aussprach, ward sie schon mit Freude erfüllt. - Hier auf Erden muß jeder sein Kreuz tragen; aber nur für den ist das Kreuz schwer, der es wider Willen trägt, nicht für den, der es freudig auf seine Schultern nimmt, sagt die heilige Theresia. Auf solche Weise verwundet und heilt der Herr zu gleicher Zeit; denn der Hl. Geist bewirkt durch seine süßen Tröstungen, daß uns Schmach und Qual angenehm und lieblich vorkommen.

2. In allen Widerwärtigkeiten, die uns zustoßen, müssen wir ausrufen: "Es geschehe, o Herr, denn also ist es Dein heiliger Wille!" Ängstigt uns die Furcht vor zeitlichem Unglück, so müssen wir jedesmal zu Gott sprechen: "Tue, o Herr, was Dir wohlgefällt; ich bin bereit, alles anzunehmen, was Du über mich verhängen willst!" Auch ist es nützlich, sich des Tages mehrmals Gott zum Opfer darzubringen, wie dies die heilige Theresia zu tun pflegte.

O mein Gott, wie oft habe ich um meine sündhaften Neigungen zu befriedigen, mich Deinem heiligen Willen widersetzt und denselben sogar verachtet! Es schmerzt mich dies mehr, als jedes andere Übel. O mein Gott, von heute an will ich Dich von ganzem Herzen lieben! "Rede, Herr, denn Dein Diener hört." Sage mir nur, was Du von mir verlangst; ich will alles tun. Mein einziger Wunsch, der alleinige Gegenstand meiner Liebe soll immer Dein Wille sein. O Heiliger Geist, komm meiner Schwachheit zu Hilfe! Du bist die Güte selbst, wie könnte ich noch etwas anderes lieben, als Dich allein? Ziehe durch die Süßigkeit Deiner heiligen Liebe alle meine Neigungen zu Dir hin. Ich will alles verlassen, um mich Dir ganz zu schenken. Nimm mich an und stehe mir bei.

O meine Mutter Maria, auf dich setze ich all mein Vertrauen! Amen.

Novene zu Ehren des Heiligen Geistes vom hl. Kirchenlehrer Alfons von Liguori - 4. Tag

Vierter Tag.
Die Liebe Gottes ist ein Tau, der befeuchtet.

1. Die heilige Kirche lehrt uns beten. "Die Eingießung des Heiligen Geistes reinige unsere Herzen, besprenge, durchdringe und befruchte sie mit seinem Tau." Die Liebe befruchtet unsere guten Begierden, unsere heiligen Vorsätze und gottgefälligen Werke; dies sind die Blüten und Früchte, welche die Gnade des Hl. Geistes hervorbringt. Man nennt die Liebe auch deshalb einen Tau, weil sie das Feuer der bösen Begierden und Versuchungen dämpft. Deshalb wird der Hl. Geist mit Recht "eine Kühlung und eine süße Erquickung in der Hitze" genannt. Wenn wir beten, so steigt dieser Tau in unsere Herzen herab. Ein viertelstündiges Gebet genügt, um jeden, auch den größten Haß und die ungeordnetste Liebe zu unterdrücken. "Er führt mich in den Weinkeller und ordnet in mir die Liebe" (Hohesl. 2, 4). Das betrachtende Gebet ist dieser Weinkeller, in dem unsere Liebe geordnet wird, so daß wir den Nächsten wie uns selbst und Gott über alles lieben. Wer Gott liebt, der liebt das Gebet; wer aber das Gebet nicht liebt, dem ist es beinahe unmöglich, seine Leidenschaften zu überwinden.

2. O Heiliger göttlicher Geist, ich will nicht mehr mir selbst leben, sondern alle mir noch übrigen Lebenstage dazu verwenden, Dir zu gefallen und Dich zu lieben! Darum bitte ich Dich um die Gabe des Gebetes. Komme selbst in mein Herz und lehre mich so beten, wie man beten soll. Verleihe mir die Kraft, aus Unlust das Gebet niemals zu unterlassen: gib mir den Geist des Gebetes, das heißt die Gnade, immer zu beten und dich um das zu bitten, was Deinem göttlichen Herzen am meisten wohlgefällt. Um meiner Sünden willen war ich schon dem ewigen Verderben anheimgefallen: aber aus der zärtlichen Liebe, mit der Du mich behandelt hast, erkenne ich, daß Du mich selig, daß Du mich vollkommen machen willst. Ja, ich will vollkommen werden, um Dir wohlzugefallen und um Deine unendliche Güte immer inniger zu lieben. Ich liebe Dich, mein höchstes Gut, meine Liebe, mein Alles, und weil ich dich liebe, so schenke ich mich Dir ganz und ohne Vorbehalt.

O Maria, meine Hoffnung, gewähre mir deinen Beistand! Amen.

Novene zu Ehren des Heiligen Geistes vom hl. Kirchenlehrer Alfons von Liguori - 3. Tag

Dritter Tag.
Die Liebe Gottes ist ein Wasser, das den Durst stillt.

1. Die Liebe Gottes wird auch "eine lebendige Quelle" genannt. Unser Heiland sagte zur Samariterin: "Wer von dem Wasser trinken wird, das ich ihm geben werde, den wird nicht mehr dürsten in Ewigkeit" (Joh. 6, 13). Die Liebe Gottes ist ein Wasser, das den Durst stillt; denn wer Gott wahrhaft liebt, der sucht und wünscht nichts mehr, da er ja in Gott alles Gute findet. Voll Freude und Zufriedenheit ruft er beständig aus: "Mein Gott und mein alles!" Darum beklagt sich der Herr über so viele Seelen, die sich elende und vergängliche Freuden bei den Geschöpfen erbetteln, ihn aber, das unendliche Gut und die Quelle aller Freuden, verlassen. Mich, die Quelle lebendigen Wassers, haben sie verlassen und sich Zisternen gegraben, Zisternen, die durchlöchert sind und kein Wasser halten können" (Jer. 2. 12). Weil Gott uns liebt und uns zufrieden sehen möchte, so ruft er uns beständig zu: "Wen dürstet, der komme zu mir!" (Joh. 8, 37) Wer glücklich zu sein wünscht, der komme zu mir, damit ich ihm den Hl. Geist gebe, der ihn hier auf Erden und dereinst im Himmel glückselig machen wird. Und er fährt fort und sagt: "Wer an mich glaubt, aus dessen Leibe werden, wie die Schrift sagt, Ströme des lebendigen Wassers fließen" (Joh. 7, 38). Wer glaubt und zugleich Jesus Christus liebt, der wird mit so vielen Gnaden bereichert werden, daß aus seinem Herzen (das heißt, aus seinem Willen) Quellen heiliger Tugenden fließen, die ihm nicht nur helfen werden, das Leben der Gnade für sich selbst zu bewahren, sondern die zugleich bewirken werde, daß auch andere dieses göttliche Leben erlangen. Dieses Wasser, von dem der Heiland spricht, ist der Hl. Geist, die wesentliche Liebe, die uns Jesus Christus nach seiner Himmelfahrt zu senden versprochen hat: "Das sagte er aber von dem Geiste, den diejenigen empfangen sollten, die an ihn glauben würden; denn der Hl. Geist war noch nicht gegeben, weil Jesus noch nicht verherrlicht war" (Joh. 7, 3).

2. Der Schlüssel, mit dem wir uns den Zutritt zu diesem beseligenden Wasser verschaffen, ist das heilige Gebet, das uns alles Gute erlangt, gemäß den Worten des Heilandes: "Bittet und ihr werdet empfangen." Wir sind blind, arm und elend; aber durch das Gebet erlangen wir Licht, Kraft und alle Gnadenschätze. Theodoret sagt: "Das Gebet, das da eins ist, vermag alles." Wer bittet, erhält, was er wünscht. Gott will uns seine Gnaden schenken; aber er will, daß wir ihn darum bitten.

Mit der Samariterin bitte ich Dich, o mein Jesus, gib mir dieses Wasser Deiner Liebe, damit ich alles Irische vergesse, um nur für Dich zu leben, der Du unendlich liebenswürdig bist. "Tränke was da dürre ist." Meine Seele ist ein dürres Erdreich, das nichts als Dornen und Disteln der Sünde hervorbringt; tränke es mit Deiner Gnade, damit es, bevor ich sterbe, zu Deiner größeren Ehre einige Frucht bringe. O Du Quelle lebendigen Wassers, mein höchstes Gut, wie oft habe ich Dich verlassen, um hier auf Erden unreine Freuden aufzusuchen, durch die ich Deine Liebe verloren habe! Wäre ich doch gestorben, ehe ich Dich beleidigt habe. In Zukunft will ich nichts anderes mehr suchen, als dich allein, o mein Gott! Hilf mir und bewirke, daß ich Dir treu bleibe.

O Maria, meine Hoffnung, bewahre mich unter deinem Schutzmantel! Amen.

Novene zu Ehren des Heiligen Geistes vom hl. Kirchenlehrer Alfons von Liguori - 2. Tag

Zweiter Tag.
Die Liebe Gottes ist ein Licht, das erleuchtet.

1. Eines der größten Übel, das die Erbsünde in uns hervorgebracht hat, besteht darin, daß unsere Vernunft durch die Leidenschaften verfinstert ist. O wie elend ist eine Seele, die von einer Leidenschaft beherrscht wird! Diese Leidenschaft ist ein Dunst, ist ein Schleier, der uns hindert, die Wahrheit zu erkennen. Wie kann derjenige das Böse fliehen, der nicht mehr weiß, was böse ist. Je mehr Sünden wir begehen, desto finsterer wird es in uns. Aber der Hl. Geist, der "ein glückseliges Licht" genannt wird, entflammt mit seinen göttlichen Strahlen nicht nur die Herzen zur Liebe, sondern er verscheucht auch die Finsternis unserer Seele und läßt uns klar erkennen die Eitelkeit aller irdischen, sowie den Wert der ewigen Güter, die Wichtigkeit des Seelenheiles, den großen Schatz der Gnade Gottes, seine Güte, die unendliche Liebe, die er zu uns trägt. Der Mensch, der seine Seele durch sinnliche Lüste befleckt, versteht nur wenig von diesen Wahrheiten; und deshalb liebt der Unglückselige, was er hassen, und haßt, was er lieben sollte.

2. Die heilige Magdalena von Pazzis rief aus: "O Liebe, Du wirst nicht erkannt, o Liebe, Du wirst nicht geliebt!" Deshalb konnte auch die heilige Theresia mit Recht sagen, daß Gott nicht geliebt wird, weil man ihn nicht kennt. Die Heiligen baten Gott unausgesetzt, er möge sie immer mehr erleuchten. "Sende Licht", riefen sie aus, "erleuchte meine Finsternis", "öffne meine Augen!" Und sie taten wohl daran, denn ohne Licht können wir die Abgründe nicht vermeiden, können wir Gott nicht finden.

O Heiliger, göttlicher Geist, ich glaube, daß Du wahrer Gott bist, eins mit dem Vater und dem Sohn. Ich bete Dich an als den Urheber all jener Erleuchtungen, durch die Du mich hast erkennen lassen, welch großes Übel ich durch die Sünde begangen habe und wie sehr ich verpflichtet bin, Dich zu lieben. Ich danke Dir dafür und bereue es über alles, Dich beleidigt zu haben. Wohl hätte ich verdient, daß Du mich in meiner Finsternis gelassen; nun aber erkenne ich, daß Du mich noch nicht verstoßen hast. Erleuchte mich auch fernerhin, o Hl. Geist! lasse mich immer mehr Deine unendliche Güte erkennen, und verleihe mir die Gnade, Dich in der Folge von ganzem Herzen zu lieben. Verleihe mir immer mehr Gnaden, damit ich durch dieselben besiegt und gezwungen werde, nichts anderes zu lieben als Dich allein. Um der Verdienste Jesu Christi willen bitte ich Dich um diese Gnade. Ich liebe Dich, o mein höchstes Gut, ich liebe Dich mehr, als mich selbst! Ich will ganz Dir angehören; nimm mich an und gestatte nicht, daß ich mich jemals wieder von Dir trenne.

O meine liebe Mutter Maria, stehe mir durch deine Fürbitte immer bei. Amen.

Novene zu Ehren des Heiligen Geistes vom hl. Kirchenlehrer Alfons von Liguori - 1. Tag

Erster Tag.
Die Liebe Gottes ist ein Feuer, das entflammt.


1. Im Alten Bunde hatte Gott befohlen, es solle auf seinem Altare das Feuer beständig brennen. "Das Feuer aber auf dem Altare solle immerdar brennen" (Levit. 6, 12). Der heilige Gregor sagt, unsere Herzen seien jene Altäre Gottes, auf denen das Feuer der göttlichen Liebe fortwährend brennen müsse. Deshalb genügte es dem ewigen Vater nicht, uns seinen Sohn Jesus Christus zu schenken, damit er uns durch seinen Tod erlöse; nein, er wollte uns auch noch den Hl. Geist senden, damit derselbe in unsern Herzen wohne und sie unausgesetzt mit seiner Liebe entzünde. Jesus Christus selbst versichert uns, daß er gerade deshalb auf die Erde gekommen sei, um unsere Herzen mit diesem heiligen Feuer zu entflammen, und daß er nichts anderes wünsche, als daß es sich entzünde: "Ich bin gekommen, Feuer auf die Erde zu senden und was will ich anders, als daß es brenne?" (Luk. 12, 49) Er vergißt die Beleidigungen und den Undank, die er auf Erden von den Menschen hat erdulden müssen, und schickt uns, nachdem er in den Himmel aufgefahren ist, den Hl. Geist. So liebst Du uns denn, o liebenswürdigster Heiland, in Deiner Herrlichkeit ebenso wie Du uns geliebt hast in Deiner Schmach und in Deinem Leiden!

Deshalb wollte denn auch der Hl. Geist den Jüngern im Abendmahlssaale in der Gestalt feuriger Zungen erscheinen. Aus demselben Grund lehrt uns auch die heilige Kirche beten: "Wir bitten Dich o Herr, der Hl. Geist wolle uns mit jenem Feuer entzünden, das unser Herr Jesus Christus auf die Erde gesandt hat, und das er in allen Herzen mächtig brennen sehen wollte." Dieses heilige Feuer entflammte die Heiligen, große Dinge für Gott zu unternehmen, ihre Feinde zu lieben, nach Verachtung zu verlangen, allen Gütern dieser Welt zu entsagen, Marterqualen und sogar den Tod freudig zu erdulden.

2. Die Liebe kann nicht müßig sein; sie sagt nie, es ist genug. Je mehr eine gottliebende Seele für ihn tut, desto lebhafter wird ihr Wunsch, noch mehr zu tun, um sich sein Wohlgefallen und seine Liebe immer mehr zu verdienen. Dieses Feuer der Liebe Gottes entzündet sich während des betrachtenden Gebetes: "Als ich betrachtete, entbrannte in mir das Feuer" (Psalm 38, 4) Wenn wir also von Liebe zu Gott entflammt zu werden wünschen, so müssen wir das betrachtende Gebet lieben, da dasselbe jener Glutofen ist, der das Feuer der göttlichen Liebe in uns entzündet.

Bis jetzt o mein Gott, habe ich noch nichts für Dich getan, während Du doch so Großes für mich vollbracht hast! Ach, meine Lauigkeit sollte Dich schon längst bewogen haben, mich auszuspeien aus Deinem Munde. O Heiliger Geist, erwärme Du, was kalt ist, und entzünde in mir eine große Begierde, Dir wohlzugefallen. Ich entsage jetzt aller Selbstsucht und will lieber sterben, als Dir im geringsten mißfallen. Du wolltest in der Gestalt feuriger Zungen erscheinen; daher will ich Dir meine Zunge weihen, damit ich Dich nicht mehr mit derselben beleidige. O mein Gott, du hast sie mir geschenkt, damit ich Dein Lob verkündige; ich aber habe mich derselben bedient, um Dich zu beleidigen, und sogar, um andere zur Sünde zu verführen. Ach, ich bereue es von ganzem Herzen! Aus Liebe zu Jesus Christus, der während seines irdischen Wandels Deine Ehre durch seine Zunge so sehr befördert hat, verleihe mir die Gnade, daß ich Dich von heute an wahrhaft ehre, Dein Lob singe, Dich um Deinen Beistand anrufe und Deine Güte, sowie Deine unendliche Liebenswürdigkeit verkünde. Ich liebe Dich, mein höchstes Gut, ich liebe Dich, o Gott der Liebe!

O Maria, geliebte Braut des Hl. Geistes, erlange mir dieses Feuer der göttlichen Liebe. Amen.

Novene zu Ehren des Heiligen Geistes vom hl. Kirchenlehrer Alfons von Liguori - VORWORT

Herausgegeben (1929) von P. Martin Stoks C.Ss.R.
Mit Genehmigung der geistl. Obrigkeit. Kevelaer, Butzon & Bercker G.m.b.H., Verleger des Hl. Apostolischen Stuhles. - Imprimatur servatis de jure servandis. Wittem, 16. Oct. 1929 - L. Wouters C.Ss.R., sup. prov. - Imprimatur Monasterii, die 1. Octobris 1929, No. 5509, Meis, Vicarius Episcopi Generalis.

VORWORT

Deus caritas est. Gott ist die Liebe (I. Joan. IV. 8).

In seinem Rundschreiben vom 9. Mai 1897 über die Verehrung und Anrufung des Hl. Geistes beklagt es Papst Leo XIII. mit Recht, daß viele Christen die heilsame Andacht zu der dritten Person in der heiligsten Dreifaltigkeit so sehr vernachlässigen.
Der Gedanke an den Hl. Geist war den Gläubigen der ersten christlichen Zeiten ganz vertraut. Zarte Junfrauen und selbst Kinder, so erzählt P. Weiß, waren von der Innewohnung des Hl. Geistes in ihren Herzen so lebendig durchdrungen, daß ihnen das als etwas ganz Selbstverständliches erschien, wie klar hervorgeht aus der Geschichte der heiligen Lucia, Agnes und Agatha.
Die hl. Lucia wurde ihres Glaubens wegen von ihrem heidnischen Bräutigam beim Richter Paschasius angeklagt; aber unerschrocken, voll heiliger Freude bekannte sie laut ihren Glauben, ihre Liebe zu Christus und zur Jungfräulichkeit. Wütend über eine solche Beschämung sprach der Richter: "Wenn es zum Geißeln kommt, dann werden dir die Worte schon vergehen." Doch Lucia erwiderte: "Wer Gott dem Herrn dient, ist um ein passendes Wort nicht verlegen". Denn Jesus hat gesagt: "Seid nicht besorgt, wie oder was ihr vor Königen und Richtern reden sollt, in jener Stunde wird euch eingegeben, was ihr reden sollt; denn nicht ihr seid es, die da reden, sondern der Geist eures Vaters ist es, der in euch redet". Da fragte Paschasius: "Wohnt denn der Hl. Geist in dir?" Und Lucia, die unerschrockene Blutzeugin, antwortete: "Alle, die ein keusches und gottesfürchtiges Leben führen, sind Tempel des Hl. Geistes".
Möchten darum alle Christen diese gnadenreiche Andacht zum Hl. Geiste mehr lieben und üben! Eine Quelle des Segens, des Lichtes, der Stärke, des Trostes und der Ermutigung würde sie ihnen sein, "eine Quelle, die sprudelt zum ewigen Leben". Lehrt doch die tröstliche Erfahrung, daß solche Seelen, die zu einer innigeren Vereinigung mit Gott auserwählt sind, sich vom Hl. Geiste selber zu dieser verinnerlichenden und beglückenden Andacht hingezogen und angetrieben fühlen; und daß andererseits jene, die eine Zeitlang mit heiligem Eifer diese vorzüglichste Andacht üben, allmählich wie von selbst tiefer in die Geheimnisse des geistlichen Lebens eingeführt werden. Der Hl. Geist ist eben der vornehmste Seelenführer, die geheimste Triebkraft im geistlichen Leben.
Um daher die gnadenreiche Andacht zum Hl. Geiste mehr und mehr zu fördern, bietet dieser Text allen, die nach inniger Gottesvereinigung streben, die tefflichen Betrachtungen, Anmutungen und Gebete, die der heilige Kirchenlehrer Alfonsus im Jahre 1767 als Novene zur Vorbereitung auf das hochheilige Pfingstfest herausgegeben.
Der heilige Lehrer selber leitet diese Novene mit folgenden Gedanken ein:
Unter allen Novenen ist die Novene zu Ehren des Hl. Geists die vorzüglichste; denn sie ist die erste, die in der hl. Kirche gehalten wurde und zwar von den hl. Aposteln und der allerseligsten Jungfrau selber im Speisesaal zu Jerusalem. Sie hat den reichsten Erfolg gehabt; wurde sie doch mit außerordentlichen Wundern und Gnadengaben gesegnet, besonders mit der Sendung des Hl. Geistes selber. Der Hl. Geist ist ja das kostbarste Gnadengeschenk, das Jesus Christus uns durch sein Leiden verdient hat. Das gab uns Jesus selbst zu verstehen, da er zu seinen Jüngern sprach, er werde uns den Hl. Geist nicht senden können, wenn er nicht den Tod erleide. "Si enim non abiero, Paraclitus non veniet ad vos; si autem abiero, mittam eum ad vos." Denn gehe ich nicht hin, so wird der Tröster nicht zu euch kommen; gehe ich aber hin, so werde ich ihn euch senden." Joan. 16. 17.
Ferner - so fährt St. Alfonsus fort - wissen wir durch den Glauben, daß der Hl. Geist die Liebe ist, die Gott Vater und Gott Sohn zu einander tragen. Darum wird die Mitteilung der Liebe, dieser kostbarsten aller Gaben, in besonderer Weise dem Hl. Geiste zugeschrieben nach den Worten des heiligen Paulus: Caritas Dei diffusa est in cordibus nostris per Spiritum Sanctum, qui datus est nobis. "Die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsere Herzen durch den Hl. Geist, der uns gegeben ist." (Rom. 5. 5).
Und so - schließt St. Alfonsus mit Recht - ist es wohl angebracht, in dieser Novene vor allem den hohen Wert der göttlichen Liebe zu betrachten, damit wir feurig nach ihr verlangen und uns durch fromme Übungen und vorzüglich durch das Bittgebet bemühen, sie zu erlangen, da Gott sie denen verheißen hat, die demütig darum bitten: "Pater vester de coelis dabit spiritum bonum petentibus se." Euer Vater im Himmel wird den guten Geist denen geben, die ihn darum bitten. (Luc. 11. 18).
Diese Überzeugung also, daß wir den Hl. Geist vor allem verehren und anrufen sollen, um das große Geschenk der göttlichen Liebe zu erlangen, veranlaßt den hl. Alfonsus, uns in der folgenden Novene namentlich die Herrlichkeiten der göttlichen Liebe vor die Seele zu führen. Anregung und Begeisterung dazu schöpft er besonders aus den erhabenen Gedanken und Gebeten der Liebe atmenden Pfingstsequenz:

Veni, sancte Spiritus, Et emitte coelitus Lucis tuae radium.
Komm o Geist der Heiligkeit, aus des Himmels Herrlichkeit. Sende Deines Lichtes Strahl!

"Du fragst mich" - so schrieb einmal eine frommen Seele das vom Hl. Geiste so sehr begünstigte Gnadenkind, die kleine hl. Theresia - du fragst mich nach einem Mittel, um zur Vollkommenheit zu gelangen? Ich kenne nur eines, die Liebe". Und ihrer Schwester Celine vesicherte sie: Ich weiß wohl, manche Seelenführer raten an, die Tugendakte zu zählen; mein Seelenführer Jesus rät mir das Zählen nicht an; er lehrt mich alles aus reiner Liebe zu tun. Und am Vorabende ihres Sterbens konnte sie das Zeugnis ablegen: "Ich habe dem lieben Gott nur Eines geschenkt, die Liebe".
Das ist auch die Auffassung und Lehre des hl. Alfonsus." Der Weg der Liebe", so sagt er wörtlich, "scheint mir der sicherste zu sein und zwar für Alle." Und ansderswo bemerkt er: Das Ablegen unserer Fehler und Gebrechen (via purgativa, Weg der Reinigung), die Übung der sittlichen Tugenden (via illuminativa, Weg der Erleuchtung) verdient gewiß unsere ganze Aufmerksamkeit und Sorgfalt; aber unser Hautpstreben muß doch auf die Liebe gerichtet sein (via unitiva, Weg der Einigung).
Der hl. Lehrer war eben tief durchdrungen und hatte es in seinem eigenen Leben erfahren, wie wahr das schöne Wort des Hohenliedes ist: "Fortis est ut mors dilectio. Stark wie der Tod, der alles überwindet, ist die Liebe."
Die Liebe, - so äußert sich ein anderer Lehrer der göttlichen Liebe, der hl. Franz von Sales - die Liebe ist stark wie der Tod, um uns alles vergessen zu lassen, und herrlich wie die Auferstehung, um uns mit Glorie und Herrlichkeit zu umkleiden.
Die Liebe - so dürfen wir gewiß im Geiste des hl. Alfonsus dieses herrliche Wort des hl. Franz von Sales weiter ausführen - die Liebe ist stark wie der Tod, um uns alles vergessen zu lassen, nämlich alles, was nicht Gott ist und uns von allem Irdischen, Sinnlichen und Vergänglichen loszuschälen, zu reinigen und frei zu machen; und sie, die Liebe, ist herrlich wie die Auferstehung, um uns zu umkleiden mit der Glorie der Tugenden und dem Glanze der Gnade, wie sie die innige Vereinigung und der vertraute Umgang mit Gott dem Menschen schon hier auf Erden innerlich, nicht selten sogar äußerlich zu verleihen vermag als einen schwachen Vorgeschmack der himmlischen Herrlichkeit und Verklärung, die uns im Jenseis auf den Höhen des ewigen Tabor zuteil wird.
Verehren wir darum mit heiligem Eifer den Hl. Geist, der die Liebe in unsere Herzen ausgießt! Nach dem Beispiele der Apostel, die seiner Anunft mit heiliger Sehnsucht entgegenharrten im Abendmahlssaal zu Jerusalem, wollen auch wir uns auf seine Heimsuchung vorbereiten mit lebendigem Verlangen in Vereinigung mit Maria, der Mutter Jesu, zu der der Engel bei der Verkündigung das heilbringende Wort gesprochen: "Der Hl. Geist wird über dich kommen und die Kraft des Allerhöchsten wird dich überschatten."

Fortsetzung: Novene zu Ehren des Hl. Geistes - Erster Tag

1. Papst Leo XIII. verlieh durch Breve vom 5. Mai 1895 und durch Rundschreiben vom 9. Mai 1897 allen Gläubigen, die öffentlich, gemeinsam mit andern oder allein die Novene zur Vorbereitung auf das heilige Pfingstfest halten und dabei besondere Gebete zu Ehren des Heiligen Geistes verrichten, folgende Ablässe:
  • einen Ablaß von 7 Jahren und 7 mal 40 Tagen für jeden Tag; einen vollkommenen Ablaß an einem der neun Tage der Novene oder an einem Tage der Octave. Bedingung: Beichte, Kommunion, Gebet nach der Meinung des hl. Vaters.
  • Dieselben Ablässe sind für die Pfingstoctave bewilligt, wenn man in dieser Octave ähnliche Gebete zum Hl. Geiste verrichtet wie in der Pfingstnovene.

2. Durch Rescript vom 5. Januar 1849 und durch ein anderes der Ablaßkongregation bewilligte Papst Pius IX. allen Gläubigen, die zu einer beliebigen Zeit des Jahres mit beliebigen von der kirchlichen Obrigkeit gutgeheißenen Gebeten eine Novene zum Hl. Geiste halten, folgende Ablässe:

  • 500 Tage Ablaß an jedem der neun Tage; vollkommenen Ablaß während der Novene oder an einem der acht unmittelbar darauffolgenden Tage. Bedingung: Beichte, Kommunion, Gebet nach der Meinung des hl. Vaters. (Raccolta).

3. Papst Pius VI. verlieh durch Breve vom 26. Mai 1796 allen Gläubigen, die den Hymnus: Veni Creator Spiritus oder die Sequenz Veni Sancte Spiritus beten, folgende Ablässe:

  • Einen vollkommenen Ablaß einmal im Monate an einem beliebigen Tage für jene, welche täglich das Veni Creator Spiritus oder das Veni Sancte Spiritus beten. Bedingung: Beichte, Kommunion und Gebet nach den gewöhnlichen Meinungen;
  • 300 Tage, wenn man am Pfingstsonntag und während der Octave das eine oder andere Lied spricht und nach den gewöhnlichen Meinungen betet;
  • 100 Tage jedesmal an allen anderen Tagen des Jahres, wenn man das eine oder andere Lied spricht und wie oben betet. (Raccolta.)

Montag, Mai 21, 2007

Gebet vor dem Gnadenbilde Jesus-Maria-Josef bei den Barmherzigen Brüdern

O Ihr heiligsten und verehrungswürdigsten Jesus, Maria und Josef, voll der Gnade und Erbarmung! die Ihr in diesem Gotteshause des Ordens der Barmherzigkeit Euren Gnadenthron aufgerichtet und allen, die hier vor diesem Gnadenbilde in verschiedenen Nöten des Leibes und der Seele, besonders aber vormals zur Pestzeit, mit Vertrauen zu Euch ihre Zuflucht genommen, wunderbar geholfen habet; ich Unwürdigster erscheine gleichfalls mit innigem Vertrauen vor Euerem Gnadenthrone und bitte flehentlich, Ihr wollet mich aus der gegenwärtigen Not und Trübsal, die Euch nicht verborgen ist, barmherzig erretten, sofern es Gott zur Ehre und mir zum Heile gereicht. O Jesus, ich bete Dich als meinen Gott und Heiland demütig an und bitte Dich, Du wollest meine Seele vor allem Verderben der Sünde befreien, mich vor Lastern bewahren und in Deiner Gnade erhalten bis an mein Ende. O Maria, Du Zuflucht der Sünder, Du Trösterin der Betrübten und Helferin der Christen, ich verehre Dich mit jener höchsten Ehre, die Dir nach Gott gebührt; erhöre mich, wie Du viele andere hier erhöret hast; erbitte mir bei Dienem göttlichen Sohne Vermehrung des Glaubens, der Hoffnung und der Liebe, vollkommene Reue über meine Sünden, ernstliche und standhafte Besserung meines Lebens und ein seliges Ende. O heiliger Josef, sei mein Fürsprecher bei Jesus und Maria, erhalte mich in ihrem gnadenvollen Schutze, sei mein Beschirmer in allen meinen Nöten, besonders aber in der Stunde meines Absterbens, daß meine letzten Worte seien: Jesus, Maria und Josef. Amen.

Gebet für die Philippinen

O Gott, Du hast den Filipinos vor allen Völkern des Ostens die Gnade des katholischen Glaubens geschenkt. Stärke und kräftige sie in diesem Glauben. Erhalte ihnen auch ihre große Liebe zu Maria, der Mutter des Erlösers. Gib ihnen viele und gute Priester, Brüder und Schwestern, die sich zum Wohle ihres Volkes Deinem Dienste weihen.
O Heiland der Welt, Du himmlische Sonne, erleuchte Dein Volk im Osten mit dem Lichte Deiner Wahrheit. Maria, Du Morgenstern der Erlösung, scheine ihnen voller Huld und Güte und führe sie alle zu Jesus. Amen.

Mit kirchlicher Druckerlaubnis

Sonntag, Mai 13, 2007

Durch Maria zu Jesus!

Paul von Deschwanden pinxitLeben der Vereinigung mit unserem Herrn vermittelst der Vereinigung mit seiner heiligen Mutter

"Ich glaube nicht, daß man zur heiligen Liebesvereinigung mit dem göttlichen Heiland gelangen kann ohne eine recht große und innige Vereinigung mit der allerseligsten Jungfrau." (Hl. Grignion von Montfort)
Maria ist meine Mutter: ihr gehöre ich.
Maria ist meine Königin: ihr gehorche ich.
Maria ist meine Herrin: ihr diene ich.
Maria ist meine Lehrerin : auf sie höre ich.
Maria ist mein Vorbild: sie betrachte ich.
Maria ist mein Stern: ihr folge ich.
Maria ist meine Stütze: auf sie vertraue ich.
Maria ist meine Kraft: an ihrer Seite kämpfe ich.
Maria ist meine Zuflucht: zu ihr fliehe ich.
Maria ist mein Wohnsitz: in ihr lebe ich verborgen und umschlossen von ihrem makellosen Herzen.
Hier will ich lieben - leiden- sterben, um dereinst wieder zu erstehen in meinem Herrn Jesus Christus mit ihr vereint in himmlischer Glorie.

"Gott will, daß seine Mutter heute mehr als je erkannt, geliebt und geehrt werde." (Hl. Grignion von Montfort)

Praktische Zusammenfassung dieses Lebens der Vereinigung

"Möge die Seele Mariä in jedem von uns wohnen zur Verherrlichung unseres Herrn... Möge der Geist Mariä über jeden von uns kommen, auf daß wir uns in Gott erfreuen." (Hl. Abrosius)

Steter Seufzer: Tuus totus ego sum, et omnia mea tua sunt. Dein bin ich auf ewig ganz und gar, o gute Mutter und dein ist all das, was in mir ist und mir angehört.
Am Morgen und Abend: Küsse mit Andacht dein Skapulier, deine Medaille, indem du sie als Unterpfand des Schutzes betrachtest und als Kette, die uns als Kind, Diener und Sklave an Maria fesseln möge, und sprich mit Hingabe, Vertrauen und Inbrunst: "Dein bin ich auf ewig ganz und gar..."
In allen deinen Werken: Stets sei dein Gedanke: O meine gute Mutter, handle du in mir... bete du in mir... sprich du in mir... arbeite du in mir... - Und dies bei allen Dingen... ruhig... sanft... ohne Übereilung, doch mit Treue und Beharrlichkeit.
Betrachtung: (Im unbefleckten Herzen Mariä). Meine gute Mutter, dir bringe ich dar alle Kräfte meiner Seele: mein Gedächtnis, meinen Verstand, mein Herz, meinen Willen.
Bete du in mir... Sei in meinem Gedächtnis und entferne daraus jeden Gedanken, der nicht mit Jesus in Beziehung steht.
Sei in meinem Verstande und verbanne daraus jede andere Erkenntnis.
Sei in meinem Herzen und tilge daraus jede Liebe, die nicht nach dem Herzen Jesu hinzielt.
Sei in meinem Willen und ersticke jedes andere Verlangen, das nicht auf Jesus hingerichtet ist.
Früchte des Gebetes: Tiefe ständige Sammlung in Maria. Vollkommene, ununterbrochene Hingebung an die Leitung der Gnadeneinsprechungen, um stets in Verein mit Maria ausrufen zu können: Ecce ancilla... Ich bin eine Magd des Herrn.
Heilige Messe: Sprich zu Maria: Gute Mutter, führe mich auf den Kalvarienberg... Lehre mich aufopfern nach dem Vorbild Jesu, dem ich mit dir Anbetung, Genugtuung, Dank und flehentliche Bitte darbringen möchte.
Beichte: Meine gute Mutter, möge dein Schmerz möge dein Abscheu vor der Sünde auf mich übergehen. Lehre mich das Kreuz erkennen... die Todesangst, die Liebe Jesu... meine Undankbarkeit...! Möge deine Reinheit, deine Treue in mir die kleinsten Unvollkommenheiten austilgen und meine Liebe reinigen und vermehren.
Kommunion: Meine gute Mutter, gib mir meinen Jesus... Leihe mir dein Herz und empfange ihn du selbst in mir!
Bete ihn an, liebe, bitte, danke du für mich! Verteidige Jesus in meinem Innern! Lasse ihn in mir leben, zunehmen und herrschen!
O meine gute Mutter, breite sein Reich auch in den Herzen der anderen aus und befestige es immer mehr!
Zu jeder Tageszeit: Schaue auf deine gute Mutter, die dir stets ganz nahe ist... voll Liebe über dich wacht, um dich in allem und durch alles mit Jesus zu vereinen.
Strebe sanft, aber wirksam darnach, mit ihr und nach ihrem Vorbilde immer das zu tun, was dem lieben Heiland am wohlgefälligsten sein kann.
Handle mutig - ohne Nachlässigkeit, ohne Vorbehalt - wie ein treuer Diener seines Herrn oder wie ein gutwilliges Kind, das nicht widerspricht, sondern liebt und gehorcht.
Nimm nichts vom Himmel und der Erde an, es sei denn aus den Händen Mariä; biete nichts Gott und den Menschen an, es sei denn, daß du es gleichfalls den jungfräulichen Händen Mariä anvertraust.

Tue dies, so wirst du leben!
Dies ist das sicherste, das leichteste, das kürzeste und vollkommenste Mittel, um zu Jesus zu gelangen.
Man erkennt den Willen Gotes, wie den Mariä, der stets eins ist mit dem Willen Gotes:
1. Wenn der dem Gesetze oder einem Vorgesetzten schuldige Gehorsam etwas verlangt;
2. wenn die Liebe zu Gott, zum Nächsten, oder zu unserer eigenen Vervollkommnung etwas verlangt;
3. wenn die Notwendigkeit etwas erheischt.

Imprimatur: Friburgi Helv., die 8 Martii 1932 - L. Ems. vic. gen. Kanisiuswerk, Päpstl. Druckerei, Freiburg, Schweiz - Konstanz, Bd. - Mainz - München 23, Viktoriastr. 21

Samstag, Mai 12, 2007

Aufopferung und Sühne

Heiligste Dreifaltigkeit, ich bete den heiligen Leib und das Blut unseres Herrn Jesus Christus an, gegenwärtig in jeder hl. Messe und in allen Tabernakeln der Welt, ich opfere ihn dir auf zur Sühne für die Beleidigungen, die ihm selbst zugefügt werden. Um der unendlichen Verdienste seines heiligsten Herzens willen und auf die Fürbitte des heiligsten Herzens Mariä flehe ich um die Bekehrung der Sünder, um die Heiligung der Priester und um Segen für ihr Wirken.
Mein Gott, ich glaube an dich, ich hoffe auf dich. Ich bete dich an und liebe dich. Ich bitte um Vergebung für diejenigen, die nicht glauben, nicht hoffen, dich nicht anbeten und dich nicht lieben.
Imprimatur - Novariae, die 19 apriliis 1963 - + H. POLETTI, Vic. Capit.
Missionarinnen von Jesus dem Ewigen Hohenpriester - Varallo Sisia, Kloster Mutter der Gnaden.

Gebet zum Jesuskind um gute Priester

Allerheiligstes Jesuskind! Du bist dem Priester Sankt Antonius erschienen, weil er Dich immer so ehrfürchtig in der heiligen Messe behandelt hat. Erwecke Dir doch viele Priesterherzen mit einem Funken jener Opferliebe, wie Dein heiliger Diakon Franziskus und Dein Priester und Liebling Antonius zu Dir hatten! Ich opfere Dir mein Beten und Arbeiten und Leiden dieses Tages auf durch die reinsten Hände Deiner und unserer Mutter Maria. Nimm es an für die jungen Freunde des lieben heiligen Antonius, die Priesterstudenten. Und segne ihre Väter und Mütter, Geschwister und Wohltäter! Amen.
Sehet das Kreuz des Herrn! Fliehet ihr feindlichen Mächte, der Löwe aus dem Stamme Juda hat überwunden, die Wurzel Davids! Alleluja!
V. Bitte für uns, o heiiger Antonius!
R. Auf daß wir würdig werden der Verheißungen Christi.
Lasset uns beten! Erfreue, o Gott, Deine Kirche durch die erwünschte Fürbitte des hl. Antonius, damit sie durch Deine geistliche Hilfe gestärkt werde und die ewigen Freuden zu genießen verdiene. Durch Christum unsern Herrn. Amen.
Mit kirchlicher Druckerlaubnis. Erzb. Ordinariat Salzburg. Herz-Jeus-Mission, 9494 Schaan (FL)

Das Lieblingsgebet des hl. Antonius zur Himmelskönigin

O Königin, wer ist dir gleich?
Dein Schemel ist das Sternenreich;
Den Schöpfer aller Welten groß
Hast du genährt im Mutterschoß.

Was Eva uns verlor in Sünd',
Gibst du zurück in deinem Kind',
Du ziehst des Himmels Riegel fort,
Dein Kind ist Gott, das Ewig Wort.

Du bist das Tor zum höchsten Herrn,
Der Saal des Lichts, der neue Stern;
Ihr Völker, preist die Königin,
Die himmlische Versöhnerin.

Gelobt seist Du, Herr Jesu Christ,
Der aus der Jungfrau geboren ist,
Gelobt sei zugleich in Ewigkeit
Die Heiligste Dreifaltigkeit. Amen.

(Dieses Gebet sprach der hl. Antonius vor seinem Sterben. Es war sein Schwanengesang.)
Mit kirchlicher Druckerlaubnis. Erzb. Ordinariat Salzburg. Herz-Jesu-Mission, 9494 Schaan (FL)

Anrufung an den heiligen Antonius von Padua

Gedenke, o wundertätiger Heiliger, gedenke doch, daß du noch niemals einen, der in seiner Not dich angerufen hat, ohne Hilfe und Trost gelassen hast! Von großem Vertrauen erfüllt und mit dem sicheren Bewußtsein, daß ich nicht umsonst bete, nehme ich zu dir meine Zuflucht, der du so reich an Gnaden bist und dem lieben Jesus so nahe stehst.
Du vortrefflicher Prediger der unendlichen Barmherzigkeit Gottes, verschmähe nicht mein Gebet, sondern bewirke, daß es durch deine Fürsprache vor den Thron Gottes gelange, und erlange mir von Seiner Güte die Gnade, um die ich dich aus ganzem Herzen flehe, soweit es zum Heile meiner Seele gereicht... (Hier bringe dein Anliegen vor).
Gerne werde ich den Fratini und Waisenkindern deiner Basilika in Padua eine Unterstützung zu kommen lassen. In ihre Hände übergebe ich meine flehentliche Bitte; für mich werden sie dein gnadenreiches Grabmal innig verehren.
Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geists. Amen.

(Mit kirchlicher Druckerlaubnis)
In euren geistlichen und zeitlichen Nöten empfehlt euch den Gebeten der Fratini und Waisenkindern der Baislika, indem ihr hierher schreibt und eure Anliegen uns anvertraut. Beachtet unsere genaue Anschrift:
"Sendbote des Heiligen Antoius", Il Messaggero di S. Antonio, Basilica del Santo - Padova, Italia.

Litanei zum hl. Antonius von Padua

Herr, erbarme Dich unser! Christus erbarme Dich unser!
Herr, erbarme Dich unser!
Christus, höre uns! Christus, erhöre uns!
Gott Vater vom Himmel - Erbarme Dich unser!
Gott Sohn, Erlöser der Welt - Erbarme Dich unser!
Gott Heiliger Geist! Erbarme Dich unser!
Heilige Dreifaltigkeit, ein einiger Gott - Erbarme Dich unser!

Heiliger Antonius von Padua - Bitte für uns!
Du treuer Jünger des heiligen Franziskus - Bitte für uns!
Du Zierde des Ordens der Minderen Brüder - Bitte für uns!
Du Licht und Säule der Kirche - Bitte für uns!
Du Bräutigam der heiligen Armut - Bitte für uns!
Du Muster der Demut - Bitte für uns!
Du Beispiel der Geduld - Bitte für uns!
Du Vorbild des wahren Gehorsams - Bitte für uns!
Du schönste Lilie unversehrter Reinheit - Bitte für uns!
Der Du gewürdigt worden, das Kind Jesu in deine heiligen Arme zu schließen - Bitte für uns!
Der Du deinen Gott von ganzem Herzen liebtest - Bitte für uns!
Du Spiegel hoher Heiligkeit - Bitte für uns!
Du Muster echter Frömmigkeit - Bitte für uns!
Der Du mit der Gnade Gottes erfüllt warst - Bitte für uns!
Du eifriger Verkünder des heiligen Evangeliums - Bitte für uns!
Du liebreicher Lehrer des Glaubens - Bitte für uns!
Du Zurechtweiser der Irrenden - Bitte für uns!
Du mächtiger Streiter wider Irrtum und Sünde - Bitte für uns!
Du Trost der Bedrängten - Bitte für uns!
Du Zuflucht der Verlassenen - Bitte für uns!
Du Helfer der Notleidenden - Bitte für uns!
Du Wiederbringer verlorener Sachen - Bitte für uns!
Du mächtiger Wundertäter - Bitte für uns!
Du glorreicher Schutzpatron von Padua - Bitte für uns!

Jesus Christus - Erbarme Dich unser!
Durch die Verdienste deines hl. Dieners Antonius - Erbarme Dich unser!
Durch seine Geduld und Demut - Erbarme Dich unser!
Durch seine freiwillige Armut - Erbarme Dich unser!
Durch sein Fasten und Wachen - Erbarme Dich unser!
Durch seine große Selbstverleugnung - Erbarme Dich unser
Durch seine vielen Arbeiten für Deine Ehre - Erbarme Dich unser!
Durch seine apostolischen Predigten und Lehren - Erbarme Dich unser!
Durch seinen glühenden Andachtseifer - Erbarme Dich unser!
Durch seine große Nächstenliebe - Erbarme Dich unser!
Durch sein Mitleid und seine Barmherzigkeit - Erbarme Dich unser!
Durch sein Verlangen nach der Marterkrone - Erbarme Dich unser!
Durch alle Mühseligkeiten, die er Deinetwegen erduldete - Erbarme Dich unser!
Durch alle Dienste, die er Dir erwiesen - Erbarme Dich unser!
Durch seine kindliche Liebe zu Dir - Erbarme Dich unser!
Durch die Liebe, mit der Du ihn zu Dir in den Himmel aufgenommen hast - Erbarme Dich unser!
Wir armen Sünder - wir biten Dich, erhöre uns
Daß Du uns verschonest - Wir bitten Dich, erhöre uns!
Daß Du uns verzeihest - Wir bitten dich, erhöre uns!
Daß Du uns durch die Verdienste des heiligen Antonius vor allem Übel bewahrest - Wir bitten Dich, erhöre uns!
Daß Du uns in unsern Leiden Geduld verleihest - Wir bitten Dich, erhöre uns!
Daß Du uns in unsern Nöten den Schutz des hl. Antonius erfahren lassen mögest - Wir bitten Dich, erhöre uns!
Daß Du uns um seinetwillen im Tode beschützest - Wir bitten Dich, erhöre uns!
Daß Du uns in Dein ewiges Reich aufnehmest - Wir bitten Dich, erhöre uns!
Göttlicher Erlöser - Wir bitten Dich, erhöre uns!

O du Lamm Gottes, das Du hinwegnimmst die Sünden der Welt, verschone uns, o Herr!
O du Lamm Gottes, das Du hinwegnimmst die Sünden der Welt, erhöre uns, o Herr!
O du Lamm Gottes, das Du hinwegnimmst die Sünden der Welt, erbarme Dich unser, o Herr!
Christus, höre uns, Christus erhöre uns!
Bitt' für uns, o heiliger Antonius,
Auf daß wir würdig werden der Verheißungen Christi.

Gebet
O Gott, der Du deinen getreuen Diener, den heiligen Antonius, zum Heile der Welt auserwählt, und durch sein heiliges Beispiel und eifriges Predigen die Seelen der Gewalt des Satans entzogen hast, wir bitten Dich, Du wollest uns auf seine mächtige Fürbitte und in Rücksicht seiner Verdienste Deine göttliche Gnade verleihen und der ewigen Freuden teilhaftig machen. Durch Jesus Christus, unsern Herrn. Amen.

Mit bischöflicher Druckerlaubnis - St. Antoniusverlag Solothurn

Freitag, Mai 11, 2007

Gebet zur Virgo Lauretana - Unsere Liebe Frau von Loreto

O Maria, unbefleckte Jungfrau, um Deines heiligen Hauses willen, das Engelshände auf die Höhen von Loreto übertrugen, wende Deine gütigen Augen uns zu.
Um der heiligen Mauern willen zwischen denen Du geboren wurdest und als Mädchen in Gebet und in der erhabensten Liebe lebtest; wegen der glücklichen Wände, die dein Gruß des Engels hörten, der Dich nannte "Gebenedeit unter allen Frauen" und die uns an die Menschwerdung des Ewigen Wortes in Deinem reinen, jungfräulichen Leibe erinnern; um des hl. Hauses willen, in dem Du mit Jesus und Josef gelebt hast und das im Laufe der Jahrhunderte das heißersehnte Ziel so vieler Heiligen geworden ist, die in innigstem Glücke seine heiligen Mauern küßten: gewähre uns die Gnaden, um die wir Dich demütig bitten und verhilf uns zum Glück, daß wir nach diesem Erdenleben Dir im Himmel den Engelsgruß wiederholen dürfen: Gegrüßt seist Du, Maria.

Heilige Jungfrau von Loreto, bitte für uns! (300 Tage Ablaß).

Imprimatur: Laureti, die 23 Jul. 1962, + Angelius Prinetto, Ep.us, Adriane, Vic. Adm. Pontificae

Unsere Liebe Frau von der Immerwährenden Hilfe

GEBET: O heiligste JUNGFRAU MARIA, um uns ein unbegrenztes Vertrauen einzuflößen, hast du den süßen Namen Mutter von der Immerwährenden Hilfe annehmen wollen: ich flehe dich an, du wollest mir jederzeit hilfreich beistehen, in meinen Versuchungen, nach meinen Fehltritten, in meinen Schwierigkeiten, in allen Kümmernissen des Lebens und besonders in meiner Sterbestunde. Gib, o liebreiche Mutter, daß ich daran denke und mich daran gewöhne, dich allzeit anzurufen; denn ich bin gewiß: wenn ich mich treulich an dich wende, wirst auch du treu sein, mir beizustehen. Erflehe mir also die überaus kostbare Gnade, unablässig und mit kindlichem Vertrauen zu dir zu beten, damit ich durch dieses anhaltende Gebet deine immerwährende Hilfe und die endliche Beharrlichkeit erlange. Segne mich, o süße Mutter, und bitte für mich jetzt und in der Stunde meines Todes. Amen.

Mittwoch, Mai 09, 2007

Maria mit der Traube von Waldperlach

Maria mit der Traube,
Du Jungfrau gnadenreich und rein!
Hilf, daß der rechte Glaube,
Den uns kein Zweifel raube,
Das Herz durchglüh wie edler Wein!

Maria mit der Krone,
Du Königin so mild und schön,
Hilf uns an Gottes Throne,
Daß immer in uns wohne
Die Hoffnung auf ein Aufersteh'n!

Maria mit dem Kinde,
Du Mutter keusch und unversehrt,
Hilf, daß die Lieb' uns binde
Und alles überwinde,
Wie uns dein lieber Sohn gelehrt!

Maria von Waldperlach,
Sei uns're Zuflucht allezeit!
Hilf uns zu Gottes Gnade,
Begleit uns auf dem Pfade
Hin zu der ew'gen Seligkeit.

(H. Schwaiger)

Dienstag, Mai 08, 2007

Sieh, daß ich dein Heiland bin - Geistliches Vergißmeinnicht

Mein lieber Christ, vergiß es nicht: Je reiner du dein Gewissen bewahrst, je eifriger du deine Christen- und Standespflichten erfüllst, und je selbstloser du deine Handlungen alle Tage deines Lebens dem lieben Gott darbringst, desto größer wird einst dein Lohn im Jenseits sein.
Erwecke darum manchmal nachstehende Aufopferung, durch die du das Geheimnis findest, deine kurzen Lebenstage auf Erden auf sehr gute Weise für die Ewigkeit auszunützen und dir und andern unzählige Gnaden von dem Herrn zu erflehen.

O heiliger dreieiniger Gott, ich glaube an Dich, weil Du die ewige Wahrheit bist; ich hoffe auf Dich, weil Du allmächtig, gütig und getreu bist; ich liebe Dich, weil Du mich so sehr liebst und weil Du alle meine Liebe verdienst. Es reut mich, Dich jemals beleidigt zu haben, und ich nehme mir mit Deiner Gnade kräftig vor, lieber zu leiden, als Dich, meinen lieben Gott, zu betrüben. Behüte mich vor jedem Rückfall in die Sünde.
Ich emfpehle mich diesen Tag und allezeit in Deine Vaterliebe und in Deinen heiligen, göttlichen Willen. Ich schließe mich ein in alle heiligen Messen, die in der ganzen Welt heute und bis an das Ende der Zeit gefeiert werden. Ich empfehle mich heute in alle heiligen Kommunionen, in alle heiligen Segen, alle heiligen Ablässe, in alle guten Werke der ganzen Christenheit.
O mein Gott, Dir seien ewig aufgeopfert alle fünf Sinne meines Leibes, alle meine Seelenkräfte, alle meine Schritte und Tritte, alle meine Mühen und Arbeiten, alle Sorgen und aller Kummer, alles Kreuz und Leiden, alle Schmach und alle Unbilden, alle Verfolgungen und Widerwärtigkeiten. Alle meine Atemzüge, Pulsschläge und alle Bewegungen meines Herzens sind Dir, o Jesus, ewig geweiht zum Danke für Dein allerheiligstes Leben, Leiden und Sterben. Liebster Jesus, in Deine heiligen fünf Wunden, in alle Deine heiligen Verdienste sowie auch in die mächtige Fürbitte und die Verdienste Deiner jungfräulichen Mutter Maria, des hl. Joseph, meines heiligen Schutzengels und all Deiner Engel und Heiligen schließe ich mich selbst, meine lieben Eltern, meine Geschwister, Freunde, Hausgenossen, Verwandte und Bekannte ein sowie auch alle, die mir je Gutes oder Übles getan haben. Ja, ich schließe ein alle Lebenden, besonders aber alle Priester der ganzen Erde und alle jene Studierenden, die Priester werden wollen, alle Sünder und Gerechten, alle Gesunden und Kranken, alle Witwen und Waisen, alle Gefangenen und unschuldigerweise Verfolgten, alle Betrübten und Notleidenden, alle unglücklichen Familien und seelisch Vereinsamten, alle, die zu Wasser und zu Land in Todesnöten sich befinden, und auch alle Verstorbenen. Verzeihe und schenke ihnen alle ihre Schuld, erfülle ihr Verlangen nach Dir, tröste sie, erlöse sie von allen Übeln und nimm sie alle auf zu Dir in Dein ewiges Reich.
O mein Jesus, erbare Dich meiner armen, aber reuigen Seele! Teile mir mit Deine Tugenden und gib mir das tägliche Brot und die liebe Gesundheit.
Für alle mir von meiner Geburt bis zu diesem Augenblicke verliehenen und in Zukunft von Deiner Liebe noch zu verleihenden geistigen und leiblichen Wohltaten sage ich Dir unaufhörlichen Dank.
Gütigster Jesus, gib mir eine feurige Liebe zu Dir und eine echte, werktätige Liebe gegen meinen Nächsten. Verleihe mir wahren Eifer, Demut, Sanftmut, Geduld, Mäßigkeit, Bescheidenheit und Klugheit. Heilige Dir mein Herz zur gefälligen Wohnung und schenke mir ein reines, unbelecktes Gewissen. Laß mich häufig an Dich denken und mein Leben segensreich ausnützen. Stehe mir bei in meiner Sterbestunde.
Beschütze, stärke, segne mich und mache mich und durch mich viele ewig selig. Amen.
Maria, meine Mutter, bewahre mich heute vor schwerer Sünde. Drei Ave-Maria.
Es segne mich der allmächtige und barmherzige Gott, der Vater, der Sohn und der Heilige Geist. Amen.

Mit kirchlicher Gutheißung. - Missionsdruckerei Steyl, Post Kaldenkirchen, Rhld.

Montag, Mai 07, 2007

Ablaßgebete zu Ehren der sieben Schmerzen und der sieben Freuden des heiligen Joseph

Josef_Sankt_11-11. O reinster Bräutigam der heiligsten Jungfrau Maria, glorreicher heiliger Joseph! gleichwie der Kummer und die Angst deines Herzens groß war in der Unschlüssigkeit, ob du deine unbefleckte Braut verlassen solltest, so war auch unbeschreiblich deine Freude, als dir von dem Engel das erhabene Geheimnis der Menschwerdung geoffenbart wurde.
Durch diesen deinen Schmerz und diese deine Freude bitten wir dich, du wollest unsere Herzen jetzt und in den Schmerzen des Todes mit dem Troste eines guten Lebens und eines heiligen Todes erfreuen, der deinem Tode in Gegenwart Jesu und Mariä ähnlich sei.
Vater unser, Gegrüßet seist du Maria, und Ehre sei dem Vater.

2. O glückseligster Patriarch, glorreicher heiliger Joseph, der du auserwählt wurdest zum Amte eines Nährvaters des menschgewordenen Wortes! Der Schmerz, den du empfandest, als du das Kindlein Jesus in solcher Armut geboren sahest, verwandelte sich für dich sofort in himmlischen Jubel, als du die Lobgesänge der Engel vernahmest und die Herrlichkeit jener glanzerfüllten Nacht erblicktest.
Durch diesen deinen Schmerz und diese deine Freude bitten wir dich, du wollest uns die Gnade erlangen, daß wir nach der Pilgerschaft dieses Lebens würdig seien, die Lobgesänge der Engel zu vernehmen und des Glanzes der himmlischen Herrlichkeit uns zu erfreuen.
Vater unser, Gegrüßet seist Du Maria, und Ehre sei dem Vater.

3. O gehorsamer Vollzieher des göttlichen Gesetzes, glorreicher heiliger Joseph! das kostbarste Blut, welches das göttliche Kindlein, unser Heiland, bei der Beschneidung vergoß, verwundete zwar dein Herz; allein der Name Jesus belebte es wieder und erfüllte es mit Freude.
Durch diesen deinen Schmerz und diese deine Freude bitten wir dich, erlange uns die Gnade, daß wir jetzt während unseres Lebens jede Sünde von uns entfernen, um dann mit dem heiligsten Namen Jesus im Herzen und im Munde freudig zu sterben.
Vater unser, Gegrüßet seist du Maria, und Ehre sei dem Vater.

4. O treuester Heiliger, der du eingeweiht warst in die Geheimnisse unserer Erlösung, glorreicher heiliger Joseph! wenn die Weissagung Simeons von den Leiden, welche Jesus und Maria erdulden sollten, dir tödlichen Schmerz verursachte, so erfüllte doch auch das Heil und die glorreiche Auferstehung unzähliger Seelen, welche nach derselben Weissagung daraus erfolgen sollten, dich mit seliger Freude.
Durch diesen deinen Schmerz und diese deine Freude bitten wir dich, erlange uns, daß wir zu der Zahl derjenigen gehören, welche durch die Verdienste Jesu und auf die Fürbitte Mariä einst glorreich auferstehen werden.
Vater unser, Gegrüßet seist du Maria, und Ehre sei dem Vater.

5. O wachsamster Behüter und innigster Vertrauter des menschgewordenen Sohnes Gottes, glorreicher heiliger Joseph! wie sehr hast du dich abgemüht, um den Sohn des Allerhöchsten zu unterhalten und ihn zu pflegen, besonders als du mit ihm nach Aegypten flüchten mußtest; aber wie groß war auch deine Freude, immerdar Gott selbst bei dir zu haben und zu sehen, wie die Götzenbilder Aegyptens vor ihm zu Boden stürzten.
Durch diesen deinen Schmerz und diese deine Freude bitten wir dich, erlange uns die Gnade, daß wir den höllischen Feind besonders durch die Flucht gefährlicher Gelegenheiten immer von uns fernhalten, auf daß aus unsern Herzen alle Götzenbilder irdischer Anhänglichkeit verschwinden und daß wir, ganz dem Dienste Jesu und Mariä ergeben, nur für sie leben und mit ihnen selig sterben.
Vater unser, Gegrüßet seist du Maria, und Ehre, sei dem Vater.

6. O irdischer Engel, glorreicher heiliger Joseph, der du staunend den König des Himmels jedem deiner Winke gehorchen sahest! war auch deine Freude, ihn aus Aegypten zurückzubringen, getrübt durch die Furcht vor Archelaus, so wurdest du doch durch den Engel beruhigt und verweiltest freudig mit Jesus und Maria in Nazareth.
Durch diesen deinen Schmerz und diese deine Freude bitten wir dich, erlange uns, daß unsere Herzen frei seien von aller schädlichen Furcht, daß wir uns eines ruhigen Gewissens erfreuen und, mit Jesus und Maria in Sicherheit lebend, auch in ihrer Mitte aus diesem Leben scheiden mögen.
Vater unser, Gegrüßet seist du Maria, und Ehre sei dem Vater.

7. O Vorbild aller Heiligkeit, glorreicher heiliger Joseph! nachdem du ohne deine Schuld den Knaben Jesus verloren hattest, suchtest du ihn mit größtem Schmerze drei Tage lang, bis du ihn, dein Leben, mit größter Freude und Frohlocken im Tempel unter den Lehrern wiederfandest.
Durch diesen deinen Schmerz und diese deine Freude bitten wir dich mit Herz und Mund, du wollest doch für uns deine Fürsprache einlegen, daß es uns nie widerfahre, Jesus durch eine schwere Sünde zu verlieren; wenn es aber zum größten Unglücke dennoch geschehen sollte, o dann bewirke, daß wir ihn so lange in Schmerzen und ohne Rast aufsuchen, bis wir ihn und seine Gnade wiederfinden, besonders im Augenblicke unseres Todes, damit wir dann in die himmlischen Freuden eingehen und dort in Ewigkeit mit dir das Lob seiner göttlichen Ebarmungen singen können.
Vater unser, Gegrüßet seist du Maria, und Ehre sei dem Vater.

Jesus war, als er (zu lehren) anfing, ungefähr dreißig Jahre alt, und ward für einen Sohn Josephs gehalten.
Bitte für uns, o heiliger Joseph,
Auf daß wir würdig werden der Verheißungen Christi.

Lasset uns beten.
O Gott, der du in deiner unaussprechlichen Vorsehung den seligen Joseph zum Bräutigam deiner heiligsten Gebärerin zu erwählen dich gewürdigt hast, verleihe uns, wir bitten dich, daß wir denjenigen, welchen wir als unsern Beschützer auf Erden verehren, zu unserm Fürsprecher im Himmel zu haben verdienen, der du lebst und regierst in alle Ewigkeit. Amen.

100 Tage, einmal täglich. - 300 Tage an allen Mittwochen des Jahres und an jedem Tage der zwei Novenen vor dem Feste des heiligen Joseph, 19. März, und vor seinem Schutzfest nach Ostern. - Vollkommener Ablaß an den zwei genannten Festen, wenn man außerdem reumütig beichtet und kommuniziert.

Pius VI., 9. Dez. 1819. Imprimatur. Ratisbonae, die 5. Julii 1917. Dr. Scheglmann, Vic. Gen. Verlag von Richard Kühlwein, Regensburg

Gebet zum heiligen Josef in schweren Anliegen

St. Josef in der Heilig-Geist-Kirche, Hall, TirolO heiliger Josef, den noch niemals einer vergebens angerufen hat, dessen Arme stets offen sind, um den Armen, der an dich sich wendet, aufzunehmen und dessen Herz stets allen zugänglich ist, die zu ihm ihre Zuflucht nehmen; habe Erbarmen mit mir und wirf einen Blick des Mitleidens auf mein großes Elend. Du kennst ja die schwere Prüfung, der mich Gott unterwerfen wollte, die große Bitterkeit, von der mein Herz erfüllt ist. Schwer drückt das Kreuz auf meinen schwachen Schultern. Ich habe diese Widersprüche, diese Versuchungen, diese Leiden durch meine Sünden verdient. Aber du, o heiliger Josef, dessen Einfluß bei Gott so groß ist, du geliebter Vater, lege Fürsprache für mich ein bei Jesus. Sei du mein Anwalt bei deinem göttlichen Sohn. Füge zu deiner großen Glorie auch diese hinzu, daß du Rettung bringst in den hoffnungslosen Anliegen. Ich glaube, ja ich glaube, daß du mir helfen kannst und mein Gebet erhören wirst. Ich habe zu dir das feste Vertrauen, daß du in meiner Bedrängnis mir zu Hilfe kommen wirst und flehe dich darum mit Demut und Inbrunst an. Siehe mich hier zu deinen Füßen, o guter heiliger Josef! O schaue auf mich, erbarme dich meiner Seufzer, meiner Tränen. Ich gehe nicht von dir weg, bis du mich mit dem Mantel deiner Barmherzigkeit bedeckt und mir deinen Beistand bei Gott versprochen hast. -

Jetzt bete 3 Vaterunser, Ave-Maria und Ehre sei, zum Dank gegen Gott für die Gnaden und Vorzüge des heiligen Josef, dann bitte ihn um seinen Segen.

Imprimatur: Friburgi Helv., 10 Julii 1928, L. Ems, vic. gen.
Kanisiuswerk, Päpstliche Verlagsdruckerei, Freiburg, Schweiz und Konstanz, Baden

Der heilige Franciscus von Assisi

"Ich will nur eines kennen: Jesum, und zwar Jesum, den Gekreuzigten." (Hl. Franz)

Das Responsorium Coelorum candor zu Ehren des seraphischen Vaters

Der Himmel strahlt im lichten Glanz,
Und in der Heil'gen Sternenkranz
Erscheint ein neues Licht, so mild,
Franciscus, Jesu Ebenbild.
Denn seine Hände, Füße, Seit'
Durchbohren Wunden, tief und breit,
Ein Seraph prägte sie ihm ein,
Da Jesu er soll ähnlich sein;
Er trug an sich des Kreuzes Bild,
Weil ganz von Chrtisti Geist efüllt.

V. Gezeichnet hast Du, o Herr, deinen Diener Franciscus,
R. Mit den Zeichen unserer Erlösung.

Lasset uns beten: Herr Jesus Christus, der Du, um bei der Erkaltung der Welt unsere Herzen mit dem Feuer deiner Liebe zu entflammen, am Leibe des heiligen Franciscus die heiligen Wundmale deines Leidens erneuert hast; verleihe gnädig, daß wir durch seine Verdienste und Fürbitte das Kreuz standhaft tragen und würdige Frücht der Buße bringen. Der Du lebst und regierst in alle Ewigkeit. Amen.
Tägliches Gebet des heiligen Franciscus
Mein Gott und mein Alles, wer bist Du, süßester Herr, mein Gott; und wer bin ich, Würmlein, dein Diener? Heiligster Herr, ich möchte Dich lieben! Mein Herr und Gott, ich weihe Dir mein ganzes Herz und meinen Leib und wünsche sehnlichst nach meinem besten Wissen und Können für deine Liebe noch weit mehr zu tun. Amen.
Gebet des heiligen Franciscus von Assisi zur Erlangung der Liebe Gottes
Möge, ich bitte Dich, o Herr, die feurige und süße Kraft deiner Liebe meinen Geist von allem, was unter dem Himmel ist, reinigen, damit ich aus Liebe zu deiner Liebe sterbe, der Du aus Liebe zu meiner Liebe zu sterben Dich gewüdiget hast. Durch Dich selbst den Sohn Gottes, welcher mit dem Vater und dem hl. Geiste als gleicher Gott lebt und regiert von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.
Fünf Sonntage zu Ehren der Wundmale des hl. Franciscus
Allen Gläubigen, welche an fünf unmittelbar aufeinander folgenden Sonntagen des Jahres sich zu Ehren jener heiligen Wundmale in frommen Betrachtungen oder mündlichen Gebeten oder andern Werken der christlichen Frömmigkeit üben, verlieh Papst Leo XIII am 21. November 1885 einen vollkommenen Ablaß einmal im Jahre an jedem der fünf Sonntage unter den gewöhnlichen Bedingungen (Beicht, Kommunion, Kirchenbesuch und Gebet nach der Meinung des heiligen Vaters.)
Segen des heiligen Vaters Franciscus
Es segne dich der Herr und beschütze dich! Es zeige dir der Herr sein Antlitz und erbarme sich deiner! Es wende der Herr sein Antlitz zu dir und gebe dir den Frieden! Der Herr segne dich! + Amen.
Denksprüche des heiligen Franciscus
Lieben wir doch den Herrn und beten wir Ihn an mit unserm ganzen Herzen und mit allen unsern Geisteskräften; denn dieses ist es, was Er von uns verlangt.
In Gefahren, in Ängsten, in Zweifeln rufet Maria an, denket an Maria, sie sei allezeit auf euren Lippen und immer in eurem Herzen.
Die Versuchung, der man nicht erliegt, ist eine Gelegenheit, die Tugend zu üben.
Dem Teufel und seinen Anhängern geziemt es, traurig zu sein; wir im Gegenteil sollen uns stets im Herrn erfreuen.
Seid geduldig in den Trübsalen und demütig im Glücke, dann werdet ihr in allen Kämpfen Sieger sein.
Mit Approbation des Bischöflichen Ordinariats Chur

Dienstag, Mai 01, 2007

Hymnus zu Maria vom Heiligsten Herzen



Siehe auch: Neuvaine à Notre Dame du Sacré Coeur

  1. O Frau vom heiligsten Herzen,
    Sei tausendmal gegrüßt,
    Die du in Leid und Schmerzen
    Ein Hoffnungsstern uns bist;
    Des Herzens Jesu Königin
    Und unsere Gnadenspenderin,
    Maria, Maria, Maria, sei gegrüßt!
  2. O Mutter voller Gnaden,
    Von deines Sohnes Herz
    Erbitt' uns alle Gaben
    Und Trost in Leid und Schmerz.
  3. O Mutter, voll der Milde,
    O königliche Frau,
    Hinauf zum Gnadenbilde
    Ich armer Sünder schau'.
  4. Dein Kindlein zeigt uns Armen
    Sein gnadenvolles Herz
    Und weist uns voll Erbarmen
    An dich in Freud und Schmerz.
  5. Die Schätze seiner Gnaden
    Sind übergeben dir,
    Du spendest alle Gaben
    Dieses Herzens für und für.
  6. O, spende Trost und Gnade
    Auf unsrer Lebensbahn,
    Daß wir doch alle Tage
    Dem Herzen Jesu nah'n.
  7. Die Kirche Jesu schütze
    Vor ihrer Feinde Wut;
    Der Sünder Herz bespritze
    Mit Jesu Herzensblut.
  8. Lenk' unser Herz nach oben,
    zu deines Sohnes Herz -
    Wenn wir dich sterbend loben,
    so zieh' uns himmelwärts!

Nach "Monatsrosen"
Anrufung: Unsere Liebe Frau vom Heiligsten Herzen, bitte für uns!
(100 Tage Ablaß. Pius IX. 26. Juni 1867.) P. W. A. O. C. - Carl Poellath, Schrobenhausen, Bayern.

Gebet zum heiligen Josef, dem Arbeiter, um Segen bei der Arbeit

Glorreicher heiliger Josef, du Vorbild aller, deren Anteil hienieden die Arbeit ist, erlange mir die Gnade, im Geiste der Sühne zu arbeiten, um meine vielen Sünden abzubüßen. Laß mich gewissenhaft arbeiten, indem ich die Pflichterfüllung meinen natürlichen Neigungen vorziehe; mit Dank und Freude arbeiten, indem ich meine Ehre darein setze, die von Gott empfangenen Talente zu verwerten und weiter zu entwickeln. Laß mich arbeiten mit Ordnung, Ruhe, Mäßigung und Geduld, ohne je vor Ermüdung oder Schwierigkeiten zurückzuschrecken. Ganz besonders aber erbitte mir die Gnade, daß ich der Arbeit in reiner Absicht und Selbstentäußerung obliege. Laß mich stets den Tod und die Rechenschaft vor Augen haben, welche ich über die verlorene Zeit, über die nicht angewandten Talente, über das unterlassene Gute und über alles eitle, der Ehre Gottes so nachteilige Wohlgefallen an den erzielten Erfolgen ablegen muß.
Alles für Jesus, alles für Maria, alles nach deinem Beispiel, o heiliger Patriarch Josef, dies sei meine Losung im Leben und im Tode. Amen.
Mit kirchlicher Druckerlaubnis - Kanisius-Verlag, CH-1701 Freiburg i.Ue. und Kanisiuswerk, Konstanz, Blarerstraße 18

Freitag, April 13, 2007

Litanei von der Ergebung in den göttlichen Willen im Vertrauen auf die göttliche Vorsehung

Nicht mein Wille, sondern der Deine(Nur zum Privatgebrauch)

Herr, erbarme dich meiner!
Christus, erbarme dich meiner!
Herr, erbarme dich meiner!
Christus, höre mich!
Christus, erhöre mich!
Gott Vater vom Himmel, erbarme dich meiner!
Gott Sohn, Erlöser der Welt, erbarme dich meiner!
Gott Heiliger Geist, erbarme dich meiner!
Heilige Dreifaltigkeit, ein einiger Gott, erbarme dich meiner!
Du, der du Alles zum Voraus siehst und kennst, erbarme dich meiner!
Du, der du Alles leitest und ordnest, erbarme dich meiner!
Du, der du Alles wunderbar nach deinen heiligsten Absichten zu seinem Ziele führest, erbarme dich meiner!
Du, der du Böses zulässest, um daraus Gutes zum Frommen deiner Auserwählten zu ziehen, erbarme dich meiner!
In allen Dingen also, gegenwärtigen und zukünftigen, geschehe dein heiliger Wille, o Herr!
In allen Ereignissen, sowohl günstigen als ungünstigen, geschehe dein heiliger Wille, o Herr!
In allen Betrübnissen, Leiden, Drangsalen, Strafen, Beschwerden und Unglücksfällen, geschehe dein heiliger Wille, o Herr!
In allen meinen Unternehmungen und Geschäften, geschehe dein heiliger Wille, o Herr!
In all meinem Vermögen und Besitztum geschehe dein heiliger Wille, o Herr!
Bei Erlangung oder Verlust der Ehre, des guten Namens oder Ansehens, geschehe dein heiliger Wille, o Herr!
Bei Erlangung oder Verlust von Hab und Gut, Freunden und Verwandten, geschehe dein heiliger Wille, o Herr!
In allen Orten, Zeiten und Umständen, geschehe dein heiliger Wille, o Herr!
Wenn auch meine schwache und verderbte Natur etwa jammern sollte, geschehe dennoch dein heiligster Wille, o Gott!
Wenn es auch meiner Eigenliebe und meiner Sinnlichkeit hart scheinen sollte, geschehe dennoch dein heiligster Wille, o Gott!
Wenn es auch zuweilen meinem Verstande unbegreiflich scheinen sollte, geschehe dennoch dein heiligster Wille, o Gott!
Einzig für dich, zu deinem größeren Gefallen, deiner Ehre und deinem Ruhme, geschehe in allem dein heiligster Wille, o Gott!
Mit allen Gerechten und Heiligen im Himmel und auf Erden wünsche ich von Herzen, daß in allem geschehe dein heiligster Wille, o Gott!
Mit der heiligsten Mutter Maria wünsche ich von Herzen, daß in allem geschehe dein heiligster Wille, o Gott!
Mit Jesus Christus auf dem Ölberge wüsnche ich von Herzen, daß nicht mein, sondern dein heiligster Wille, o Gott geschehe!
Mit Jesus Christus auf seinem Kreuzwege wünsche ich von Herzen, daß in allem geschehe dein heiligster Wille, o Gott!

Gebet. In tiefster Demut bete ich deinen heiligsten Willen an, o mein Gott, und unterwerfe mich vollkommen deinen unerforschlichen Ratschlüssen und gerechtesten Anordnungen. Und da die Erfüllung deiner Gebote die Grundlage jeder Vollkommenheit, die Richtschnur jeder Tugend und der einzige Ursprung jeder wahren Ruhe und Zufriedenheit ist, - so wünsche und bittte ich mit Inbrunst, daß in mir und von mir, an allen und von allen, an jedem Orte und zu jeder Zeit dein gerechtester, heiligster, erhabenster und liebreichster Wille in allen Dingen geschehe und gepriesen und erhöht werden möge in Ewigkeit. Amen.

Ablaßgebet. Es geschehe, werde gelobt und in Ewigkeit hochgepriesen der gerechteste, höchste und liebenswürdigste Wille Gottes in allem.
(100 Tage Ablaß, einmal täglich. Pius VII, 19. Mai 1818)

Gebet zum göttlichen Herzen Jesu um Vereinigung mit dem göttlichen Willen
(Aus dem kl. Herz-Jesu-Offizium)

O heiligstes Herz Jesu, das dem Willen des Vaters immer gehorsam gewesen, ziehe unsere Herzen zu dir, damit wir jederzeit tun, was ihm wohlgefällig ist.
V. Bereit ist mein Herz, o Gott meines Herzens, deinen Willen zu tun.
R. Mein Gott, ich will es; und dein Gesetz ist in der Mitte meines Herzens.

Imprimatur. Ratisbonae, die 5. Februarii 1918. Dr. Scheglmann, Vic. Gen.

Samstag, April 07, 2007

Gebet zum heiligen Judas Thaddäus

Der hl. Judas ThaddäusHeiliger Judas Thaddäus, Apostel und Verwandter Jesu, du hast dein Leben für den Herrn gegeben! Der Name des Verräters ist Grund dafür, daß viele dich vergessen; aber die Kirche ehrt dich und ruft dich weltweit an als Beschützer in den verzweifeltsten Fällen, da wo es keine Hilfe mehr gibt.
Bitte für mich, denn ich bin ganz elend; gebrauche, so bitte ich, dein besonderes dir gegebenes Vorrecht, sofortige und sichtbare Hilfe zu gewähren, wo Hilfe geradezu unmöglich ist... Komm mir zu Hilfe in dieser großen Not und laß mich den Trost und den Schutz des Himmels empfangen in meinen Heimsuchungen, Leiden und Ängsten. Besonders ... (hier die eigenen Nöte nennen). Möge ich dem Hern mit dir in alle Ewigkeit danken können.
Ich verspreche dir, heiliger Judas Thaddäus, mir dieser großen Gunst immer bewußt zu sein, und ich werde nicht aufhören, dich als meinen besonderen und mächtigen Beschützer zu erhren und alles in meiner Macht stehende zu tun, um deine Verehrung zu verbreiten.
Vater unser ... Ehre sei ...

Dienstag, April 03, 2007

Alles möcht' ich Dir erzählen

Einsiedeln, Gnadenbild

Alles möcht' ich dir erzählen,
alle Sorgen, die mich quälen,
alle Zweifel, alle Fragen,
möcht' ich, Mutter, zu dir tragen.

Wege, die ich selbst nicht kenne,
liebe Namen, die ich nenne,
Schuld, die ich mir aufgeladen,
andern zugefügten Schaden.

Ärgernis, so ich gegeben,
all mein Wollen, all mein Streben,
mein Beraten, mein Verwalten,
mein Vergessen, mein Behalten.

Mein Begehren, mein Verzichten,
und mein Schweigen und mein Richten,
alle kleinen Kleinigkeiten,
die so oft mir Müh' bereiten.

Jedes Lassen, jede Tat,
Mutter, dir, vom guten Rat,
leg' ich alles in die Hände,
du führst es zum rechten Ende!

Montag, März 26, 2007

Litanei zu den 14 hl. Nothelfern

Die heiligen vierzehn NothelferHerr, erbarme Dich unser!
Christus, höre uns!
Gott Vater vom Himmel!
Gott Sohn, Erlöser der Welt!
Gott Heiliger Geist, erbarme Dich unser!
Heilige Dreifaltigkeit, ein einiger Gott,
Heilige Maria, bitt für uns!
Hl. Maria, du mächtige Nothelferin,
Hl. Joseph, du Helfer in jeglicher Not,
Alle hl. Patriarchen und Propheten,
Alle hl. Apostel und Evangelisten,
Alle hl. Martyrer und Bekenner,
Alle hl. Jungfrauen und Witwen
Alle hl. Engel und Chöre der seligen Geister,
Alle hl. Nothelfer,
Hl. Georg, du Held des Glaubens,
Hl. Blasius, du Zierde der Bischöfe,
Hl. Erasmus, du Schild der Verfolgten,
Hl. Pantaleon, du Arzt der Kranken,
Hl. Vitus, du Schutz in der Versuchung,
Hl. Christophorus, Beschützer der Reisenden,
Hl. Dionys(ius), du Stärke der Gläubigen,
Hl. Zyriakus, du Schutzwehr gegen den Bösen Feind,
Hl. Achatius, du Liebhaber des Kreuzes,
Hl. Eustachius, du Spiegel der Geduld,
Hl. Ägidius, du Mann des Gebetes,
Hl. Margaretha, du reine Jungfrau,
Hl. Barbara, du Hilfe der Sterbenden,
Hl. Katharina, du Wunder göttlicher Weisheit, bitt für uns!
Alle Heiligen Gottes, bittet für uns!
O Du Lamm Gottes usw.
Bittet für uns, ihr hl. Nothelfer!
Auf daß wir würdig werden der Verheißungen Christi!

Lasset uns beten!
Ihr vierzehn hl. Nothelfer und glorwürdige Siegeshelden, die ihr für den wahren Glauben Leib und Leben in den Dienst Gottes gestellt, eurem mächtigen Schutz empfehle ich mich und alles, was mir lieb und teuer ist.
O ihr glorreichen und verehrungswürdigen Blutzeugen Jesu Christi, demütig knie ich vor euch und bitte flehentlich um eurer hl. Marter und eures Todes willen, seid meiner eingedenk und stehet mir bei in allen meinen Anliegen und Nöten des Leibes und der Seele! Ich lege all mein Kreuz und Leiden in eure hl. Wunden und Verdienste, damit sie durch eure Fürbitte zu meinem Seelenheile dienlich seien.
Mein Leben, Leiden und Sterben befehle ich in eure Hände und Füritte und bitte euch durch die kostbaren Blutstropfen, die ihr um Christi willen vergossen, ihr wollet mir ein seliges Ende erflehen und zur ewigen Glückseligkeit verhelfen, durch Jesum Christum unsern Herrn. Amen.
Vierzehnheiligen, Basilika, Gnaden- und Hochaltar

Donnerstag, März 22, 2007

Die Große Danksagung

von Jakob Olrik, Konvertit und katholischer Priester in Dänemark; deutsch vom Diener Gottes Jakob Kern O. Praem., Abtei Geras, NÖ.; für den Privatgebrauch - mit Druckerlaubnis des Erzb. Ordinariates Wien, Zl. 4315, vom 17. Mai 1924.

"Lasset uns Dank sagen dem Herrn unserm Gott. So ist es würdig und gerecht. - Wahrlich, es ist würdig und gerecht, billig und heilsam, daß wir Dir immer und überall Dank sagen, Heiliger Herr, Allmächtiger Vater, Ewiger Gott." - "Saget Dank für alle Dinge." (1 The. 5, 18.)

Herr, erbarme Dich unser!
Christus, erbarme Dich unser!
Herr, erbarme Dich unser!
Christus, höre uns!
Christus, erhöre uns!
Gott Vater vom Himmel, erbarme Dich unser!
Gott Sohn, Erlöser der Welt, erbame Dich unser!
Gott Heiliger Geist, erbarme Dich unser!
Heiligste Dreifaltigkeit, ein einiger Gott, erbarme Dich unser!
Heilige Maria, Mutter Gottes, singe im Chor der Danksagung vor!

Für das Licht, das Leben und die ganze Schöpfung danken wir Dir, o Gott!
Für die Krippe, das Kreuz und den Ostermorgen danken wir Dir, o Gott!
Für die Taube mit den sieben Flammen vom Himmelsfeuer danken wir Dir, o Gott!
Für die Kunde vom Geheimnis Deiner heiligsten Dreifaltigkeit danken wir Dir, o Gott!
Für die Königin des Himmels, Deines Sohnes und unserer Mutter, danken wir Dir, o Gott!
Für das reinigende Wasser der Taufe auf unserem Haupte danken wir Dir, o Gott!
Für den, der uns Deiner Kirche zuführte, danken wir Dir, o Gott!
Für Vater und Mutter, Verwandte und Freunde danken wir Dir, o Gott!
Für das Vaterland, die Regierung und die Muttersprache danken wir Dir, o Gott!
Für das tägliche Brot, unser Heim und unsere Tagesarbeit danken wir Dir, o Gott!
Für den Trost, das Glück und den Schutz in Gefahren danken wir Dir, o Gott!
Für die Werke der Buße, die Du uns zu üben gabst, danken wir Dir, o Gott!
Für den bitteren, aber stärkenden Becher der Leiden danken wir Dir, o Gott!
Für die Firmungsgnade, als Zeichen der Kämpfer des Heiligen Geistes, danken wir Dir, o Gott!
Für das Opfer von Christi Leib und Blut danken wir Dir, o Gott!
Für die tägliche Nahrung mit dem Himmelsbrot danken wir Dir, o Gott!
Für Jesus, der unter uns am Altare weilt, danken wir Dir, o Gott!
Für die Stärkung im Richterstuhl der Buße danken wir Dir, o Gott!
Fürs Öl zur Linderung und Erlösung der Kranken danken wir Dir, o Gott!
Für die Macht des Priesters, Dich anzrufen, danken wir Dir, o Gott!
Für das Ehebundes Hoheit, Ehre und Würde danken wir Dir, o Gott!
Für die Kirche, die uns alle erhebt und sammelt, danken wir Dir, o Gott!
Für den Felsen der Wahrheit in Sturm und Not danken wir Dir, o Gott!
Für Petrus mit den Schlüsseln des Himmelsreiches in Händen danken wir Dir, o Gott!
Für Dein königliches Hirten- und Priestertum danken wir Dir, o Gott!
Für die blühenden Ordenszweige am Baume der heiligen Kriche danken wir Dir, o Gott!
Für den vollständigsten Beweis des Glaubens danken wir Dir, o Gott!
Für die Hoffnung, Dich von Angesicht zu Angesicht zu schauen, danken wir Dir, o Gott!
Für das Glück, Deinen Namen und Deine Ehre lieben zu können, danken wir Dir, o Gott!
Für die Hilfe der Engel im Streite auf Erden danken wir Dir, o Gott!
Für den Mut, den wir aus dem Wirken der Heiligen schöpfen, danken wir Dir, o Gott!
Für alle Heiligen, die an Deinem Throne Fürbitte üben, danken wir Dir, o Gott!
Für die unbefleckte Reinheit der Jungfrau Maria danken wir Dir, o Gott!
Für die hl. Schrift und die Lehre der Kirche danken wir Dir, o Gott!
Für all Deines Reiches herrliche Siege danken wir Dir, o Gott!
Für alle strahlenden Feste der Kirche danken wir Dir, o Gott!
Für die Erhörung unseres Gebetes für die Toten danken wir Dir, o Gott!
Dafür, daß Du uns eine mit Vernunft begabte, unsterbliche Seeele gegeben, danken wir Dir, o Gott!

Dafür, daß Du unseren Willen mit Freiheit geadelt, danken wir Dir, o Gott!
Dafür, daß Du uns den guten Willen gegeben, danken wir Dir, o Gott!
Dafür, daß Du uns selbst fürs Geringste den ewigen Lohn versprachst, danken wir Dir, o Gott!
Für die liebevolle Vorsehung, die uns durchs Leben führt, danken wir Dir, o Gott!
Für das Licht, das in dunklen Nächten uns leuchtet, danken wir Dir, o Gott!
Für die Stimme, die im Nebel der Täuschung erklang, danken wir Dir, o Gott!
Für die Hand, die uns festhielt, als der Boden unter unseren Füßen wankte, danken wir Dir, o Gott!
Für das mitleidende Herz Jesu Christi danken wir Dir, o Gott!
Für die Gnaden, die Du anstatt der Strafen gabst, danken wir Dir, o Gott!
Dafür, daß wir eines Tages von den Toten auferstehen, danken wir Dir, o Gott!
Dafür, daß Christus auf den Wolken des Himmels kommt, danken wir Dir, o Gott!
Dafür, daß er die Guten gerecht richten wird, danken wir Dir, o Gott!
Dafür, daß er die Stolzen in die Knie zwingen wird, danken wir Dir, o Gott!
Dafür, daß wir am Abend des Jüngsten Gerichtes jubelnd in den Himmel einziehen dürfen, danken wir Dir, o Gott!

Lamm Gottes, das Du hinwegnimmst die Sünden der Welt, verschone uns, o Herr.
Lamm Gottes, das Du hinwegnimmst die Sünden der Welt, erhöre uns, o Herr.
Lamm Gottes, das Du hinwegnimmst die Sünden der Welt, erbarme Dich unser, o Herr.

Lasset uns beten: O Gott, der Du gesagt hast: "Saget Dank für alle Dinge", wir bitten Dich demütig, verleihe uns die Gnade, unseren Dank hier auf Erden so zu beginnen, daß wir ihn im Himmel vollenden können. Durch Jesus Christus, Deinen Sohn, unsern Herrn, der mit Dir und dem Heiligen Geiste lebt und regiert, Gott, von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

Donnerstag, März 15, 2007

Gebet um eine gute Sterbestunde

Heiliger Franz Xaver, bitt für uns!

O sterbender Jesus! um was ich Dich jetzt bitte, das nimm so an, als ob ich es in der Sterbestunde betete, wenn ich vielleicht nicht mehr beten kann. In Vereinigung mit Deinem Todeskampf, weihe ich Dir den meinen und seine Schmerzen. Gib doch, o Jesus, daß dann meine Seele, bedeckt mit Deinen Verdiensten und Deinem kostbaren Blute, in Deinen Händen sei, daß mein letzter Augenblick dem Deinen ähnlich, und die letzte Bewegung meines Herzens ein Akt der Liebe sei. Ich verabscheue alle meine Sünden, ich liebe Dich über alles, danke für alle Deine Wohltaten und will ganz Dein eigen sein.
Nur allein auf Dich und den himmlischen Vater setze ich mein ganzes Vertrauen und hoffe durch Dein Leiden und Sterben aus Deiner Hand die ewige Seligkeit zu erlangen.

O Jesus, Gottes würdiges Opfer! vereinige das Opfer meines Lebens mit dem Deinen. O Jesus, Du Zuflucht der Sünder, sei auch meine Zuflucht und sage: "Dein Heil bin ich". Setze Dein Kreuz, Dein Leiden, Deinen Tod zwischen mich und Dein Gericht, auf daß ich Gnade und Barmherzigkeit erlange.

O Maria! Öffne mir Dein mütterliches Herz und nimm mich auf in Deinen Schutz, lege mich ins anbetungswürdige Herz Deines Sohnes!

Heiliger Joseph, Michael, Gabriel, Raphael, bittet für uns. Amen.

Sonntag, März 11, 2007

Litanei zur Vermittlerin aller Gnaden

Herr, erbarme dich unser!
Christus, erbarme dich unser!
Herr, erbarme dich unser!
Christus, höre uns!
Christus, erhöre uns!
Gott Vater vom Himmel, erbarme dich unser!
Gott Sohn, Erlöser der Welt, erbarme dich unser!
Gott, Heiliger Geist, erbarme dich unser!
Heiligste Dreifaltigkeit, ein einiger Gott, erbarme dich unser!
Heilige Maria, voll der Gnaden, bitt für uns!
Du auserwählte Tochter des himmlischen Vaters,
Du gnadenvolle Mutter des ewigen Wortes,
Du reinste Braut des Heiligen Geistes,
Du unbefleckte Empfängnis,
Du Miterlöserin des Menschengeschlechtes,
Du Mutter des mystischen Leibes Christi,
Du Mutter der Erlösten,
Du Mutter der hl. Kirche,
Du wahre Mutter der Lebendigen,
Du Mutter der schönen Liebe,
Du Mutter der Gottesfurcht,
Du Mutter der Gotteserkenntnis,
Du Mutter der heiligen Hoffnung,
Du Hüterin unseres heiligen Glaubens,
Du Mutter unseres Gnadenlebens,
Du Mutter unserer Jugend,
Du Mutter unserer Priester und Missionare,
Du Mutter aller Betrübten und Leidenden,
Du Mutter aller Versuchten und Kämpfenden,
Du Kanal, durch den uns alle Gnaden zufließen,
Du Austeilerin aller Erlösungsgnaden,
Du Führerin zu den Sakramentsgnaden,
Du Mittlerin aller Beistandsgnaden,
Du Mittlerin unserer endgültigen Bekehrung,
Du Mittlerin unseres steten Fortschrittes,
Du Mittlerin unserer Vollendung in Christus,
Du Mittlerin eines glückseligen Todes,
Du Sachwalterin des Fegfeuers,
Du unsere mächtige Fürsprecherin bei Jesus, deinem göttlichen Sohne,
Du Mitwisserin der göttlichen Absichten und Geheimnisse,
Du Vermittlerin aller Gnaden,
Du Krone der ganzen Heils- und Gnadenordnung,
O du Lamm Gottes, das du hinwegnimmst die Sünden der Welt, verschone uns, o Herr!
O du Lamm Gottes, das du hinwegnimmst die Sünden der Welt, erhöre uns, o Herr!
O du Lamm Gottes, das du hinwegnimmst die Sünden der Welt, erbarme dich unser, o Herr!

Lasset uns beten!
Herr Jesus Christus, unser Mittler beim Vater, der du dich gewürdigt hast, die allerseligste Jungfrau, deine Mutter, auch zu unserer Mutter und Mittlerin bei dir zu bestellen, gewähre gnädig, daß jedem, der sich dir mit der Bitte um Wohltaten naht, durch sie die Freude werde, alles zu erlangen, der du lebst und regierst mit demselben Gott dem Vater in der Einheit des Heiligen Geistes, Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

Imprimatur. Augustae Vindel., die 1. Augusti 1934. Vicarius generalis: Dr. Eberle. - Müller, secr. - Missionsdruckerei St. Joseph, Reimlingen (Schw.)

Montag, März 05, 2007

Ich weiß, daß Du mein Vater bist



Ich weiß, daß Du mein Vater bist,
In dessen Hand ich wohl geborgen.
Ich will nicht fragen, wie Du führst.
Ich will Dir folgen ohne Sorgen.
Und legtest Du in meine Hand
Mein Leben, daß ich selbst es wende,
Ich legt in kindlichem Vertrau'n
Es nur zurück in Deine Hände.

Ich weiß, daß Du mein Vater bist,
Der selbst den Sohn dahingegeben,
Den Eigebor'nen, Licht vom Licht,
Der mir im Tode gab das Leben.
So sehr hast Du die Welt geliebt,
Was soll ich da noch zaudern, - zagen?
Und führst Du mich auch dunklen Pfad,
Ich trau auf Dich und will es wagen.

Mit kirchlicher Druckerlaubnis